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Der Anfang von Q3'16 bringt nichts Gutes für den Euro. In unserer Q2'16 Prognose warnten wir davor, den möglichen Einfluss einer Brexit-Abstimmung auf den Euro nicht zu ignorieren (das war ebenso einer der politischen Faktoren, der eine unserer Trading-Gelegenheiten für 2016 untermauert hat, Short GBP/JPY). Obwohl der Brexit von Medien und Financiers gleichermaßen verworfen wurde, wurde der Brexit nach der Referendumsabstimmung vom 23. Juni Realität und öffnete eine mögliche Pandoras Box für die Europäische Union.

Es war natürlich unvermeidbar, dass populistische Politiker in anderen Ländern auftraten und öffentlich ihr eigenes Referendum verlangten; Italien, Frankreich und Holland fallen einem dabei ein. Ob diese erwünschten Referenden jemals das Tageslicht sehen werden, ist eine andere Geschichte und liegt außerhalb dieses Berichtes; was jedoch wichtig ist, ist die Erkenntnis, dass es eine fühlbare Welle von Populismus gibt, die die westliche Welt überflutet und die schwerwiegende Auswirkungen auf den Euro und weitergreifende Auswirkungen auf die globalen Finanzmärkte haben wird.

Besonders für den Euro ist gerade die Frage der langfristigen Lebensfähigkeit des europäischen Friedensprojektes in Gefahr. Jetzt wird eine starke Führungskraft benötigt, um die vor uns liegenden unbekannten Gewässer zu navigieren - und das bedeutet nicht, dass man jetzt die derzeitige Geldpolitik verdoppeln sollte (eine Martingale Strategie muss fehlschlagen, es sei denn, es gäbe unbegrenzte Ressourcen für die Wetten; politisches Kapital ist in einer Demokratie nicht unbegrenzt). Merkel, Hollande und Renzi - die jeweiligen Führer von Deutschland, Frankreich und Italien - haben bisher eine gute Show gezeigt und sich verpflichtet, Europa im Nachhinein des Brexit noch mehr zu vereinen.

Leider könnte das Fenster, in dem die europäische Führung ihre Entschlossenheit zeigt, begrenzt sein ehe die Ansteckung einsetzt. Wird die Politik, die zu der Wählerunzufriedenheit führte, fortgeführt, dann wird die derzeitige politische Klasse unweigerlich rausgeworfen werden. In Frankreich, Holland und Deutschland finden nächstes Jahr Wahlen statt - Brexit wird wohl ein sehr heißes Thema bleiben (und die Basiswerte, die zu dem Brexit führten: kraftloses Wachstum; ein anscheinend großes Migrationsproblem; und beträchtliche Sicherheitsfragen bei der anhaltenden Flüchtlingskrise aus dem Nahen Osten und Nordafrika).

Eins ist jedoch klar: Es wird, wenn überhaupt, vor dem Ende des 3. Quartals 2016 nicht viel Klarheit geben. Der UK Ministerpräsident Dave Cameron wird in drei Monaten zurücktreten und ein neuer Tory Führer muss bei der Partei-Konferenz im September gewählt werden, der - wahrscheinlich - ein Vertrauensvotum des Parlaments überleben muss. In Anbetracht der Tatsache, dass eine überwältigende Mehrheit der MPs die ‚Bleibenden’ unterstützte (463 gegen 150 für ‚Verlassen’) kann man sich nur schwer einen Tory Führer vorstellen, der dieses Vertrauensvotum mit dem Vorsatz den Artikel 50 anzurufen, überstehen wird, der offiziell den UK Timer für die Austrittsverhandlungen startet.

Eine Parlamentswahl könnte irgendwann im 4. Quartal 2016 in der UK stattfinden; das bedeutet, dass ein offizielles Wort über den Brexit wahrscheinlich erst einige Zeit danach (vielleicht sogar erst im Januar 20170) erscheinen wird. Es wird mindestens noch drei Monate dauern, bis der Artikel 50 ausgelöst werden wird; es könnte noch länger sein. Das ist ein Fenster der Unsicherheit, das sich erweitert und gärt (und dadurch Volatilität brütet - eine gute Zeit, um Risiko-Management-Prinzipien zu überprüfen) und das liegt keinesfalls im Interesse der Europäer. Es ist wahr, dass der Euro, als eine Währung mit niedrigen Zinsen, hinter dem ‚risk on’ Umfeld hinterherhinkt und das ‚risk off’ Umfeld anführt (wie zu sehen bei dem Deutschen DAX und den 50-Tage und 100-Tage Korrelationen).

Dieses Mal ist es anders. Die Drohung einer Übertragung und die existenziellen negativen Auswirkungen über die Langlebigkeit der EU bedeuten, dass die Europäische Zentralbank viel Deckung erhält, um neue Lockerungsmaßnahmen für die Liquidität der Märkte zu enthüllen. Ein Rede von EZB-Präsident Mario Dragi Ende Juni lies vermuten, dass er für die EZB eine größere Rolle auf den Weltmärkten sieht. Ein solcher Kommentar kann als ein Vorläufer für ein größeres EZB-Engagement gesehen werden, um die Tendenzen der Übertragung einzudämmen.

Chart 1: Index Swaps stoßen über Nacht Erwartungen einer Zinssenkung der EZB voran

Euro wacht mit Brexit-Albtraum auf - Zeit für eine EUR/USD-Wende?

Tabelle erstellt von Christopher Vecchio, Währungsstratege.Datenquelle: Bloomberg,

Die Zinsmärkte haben seit der Brexit-Abstimmung freundlich reagiert, und kalkulieren eine Zinssenkung von 10 Basispunkten für den Hauptrefinanzierungssatz und dem Einlagensatz bis September ein (62% gemäß OIS Swaps; auch gemäß EONIA). Der Hauptpunkt einer Ansteckungsgefahr? Die italienischen Banken. Italiens Premier Renzi deutete die Notwendigkeit eines Bailouts Ende Juni an - diese Geschichte sollte aufmerksam beobachtet werden. (Für weitere Informationen dazu, lesen Sie bitte diesen Artikel vom Januar 2016 von James Stanley, Währungsanalyst).

Die Bedingungen stehen für den EUR/USD bereit, um weiter zu sinken, obwohl ein einschränkender Faktor vorhanden ist: Die Federal Reserve. Nachdem nun der Brexit beschlossen wurde, wird die Fed die Zinssätze wohl kaum im Laufe dieses Jahres erhöhen. Anfang Juni kalkulierten die Fed Funds Futures Kontrakte noch eine Chance von 26% zugunsten einer Zinsanhebung im Juli ein; am 28. Juni berücksichtigten sie eine Chance von 10% einer Zinssenkung. Es werden auch keine Zinserhöhungen für die erste Jahreshälfte von 2017 erwartet. Wenn die Fed in den kommenden Wochen formell eine eher expansive Haltung einnimmt, wird ihr reduzierter Gleitpfad - der künftige Zinspfad - wohl zusammenbrechen, was dem US Dollar schaden wird.

Alles in Allem ist es möglich, dass der EUR/USD diese Einflüsse nutzt, um im Laufe dieses Quartals einen weiteren Swing tiefer in Richtung $1,0500 zu verzeichnen, aber nicht viel tiefer; falls er inmitten eines möglichen Wendepunkts der Zentralbankpolitik (die Fed wechselt dann von relativ restriktiv zu einer stärkeren Akkommodation) die Tiefs nicht überwinden kann, könnte dies ein Vorbote für einen schwächeren US Dollar sein, die später eintreffen könnte (entsprechend unserer Ansicht, die wir im Dezember als Warnung äußerten, dass der Zinsanhebungszyklus der Fed dem US Dollar nicht helfen würde). Sie werden nachstehend auch sehen, dass es auch Argumente dafür gibt, dass der EUR/USD in Richtung $0,9500 traden könnte – was sicherlich ein Zeichen dafür wäre, dass die Dinge in Europa alles andere als rosig sind.

Technische Analyse: Zeit für eine Wende im EUR/USD?

Euro wacht mit Brexit-Albtraum auf - Zeit für eine EUR/USD-Wende?

EUR/USD Wochenchart - Erstellt von Jamie Saettele, Senior Technischer Stratege, mit Trading View Charts von DailyFX.com

Zeit

Zeitintervalle von fünfzehn Jahren herrschen in Bezug auf die Hochs und Tiefs im EUR/USD vor. Die Hochs in 1980 und 1995 sind 15 Jahre voneinander getrennt, wie die Tiefs in 1985, 2000 und 2015. Die Ausnahme ist das Hoch von 2008. Eine detailliertere Ansicht zeigt, dass die Hochs von 1980 und 1995 182 Monate voneinander getrennt sind, und dass die Tiefs von 1985 und 2000 188 Monate voneinander entfernt sind. Die Tiefs von 2000 und März 2015 sind nur 173 Monate voneinander getrennt, aber das sekundäre Tief im Dezember 2015 (Hoch im USD Index) ist 182 Monate vom Tief von 2000 entfernt. Dieser Monat (Juni 2016) ist 188 Monate vom Tief von 2000 entfernt.

Kursstruktur

Jede Etappe im EUR/USD in eine bestimmte Richtung umfasste seit 1985 3 oder 7 Wellen (Abweichung von 3 Wellen). Die Natur hat ebenfalls eine Symmetrie in Bezug auf die Komplexität geschaffen; die Rallye von 1985-1995 und der Rückgang von 2008-2015 sind komplex, während der Rückgang von 1995-2000 und die Rallyes von 2000-2008 einfach sind.

Zusammengefasst bedeutet das, dass der Zeitpunkt für eine Veränderung in Richtung bullisches Verhalten richtig ist. Nach acht schwachen Jahren erwartet unsere Denkweise noch mehr Schwäche. Die Idee, dass dies vielleicht eine bullische Basis und nicht ein bärisches Dreieck ist, scheint absurd! Ein Wochenschluss oberhalb von $1,1450 würde eine Handlung im EUR/USD auslösen und die Bedingungen für einen Run kurz darauf auf $1,3000 schaffen. Falls das Tief von März 2015 durchbrochen wird, dann ist es falsch, eine Bodenbildung zu erwarten, und der Fokus würde sich $0,9450-0,9550 zuwenden (historischer Wendepunkt und gemessenes Ziel).

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