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Ende August kommt die Schwäche des Euro ans Licht

Fundamentale Prognose für EUR/USD: Bärish

- Erwartungen einer Zinsanhebung durch die Fed springt höher und verursacht eine starke Verschiebung im EUR/USD.

- Die EZB könnte in diesem Jahr noch weiter lockern, aber die Märkte kalkulieren keine Maßnahmen ein.

- Die Volatilität in den Devisenmärkten sollte in den kommenden Wochen wieder zunehmen – es ist an der Zeit, die Grundsätze des Risikomanagements zu rekapitulieren.

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Lesen Sie unsere Prognose zum Euro für das Q3'16: "Euro erwacht nach Brexit-Albtraum; Zeit für eine Wende im EUR/USD?”

Nachdem der EUR/USD wochenlang schwankte, brach er am Freitag deutlich tiefer aus und markierte damit vielleicht ein abruptes Ende der Sommerflaute in der Volatilität. Die Schwäche im EUR/USD (-1,13% für die Woche) war kein Zeichen einer allgemeinen EUR-Schwäche an sich; die Leistung des Euros war überall gemischt. Das EUR/GBP führte den Rückgang mit -1,61% an, während der EUR/JPY, gestützt von den widerstandsfähigen Aktienbörsen, legte um +0,47% zu. Zuerst werde ich die abrupte Schwäche im EUR/USD behandeln und danach ob es Gründe gibt, sich generell über den Euro Sorgen machen zu müssen.

EUR/USD: War dies die "Wende" vor der September-Sitzung des FOMC?

Meine erste Theorie: Es gab am Freitag ein Ereignis, das eine wichtige Beziehung des EUR/USD unterbrach, die ihn in den vergangenen zwei Monaten in Schach gehalten hatte. Seit der Brexit-Abstimmung am 24. Juni erfuhren die Märkte, die Zinssätze einkalkulieren, auf beiden Seiten des Atlantiks eine starke Volatilität – aber sie bewegten sich, relativ gesprochen, gleichzeitig.

Nur als Erinnerung, vor dem Brexit bestand eine sehr geringe Chance für eine Zinsanhebung der Fed bis zum Dezember 2016 (gemäß Fed Funds Futures-Kontrakte mit einer implizierten Chance von 39% am 23. Juni), und damals waren sich die Märkte nicht einig, ob die EZB ihre Zinssätze bis Ende 2016 senken würde (gemäß OIS mit 50% am 23. Juni). Nach der Brexit-Abstimmung wechselten die Markterwartungen rasch: Es wurde keine Zinsanhebung der Fed mehr bis mindestens Ende 2017 erwartet; und wie im OIS begannen die EONIA-Märkte zwischen September und Dezember 2016 eine Zinssenkung von mindestens 10 Basispunkten von der EZB zu erwarten.

Diese Verschiebungen in den Zinserwartungen der Fed (von restriktiv auf neutral und zurück) und der EZB (von neutral auf expansiv und zurück) fanden mehr oder weniger gleichzeitig statt. Nachdem die Sorgen zum Brexit über den Sommer zugenommen haben und wieder abgeflaut sind, wurden die Zinserwartungen der Fed für eine Anhebung im Dezember 2016 erhöht (von ungefähr 7% am 7. Juli auf 44% am 25. August), und die Chancen einer Zinssenkung der EZB bis Dezember 2016 sind deutlich gesunken (von ungefähr 80% am 27. Juni auf ungefähr 39% am 25. August).

Sie haben vielleicht bemerkt, dass ich diese Bewegungen zu den Zinssätzen bis und mit Donnerstag, dem 25. August aufzeigte, denn am Freitag, dem 26. August, veränderte sich diese Dynamik abrupt – die Bewegung verlief nicht mehr parallel. Die Zinserwartungen der EZB haben sich zwischen Donnerstag und Freitag kaum verändert, und OIS zeigt eine geringe Chance von 36% einer Zinssenkung bis Dezember 2016 von 10 Basispunkten auf. Nachdem die Märkte jedoch die Rede der Fed-Vorsitzenden Janet Yellen am Jackson Hole Symposium vom Freitag verarbeitet hatten, waren die Fed Funds Märkte deutlich verschoben: Die Chancen für eine Zinsanhebung im Dezember 2016 schossen von 44% am 25. August auf 65% am 26. August höher.

Wenn wir den dramatischen, bärischen Engulfing-Balken in den Zusammenhang setzen, so scheint es, als ob die Zinsdynamik, die abrupt zusammenbricht, den Fokus im EUR/USD bis zur September-Sitzung des FOMC unmittelbar nach unten wechselt. Dies passt übrigens auch zum 20-jährigen Saisonalitätsmuster, das darauf hinweis, dass der EUR/USD im August mit roten Zahlen schließen müsste.

Der Euro generell: Anzeichen einer Verschlechterung und die Märkte unterschätzen EZB

Meine zweite Theorie: Falls es Argumente für eine zusätzliche Schwäche im EUR/USD gibt, dann deuten die Randindikatoren zur Wirtschafts- und Finanzaktivität darauf hin, dass die Grundlage des Euros zusammenfällt. Auch die EZB könnte signalisieren, dass sie weiter handeln wird, was die Märkte erst noch widerspiegeln müssen.

August war bisher ein ruhiger Monat für den Euro in Bezug auf Nachrichten, aber dies könnte einfach an den erschöpften Marktteilnehmern liegen, die nun Sommerferien haben. Sobald die Europäer wieder von ihren Ferien zurückkehren – Ende August ist insbesondere die Zeit mit der größten Geschäftigkeit – sollte die Aufmerksamkeit rasch auf die Konsequenzen des Brexits, Italiens bevorstehendes Verfassungsreferendum und der Marsch zu den Europawahlen zurückkehren.

In diesem Nachrichtenvakuum verschlechterten sich die Wirtschaftszahlen leicht gegenüber den Erwartungen. Der Citi Economic Surprise Index für die Eurozone ist von +28,3 am 29. Juli auf +21,2 am 26. August gesunken. Nachdem die Energiepreise wieder einmal unberechenbar waren, wurden die Inflationserwartungen gesenkt. Die Inflationsswaps im 5-Jahresvergleich, ein Maßstab zur Inflationserwartung, stand am 29. Juli bei 1,340% und fiel am 26. August auf 1,307% zurück.

Diese subtilen Verschiebungen in den Marktindikatoren im Laufe der letzten Wochen warnen und davor, dass ohne Nachrichten, die Erholung in Europa schwach und zerbrechlich bleibt. Das Wohlbehagen gewinnt die Überhand, was Gelegenheiten für Überraschungen und Enttäuschungen bietet. Sollten die Daten weiterhin die Prognosen verpassen, gibt es genügend Spielraum für die Märkte, um weitere expansive politische Maßnahmen der EZB zu erwarten - schließlich stehen die Chancen für eine Zinssenkung um 10 Basispunkte bis Dezember 2016 nur gerade bei ungefähr 36%.

Die Chancen für weitere Maßnahmen seitens der EZB in diesem Jahr könnten unterschätzt werden, wenn sich die Daten weiterhin verschlechtern und die europäische Finanzbehörde weiter verwirrt. Das Verwaltungsratsmitglied der Europäischen Zentralbank, Benoit Coeure, sagte am Jackson Hole Symposium diese Woche, dass “falls andere Akteure in ihrer politischen Domäne die notwendigen Maßnahmen nicht ergreifen, müssten wir vielleicht tiefer in unsere Betriebsstruktur und Strategie eingreifen.” Übersetzt bedeutet dies: “Wenn die Politiker nicht aufhören herumzualbern, dann wird die EZB wieder lockern müssen.”

Ein Fenster könnte sich für weitere EZB-Maßnahmen noch vor 2017 öffnen

Die Realität ist folgende: Die Politiker werden nicht aufhören herumzualbern, also wird die EZB wieder lockern müssen. Während die Realität sich abzeichnet, werden die Zinsmärkte die Erwartungen weiterer Zinssenkungen hinausziehen (Sie erinnern sich, die OIS stehen zurzeit bei ungefähr 36%), was den Euro allgemein tiefer treiben wird. Somit sollten Sie, während die Marktteilnehmer in den kommenden Wochen von ihren Sommerferien zurückkehren, auf die Positionierungen achten, denn im August wickelten die Trader ihre Short-Positionen im Euro im Futures Markt ab. Die Spekulanten reduzierten ihre netto Short-Euro-Beteiligung bis zur Woche, die am 23. August endete, auf 76,6 Tsd. Kontrakte, gegenüber 112,6 Tsd. Kontrakten in der Woche, die am 26. Juli endete.

Zur Rekapitulation: Die Wende tiefer im EUR/USD scheint legitim und wird von einem starken Zusammenbruch in der Zinserwartungsdynamik zwischen der Fed und der EZB unterstützt. Ansonsten tauchen Beweise auf, während der Euro keine anhaltende Schwäche zeigt, dass Trader dem Euro gegenüber kritischer sein sollten. Sollten die Daten der Eurozone weiterhin schlechter ausfallen, ist die EZB offenbar bereit, weiter zu lockern, was zurzeit im Markt noch nicht berücksichtigt wurde. Nachdem auch die Short-Positionierung im Euro in den Futures im vergangenen Monat netto abgenommen hat, gibt es genügend Spielraum für Trader, um aufzustocken und den Euro wieder tiefer zu treiben. –CV

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