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Befürchtungen zum Brexit umschwirren den Euro und ziehen Italiens Banken in den Mittelpunkt

Fundamentale Prognose für EUR/USD: Neutral

- Vierteljährliches Wirtschaftsbulletin der Bank of Italy vom Freitag ist von großem Interesse

- Italienische Regierung sollte ebenfalls reagieren

- FX Marktvolatilität steigt im Vorfeld des UK-EU Referendums – eine gute Zeit, um sich die Prinzipien des Risikomanagements nochmals zu Gemüte zu führen.

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Lesen Sie unsere Prognose zum Euro für das Q3'16: "Euro erwacht nach Brexit-Albtraum; Zeit für eine Wende im EUR/USD?”

Die erste ganze Juli-Woche war für den Euro mittelmäßig, es gab keine klaren Unterschiede zwischen der Leistung der typischen Trennlinien der Hochzins- / Niedrigzins- und Risiko-Finanzierungswährungen. Fazit: Das Britische Pfund und der Schweizer Franken waren die leistungsschwächsten Währungen; während der Japanische Yen und der New Zealand Dollar am besten abschnitten. Die Märkte werden voraussichtlich empfindlich auf die Entwicklungen in Europa reagieren, vor allem gegenüber der UK, während sich die politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Referendums vom 23. Juni zunehmend abzeichnen werden.

In diesem neuen Umfeld mit Zentrum Europa offenbarte sich bereits ein Opfer der Nebenwirkungen des Brexits: Europas Finanzsektor. Mit einem Rückgang von mehr als -25% seit Jahresbeginn ist der EUFN, der europäische Finanzsektor MSCI ETF, seit der Brexit-Abstimmung um ungefähr -19% gefallen. Ja, der Finanzsektor Europas ist der Kranke des Tages. Aber welches Land ist der Kranke des Sektors? Sie brauchen nicht weiter als bis nach Italien zu schauen.

Gemäß den Daten, die am letzten Montag, dem 4. Juli, vom Wall Street Journal zusammengetragen wurden, sind 19% der Kredite bei italienischen Banken notleidend, was einen Betrag von €360 Milliarden ergibt. Im Kontext bedeutet dies bei den aktuellen Wechselkursen (grob €398 Milliarden), dass die italienischen Banken fast dreimal so viele notleidenden Kredite haben wie die US-Banken während der Weltwirtschaftskrise. Das ist sehr besorgniserregend. Das vierteljährliche Wirtschaftsbulleting der Bank of Italy vom 15. Juli sollte einen weiteren Einblick in die schlimme Lage bieten.

In Anbetracht der glanzlosen Wirtschaftsleistung des Landes und dem anhaltenden Rückgang in den italienischen Bankenaktien, gibt es zwei mögliche Ausgänge: Ein Zusammenbruch des italienischen Bankensystems, was starke Konsequenzen haben würde, da Italien die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone ist; oder, was wahrscheinlicher ist, eine Rettung der Banken. Schlechte Kredite – notleidende Kredite – verstopfen die Bilanzen der Banken und verhindern, dass sie ihr Kapital produktiver verwenden können.

Wenn die notleidenden Kredite zunehmen müssen die Banken mehr Kapital für den Fall von Abschreibungen zur Seite legen. Somit können sie auch nicht anderswo Kredite vergeben, da sie das Kapital als Schutzmauer benutzen müssen. Wenn die Banken tatsächlich Kredite vergeben, bedeutet dies mit dem Fall in langfristige Zinsen und der flacher werdenden Ertragskurve (enger 2s10s), dass die Netto-Zinsmarge der Banken noch mehr zusammengedrückt wird - die Gewinne nehmen ab - womit es schwieriger wird, sich von den notleidenden Krediten zu befreien. Es ist ein Teufelskreis, und die einzige logische Schlussfolgerung (in Anbetracht der aktiven politischen Entscheidungsträger und ihren Richtlinien) ist eine Rettung mit Geldern.

Das ist das politische Paradox des italienischen Premierministers Matteo Renzi: Die Banken retten, möglicherweise die EU-Gesetze verletzen und die populistischen Spannungen in der zunehmenden Unterstützung der MS5 (Anti-EU-, Anti-Establishment-Parteiy) verschäften, was ihm sein Amt kosten könnte; oder versuchen, die aufsteigenden Populisten zu beruhigen, die Banken nicht retten und eine Krise wie in 2008 riskieren. Anstelle der Lehman Brothers träfe es einige europäische Zombie-Banken – Credit Suisse, Deutsche Bank, Monte Paschi – was die nächste Krise provozieren würde. Kombiniert mit dem Referendum über die Verfassungsreform, die der Premierminister bald erreichen möchte, muss man sich überlegen ob Renzis Paradox ein weiteres kostspieliges Glücksspiel sein könnte, die Europas Integrationsform auseinander brechen könnte – ganz ähnlich wie das unglückliche Wahlversprechen des damaligen UK Premierministers David Cameron, das EU-Referendum abzuhalten.

Kurzfristig wäre eine Rettung des italienischen Bankensektors wohl eine positive Entwicklung (oder zumindest eine weniger negative) für den Euro. Schließlich würde dies alles noch eine Weile hinauszögern und das klare Risiko einer Finanzkrise vor dem Ende des Quartals abwenden. Aber nach der Brexit-Abstimmung scheint es so, als ob bald das Ende abzusehen ist – die Stimmbürger scheinen nicht mehr bereit zu sein, das Spiel mit dem Hinausschieben mitzumachen, nachdem die Löhne jahrelang stagnieren und die Lohnungleichheit zunimmt. Das Zeitfenster, in dem die europäischen Führer Lösungen finden können, ist offen, aber es wird nicht lange offen bleiben. –CV

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