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Australischer Dollar könnte mit Wetten auf Zinsanhebung der Fed stärkere Verluste verzeichnen

Australischer Dollar könnte mit Wetten auf Zinsanhebung der Fed stärkere Verluste verzeichnen

2016-09-12 07:30:00
Ilya Spivak, Senior Währungsstratege
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Australischer Dollar könnte mit Wetten auf Zinsanhebung der Fed stärkere Verluste verzeichnen

Fundamentale Prognose für den Australischen Dollar: Bärisch

  • Australischer Dollar kann sich nach Sprung auf Dreiwochenhoch nicht halten
  • Steigende Spekulation zur Zinsanhebung der Fed könnte Verkaufsdruck erhöhen
  • Positive Beschäftigungszahlen in Australien werden kaum Fortsetzung schaffen

Was sagen vergangene Trading-Pattern im AUD/USD in Bezug auf die aktuellen Trends aus? Erfahren Sie es hier.

Der Australische Dollar schaffte es nicht, eine begeisterte Erholung aufrecht zu erhalten, die den Kurs auf seinen höchsten Stand seit Mitte August gebracht hatte. Der AUD gab seinen Anstieg zum Ende der Woche wieder ab und schloss mit roten Zahlen. Der Anstieg erfolgte nach einer Ankündigung der RBA, die offenbar keine Zinssenkung in absehbarer Zukunft in Aussicht stellte. Enttäuschende ISM-Daten im Dienstleistungssektor belasteten ebenfalls die Wetten auf eine Zinsanhebung der Fed, was den renditeabhängigen Australischen Dollar stützte. Der darauffolgende Selloff erfolgte zusammen mit einem starken Rückgang in den Aktien, der offenbar die neu entfachten Befürchtungen einer bevorstehenden Zinsanhebung der Fed widerspiegelte. Die restriktiven Kommentare der Dallas und Boston Fed-Präsidenten Robert Kaplan und Eric Rosengren untermauerten diese Interpretation.

Die politische Spekulation über die Fed wird Anfang der nächsten Woche im Mittelplunkt stehen, denn alle Augen wenden sich der Rede der Vorsitzenden Lael Brainard zu. Diese Rede wurde zum spätest möglichen Zeitpunkt vor der zweiwöchigen Sperre festgesetzt, bevor die Zentralbankoffiziellen keine Kommentare mehr vor dem politischen Entscheid des FOMC dieses Monats abgeben dürfen. Brainard ist allgemein als expansivste Stimmberechtigte im Zinssatz bestimmenden Ausschuss bekannt. Wenn sie den restriktiven Tonfall der jüngsten Bemerkungen ihrer Kollegen wiederholt, können die Märkte erwarten, dass die Gruppe tatsächlich die Absicht hat, den Stimulusabbau wieder aufzunehmen, was die Chancen für eine Straffung noch zusätzlich erhöht. Unnötig zu sagen, dass sich ein solcher Ausgang negativ auf den Australischen Dollar auswirken würde.

Die Publikation der Einzelhandelsumsätze und der VPI-Zahlen, sowie die Kennzahl zum Verbrauchervertrauen der University of Michigan könnten jedoch die Überzeugung abschwächen. Die US-Wirtschaftsnachrichten haben sich im Vergleich zu den Konsensprognosen seit Ende Juli zunehmend verschlechtert. Dies deutet darauf hin, dass die Modelle der Ökonomen eine rosigere Ansicht gegenüber der Wirklichkeit haben, was negative Überraschungen ermöglicht. Schwache Daten könnten die Skepsis über die Absichten der Fed neu entfachen. Es wäre schließlich nichts Neues, wenn die politischen Entscheidungsträger sich zunächst restriktiv geben und dann in letzter Minute nachgeben würden. Dies könnte die möglichen Verluste im Aussie bremsen, die wegen der säbelrasselnden Rhetorik ausgelöst worden waren. Positive Zahlen auf der Datenfront – vor allem wenn der VPI unerwartet zulegt – könnten den Verkauf verstärkten.

Im Inland steht der Beschäftigungsbericht für August im Mittelpunkt. Die Prognosen deuten an, dass die Volkswirtschaft netto 15.000 neue Stellen geschaffen hat, ein geringer Rückgang gegenüber den 25.300 neuen Stellen im Juli. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 5,7 Prozent. Die Ergebnisse der australischen Wirtschaftszahlen haben sich in letzter Zeit gegenüber den Prognosen der Analysten leicht verbessert, und somit könnte das Resultat auch besser als erwartet ausfallen. Auch wenn ein solches Ergebnis dem Aussie ein Rettungsseil zuwerfen würde, scheint eine nachhaltige Fortsetzung kaum möglich. Nachdem die RBA bereits eine abwartende Haltung signalisiert hat und mit Sicherheit keine Zinserhöhung in Erwägung zieht, sind die kurzfristigen Auswirkungen positiver Stellenzahlen auf den Wechselkurs bestenfalls beschränkt.

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