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Den Dollar verfolgen oder den Währungskorb verfolgen - Das ist die Frage beim Yuan

Fundamentale Prognose für den Yuan: BÄRISCH

Der Onshore Yuan befindet sich gegenüber dem US Dollar seit vier Wochen im Sinkflug und hat Levels erreicht, die man seit November 2010 nicht mehr gesehen hat. Um 10:20 Uhr EDT hatte der Onshore Yuan (USD/CNY) -0,48 % gegenüber dem Dollar verloren und lag bei 6,6869. Der Offshore Yuan ist gegenüber dem Dollar hingegen seit drei Wochen rückgängig und hat sich um -0,35% auf 6,7001 verbilligt. Der Onshore und der Offshore Yuan sind gegenüber dem Britischen Pfund in der dritten aufeinander folgenden Woche gestiegen: Der Onshore Yuan (GBP/CNY) gewann +2,13 %, während der Offshore Yuan (GBP/CNH) um +2,01 % stieg. Nächste Woche steht ein Kalender mit vielen Ereignissen von mittlerer bis großer Bedeutung an. Chinas VPI für Juni sowie das Q2 BIP werden im Fokus stehen. Außerdem wird die Bank of England ihren Zinsentscheid am 14. Juli bekanntgeben, was wahrscheinlich einige Volatilität in den FX-Märkten verursachen wird. Die chinesische Zentralbank hat den Yuan gegenüber dem US Dollar sinken lassen, um die Abschwächung des Pfunds in ihrem Währungskorb auszugleichen. Wenn das Pfund weiter sinken sollte, wird die PBOC entscheiden müssen, ob sie den Yuan zum Dollar weiter schwächen oder ihr Ziel revidieren will.

Chinas Fundamentaldaten werden in den kommenden Wochen dem Yuan wahrscheinlich wenig Unterstützung bieten. Es wird erwartet, dass Chinas Q2 BIP, das am 14. Juli publiziert wird, um 6,6 % gewachsen ist. Das Wachstum Chinas war im ersten Quartal schon auf 6,7 % gefallen, was der tiefste Wert seit Q1 2009 ist. Letzte Woche hat Chinas Amt für Statistik die Berechnungsmethode für das BIP revidiert. Mit der neuen Methode wurde der Wert des BIP für 2015 um 879,8 Mrd. Yuan höher revidiert, das Wachstum nahm aber nur um +0,04 % zu. Deshalb wird die Buchhaltungsanpassung wahrscheinlich keine signifikante Veränderung für das Q2 BIP bedeuten. Es wird außerdem eine Verschlechterung für den Handel Chinas erwartet: Chinas Exporte werden wahrscheinlich wieder schrumpfen, und zwar um -6,2 % und die Exporte sollten um -5,0 % abnehmen. Im Land selber wird eine Verlangsamung der industriellen Produktion im Juni auf 5,9 % erwartet, während die Einzelhandelsumsätze im selben Monat auf 9,9 % fallen sollten. Chinas Investitionen in Anlagen außerhalb der Landwirtschaft könnten ebenfalls weiter abnehmen: die Erwartungen für Juni liegen bei 9,4 %. Alles zusammengefasst könnten die letzten eineinviertel Monate die schlimmsten für die zweitgrößte Weltwirtschaft seit der globalen Finanzkrise gewesen sein. Und dem Yuan fehlt wegen der landesweiten Wachstumsabschwächung das Aufwärtsmomentum.

Ein anderer wichtiger Indikator für Chinas Wirtschaft ist der Verbraucherpreisindex (VPI). Die Kennzahl für Juni wird am Samstag, dem 9. Juli, veröffentlicht. Das wird nicht nur Chinas Inflation zeigen sondern auch Aufschluss über die Geldpolitik der PBOC geben. Angesichts der Verbilligungen bei den Preisen für Schweinefleisch und Gemüse liegen die Erwartungen für den VPI für Juni zum ersten Mal seit vier Monaten bei unter 2 %. Bloomberg hat die Prognose für den Juni-VPI letzte Woche auf 1,8 % von 1,9 % revidiert. Eine tiefere Kennzahl für den VPI lässt der PBOC noch mehr Spielraum, Liquidität hinzuzufügen, bevor der VPI wieder auf das Zielniveau von 3,0 % steigt. Das heißt aber nicht, dass die Zentralbank weitere Lockerungsprogramme wie Zinssatzsenkungen einführen wird. Die PBOC hat das Liquiditätsangebot nämlich bisher vorsichtig verwaltet. Letzte Woche hat Chinas Zentralbank über 645 Mrd. Yuan vom Markt abgeschöpft, was der größte Betrag in vier Monaten ist. Der SHIBOR O/N, ein Benchmark-Zinssatz, fiel auch unter die Schwelle von 2,000 %. Die Erzeugung übermäßiger Liquidität könnte zu Preisblasen führen, was in einigen Sektoren Chinas nach den fünf Zinssatzsenkungen im Jahre 2015 zu beobachten war. Angesichts der globalen Turbulenzen, die durch den Brexit ausgelöst wurden, wird Chinas Zentralbank wahrscheinlich eine moderate Geldpolitik beibehalten, die nicht zu locker und nicht zu restriktiv ist. Das bedeutet etwas weniger Abwärtsdruck beim Yuan.

Letztendlich könnte die PBOC den Yuan gegenüber dem US Dollar weiter schwächen, um die relative Stabilität im chinesischen Währungskorb beizubehalten. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung von der Bank of England um 25 Basispunkte liegt gemäß Credit Suisse bei 18,2 %. Wenn das Britische Pfund weiter fällt, wie zum Beispiel im Falle einer Zinssenkung, wird die PBOC den Yuan gegenüber dem US Dollar fallen lassen müssen, um Änderungen im Yuan-Währungskorb auszugleichen. Andererseits muss die PBOC ihr Wechselkurs-Ziel revidieren, indem sie zum Beispiel den Yuan temporär gegenüber dem US Dollar neu bewertet und den Bezug zum Währungskorb lockert. In jedem Fall könnte würde so etwas einen großen Einfluss auf den Dollar/Yuan-Wechselkurs haben.