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Yen geht in die Defensive, da Zentralbanken bald handeln sollten

Yen geht in die Defensive, da Zentralbanken bald handeln sollten

Tyler Yell, CMT, Währungsstratege
Yen geht in die Defensive, da Zentralbanken bald handeln sollten

Fundamentale Prognose für den Japanischen Yen: Bärisch

Der Japanische Yen schloss diese Woche gegen die Mehrheit der G10 FX tiefer, da die Trader beide Zentralbanksitzungen, die der Federal Reserve und der BoJ, im September abwägen. Ein kurzer Blick auf die implizierte Volatilität für einen Monat, die die Zentralbanksitzungen abdeckt, zeigt, dass die BoJ vielleicht den JPY mit einer neuen Lockerung abschwächen könnte, oder die Federal Reserve könnte ihren Tonfall von Jackson Hole übernehmen und über weitere Zinserhöhungen diskutieren.

Falls die BoJ es unterlässt, die Anlagenkäufe in diesem Monat aufzustocken oder eine künftige Lockerung anzukündigen, würde dies eine JPY-Stärke verlängern. In den nächsten Monaten werden wir aber weiterhin eine Yen-Schwäche sehen, denn die Trader erwarten eine nächste umfassende Maßnahme der BoJ um das Argument zu erhärten, dass die Abenomics nicht einfach eine Verschwendung von Billionen von Yen waren. Kurzfristig sollten wir auf BoJ-Sprecher achten, die einen Stimulus kleinreden, damit der Markt den JPY nicht abverkauft. Vor Kurzem sagte Sakurai der BoJ Reuters, dass die Diskussion über ein Helikoptergeld vorläufig ausgeschlossen sei, wobei dies als eine Form von QE gehandelt worden war.

Ebenfalls wichtig für die Richtung des USD/JPY sind die erwarteten Handlungen von Seiten der Federal Reserve. Sollte die Zuversicht gegenüber einer Zinserhöhung der Fed in 2016 zunehmen, könnte der USD das Paar höher bringen, denn er würde allgemein Zuschlag erhalten. Gemäß den Daten von Bloomberg stehen die Chancen für eine Zinsanhebung im September oder Dezember zurzeit bei 32 % & bzw. 60,3 %.

Nächste Woche sollten die endgültigen Zahlen des BIPs der japanischen Volkswirtschaft für 2Q auf saisonal angepasste 0,4 % Q/Q höher korrigiert werden, gegenüber den vorläufigen Zahlen von 0,2 %. Das BIP wird mit den Zahlen der Zahlungsbilanz kombiniert und hilft Tradern zu bestimmen, wie es der vom Export abhängigen Volkswirtschaft in einem Umfeld mit einem ziemlich starken JPY ergeht.

USD/JPY Longs neigen zur Short-Seite, da 104 überwunden wurde

Yen geht in die Defensive, da Zentralbanken bald handeln sollten

Das Verhältnis zwischen Long- und Short-Positionen im USD/JPY steht bei 1,42, wobei 59 % der Trader Longs halten. Wie Sie im Chart oben sehen können, wechselt die Position ziemlich aggressiv. Gestern betrug das Verhältnis 1,87; 65 % der offenen Positionen waren Longs. Die Long-Positionen haben seit gestern um 12,9 % abgenommen und gegenüber letzter Woche um 31,4 %. Die Short-Positionen sind seit gestern um 14,7 % gestiegen und gegenüber der vergangenen Woche um 55,6 %. Das Open Interest steht 3,3 % tiefer als gestern und ist um 3,3 % geringer als sein monatlicher Durchschnitt.

Wir verwenden unseren SSI als Kontraindikator zur Kursbewegung, und da die meisten Trader Longs halten, signalisiert uns das, dass der USD/JPY weiter sinken könnte. Die Trader-Masse ist netto seit gestern und seit letzter Woche weniger Long. Die Kombination des aktuellen Sentiments und den jüngsten Veränderungen fördert unsere gemischte Trading-Tendenz.

DailyFX stellt Neuigkeiten zu Forex und technische Analysen, die sich auf Trends beziehen, die die globalen Währungsmärkte beeinflussen, zur Verfügung.