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“Während QE die Kurse für Vermögenswerte etwas nach oben treiben wird, werden Investoren/Sparer immer noch sparen wollen, Kapitalgeber werden immer noch vorsichtig sein, und vorsichtige Kreditnehmer werden vorsichtig bleiben, was die Kurse immer noch einseitig beeinflussen wird.”

- Ray Dalio, Gründer & CEO von Bridgewater

“Wenn Sie Geld verdienen wollen, gehen Sie zu den angsterregenden Orten”

James Grant, Beobachter der Zinssätze für Grant

“Das Signal spiegelt die Wahrheit wider. Es ist der Lärm, der uns von der Wahrheit ablenkt.”

― Nate Silver, "Das Signal und der Lärm: Warum so viele Vorhersagen fehlschlagen - mit einigen Ausnahmen."

Wo wir uns heute in einer Welt nach dem Brexit befinden

Der letzte Freitag war aufgrund der Abstimmung des Vereinten Königreichs, die Eurozone zu verlassen, ein historischer Tag für die Märkte. Trader schauen jedoch immer voraus, und jetzt ist es Zeit, wichtige Fragen zu stellen, die bestimmen könnten, wo das Kapital und die globalen Märkte sich hinbewegen werden. Es scheint, als ob einige Trends die Richtung ändern, während andere sich beschleunigen werden, und es ist wichtig zu wissen, welche das sein werden und welche für die, die im Markt investiert sind, hilfreich sein werden.

Am Mittag vom Montag war der Kurs des Cables um 12,5% gegenüber dem Hoch vor der Abstimmung von 1,5017 gesunken. Trader fragen sich nun aber, was die Nachwirkungen der Abstimmung sind und die Veränderungen in den Kapitalflüssen und im Diskontsatz für die globalen Risikomärkte bedeuten könnten. Leider waren die Märkte bereits wegen der unsicheren Zentralbanken, der zweifelhaften Stärke der Volkswirtschaften der USA und Chinas und der Ungewissheit über die Nachhaltigkeit der Aktienmärkte mit ihren Allzeithochs nervös.

Verzeichnis der Artikel nach dem Brexit

Bis sich Großbritannien auf Artikel 50 berufen wird (die Regel des Lissaboner Vertrags für den Austritt aus der Eurozone), sind die Fragen zu London und Großbritannien eher politischer Natur und nicht marktorientiert. Das bedeutet, dass ein Großteil der globalen Kapitalströme nun Vermutungen anstellt, was passieren wird. Obwohl die Schwäche des Sterlings eine beachtenswerte Schlagzeile ist, ist dies wohl erst das erste Kapitel eines langen Buches ohne sicheres Ende.

Hier zeigen wir nun die Einzelheiten über das unsichere Umfeld, die wichtigsten Fragen darüber, was in den führenden Volkswirtschaften geschehen könnte und welche Tradinggelegenheiten sich bieten könnten.

Das aktuelle Marktumfeld: Unruhige Gewässer stehen an

Vor der Abstimmung befand sich der SPX 500 10 Punkten von seinem Allzeithoch vom Sommer 2015 entfernt. Die deutliche Abweichung hier war ein schwacher wirtschaftlicher Rahmen und eine Ungewissheit gegenüber der Wirksamkeit der Zentralbanken und deren Pläne zur weiteren Ankurbelung der Volkswirtschaft. Wenn wir ein Umfeld mit stagnierendem Wirtschaftswachstum nach der Brexit-Abstimmung sehen, könnte bald das Februar-Tief getestet und durchbrochen werden, und zwar wahrscheinlich wegen einem stärkeren Dollar, tieferen Rohstoffkursen und dem allgemein schlechter werdenden Risk-Sentiment, das wir an den negativen Renditen erkennen.

Zusätzlich zu den Implikationen des Ausstiegs des Vereinten Königreichs aus dem größten Binnenmarkt in der Europäischen Union sehen wir uns jetzt einem Umfeld mit geringerer Liquidität und höherer Volatilität gegenüber. Die Kombination von geringer Liquidität und hoher Volatilität führt oft dazu, dass weniger Risiko aufgenommen wird, weil die Varianz der Kurse oft verstärkt ist.

Empfohlene Lektüre: Anpassung Ihrer Trading-Erwartungen in volatilen & möglicherweise illiquiden Märkten

Am Montag senkte die Rating-Agentur Standard & Poor’s den Ausblick für Großbritannien auf negativ und das Kredit-Rating von AAA auf AA, wegen der Gefahr einer Verschlechterung bei der externen Finanzierung und eines neuen Unabhängigkeitsreferendums in Schottland und Nordirland.

Mögliche & befürchtete Auswirkungen des Brexits:

Schottisches Unabhängigkeitsreferendum 2.0

“Ich kommunizierte auch übers Wochenende mit jedem EU-Mitgliedsstaat, um klarzustellen, dass Schottland für den Verbleib in der EU gestimmt hat, und ich beabsichtige, alle Optionen in diesem Sinn zu diskutieren.”

-Nicola Sturgeon, erster Minister von Schottland

Das Vereinte Königreich steht vor weiteren konstitutionellen Schwierigkeiten, sollten Nordirland und Schottland beschließen, das UK zugunsten eines Beitritts zur EU zu verlassen. Während die Herabstufung der Bonität durch Standard & Poor's allgemein erwartet wurde, wird es möglicherweise Konsequenzen geben, falls die Austrittsverhandlungen sich ungünstig auf die britische Wirtschaft auswirken.

Ein wichtiges Risiko, das im Auge behalten werden sollte, wäre die Aufhebung des Britischen Pfunds als Reservewährung auf Grund der Instabilität der Volkswirtschaft. Dies ist kein grundlegendes Szenario, aber falls es sich entwickelt, würden wir wohl dazu gezwungen werden, den Sterling zu verkaufen.

Zusätzliche Auswirkungen, die dann zunehmend wichtig wären, obwohl das Ausmaß noch völlig ungewiss ist, wären Lockerungsmaßnahmen von Seiten der Bank of England. Die zwei Hauptfragen konzentrieren sich darauf, ob Zinssenkungen vom aktuellen Level von 50 Basispunkten erfolgen werden und ob ein Quantitative Easing eingeführt würde.

Am Freitag berichtete Reuters, dass die "Bank of England sagt, sie könne und solle nicht notwendige Anpassungen in den Finanzmärkten nach dem Brexit verhindern." Somit ist es wahrscheinlich, dass Mark Carney erwartet, dass der Markt zunächst selber stark lockern muss, bevor er handeln wird.

Fragen zur Orientierung von nun an:

Die Auswirkungen für die Märkte drehen sich oft um Wahrscheinlichkeiten und Katalysatoren. Deshalb eignen sich Szenarien und Fragen, zusätzlich zu Zahlen, hervorragend, wenn Unsicherheit vorherrscht. Der Vorteil von mehreren Fragestellungen in volatilen Umgebungen mit unsicheren Resultaten ist, dass man von einem bestimmten Ergebnis weniger schockiert ist und oft die Möglichkeit hat, schnell zu reagieren und zum eigenen Vorteil zu traden, so lange das Risiko verwaltet wird.

Deshalb gibt es drei ausschlaggebende Hauptfragen sowie drei Nebenfragen, die Einblick und Klarheit fürs Trading in der zweiten Hälfte von 2016 bringen könnten.

Frage Nr. 1: Wie wirksam handeln die Zentralbanken?

Man könnte leicht argumentieren, dass wenn die Zentralbankpolitik so wirksam wie beabsichtigt gewesen wäre, das Ergebnis des EU-Referendums wohl ein "Bleiben" gebracht hätte. Natürlich ist dies nur Spekulation, aber es gilt zu beachten, dass viele Leute mit dem Stand der Wirtschaft als Ganzes unzufrieden waren und das Gefühl hatten, dass die Vorteile des Quantitative Easing eher auf jene zugeschnitten worden waren, die Papiervermögen haben, und weniger zugunsten der Arbeiterklasse.

Unglücklicherweise kommt dies für die Zentralbanken zu einer Zeit, zu der es nur wenig Munition in ihrem Arsenal für eine weitere Lockerung der Geldpolitik gibt, falls das eine akkurate Prognose ihrer Effektivität ist. Deshalb stellt sich mit verschwindender Überzeugung bezüglich der Effizienz extremer und unkonventioneller Geldpolitik, wie der Nullzinspolitik oder der Negativzinssatzpolitik & dem Quantitative Easing die Frage, was Banken jetzt noch unternehmen können, was sie nicht schon zumindest bezüglich der meisten Aktienmärkte unternommen haben, um die Flut von Risikoaversion einzudämmen.

Übers Wochenende gab es Gerüchte eines neuen Stimulus von 10 Billionen JPY durch die Bank of Japan in diesem Herbst. Zusätzlich haben wir gesehen, dass die Märkte effektiv keine Zinserhöhungen der Federal Reserve mehr bis Februar 2017 erwarten, da die Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung mit 48,5% letzte Woche auf unter 8% nach dem Brexit gefallen ist.

Darüber hinaus haben wir bei der Eröffnung der Märkte gesehen, dass die Peoples Bank of China das Yuan-Fixing gegenüber dem US-Dollar auf den tiefsten Punkt seit August festgelegt hat, eine Reaktion auf den Brexit. Das war kein positives Risikoereignis, wie auf de EUR/USD Chart unten angegeben wird.

Zusammengefasst bereitet sich der Markt darauf vor, was die nächsten Schritte der Zentralbanken sein werden. Die wichtige Antwort auf die Frage ist, ob das die Märkte interessiert? Wenn es sie nicht interessiert oder sie glauben, die Aktionen der Zentralbanken könnten die risk-off Flut aufhalten, wie aggressiv kann dann der Ausverkauf werden?

Nebenfrage Nr. 1: Ändert sich die Strategie der Fed?

Viele Trader wurden durch das Hin und Her der Federal Reserve verwirrt. Sie flatterte innerhalb weniger Monate anscheinend von Taube (eine Lockerung der Geldpolitik in Bezug auf die Markterwartungen) zu Falke (ein Straffen der Geldpolitik im Vergleich zu den Markterwartungen). So weit mir bekannt, war diese Art von Handlungsempfehlung in der jüngsten Marktvergangenheit niemals so fließend.

Um das zu untermalen, beachte man, dass wir kürzlich vom Präsidenten der Federal Reserve Bank in St. Louis, James Bullard, gehört haben, dass die Fed ihre Strategie ändern könnte. Das Zitat unten ist lang, es lohnt sich aber, es zu lesen.

„Die Federal Reserve Bank of St. Louis ändert die Charakterisierung der US makro-ökonomischen und monetären Policy-Aussichten. Eine ältere Beschreibung, die die Bank seit dem Ende der Finanzkrise benutzt hat, hat jetzt wahrscheinlich ihre Verwendbarkeit überlebt und deshalb wird sie jetzt durch eine neue Beschreibung ersetzt. Das Kennzeichen der neuen Beschreibung besteht darin, dass man die mittel- und langfristigen makroökonomischen Ergebnisse mit dem Begriff Regime versieht. Das Konzept eines einzigen, lang anhaltenden Status, mit dem sich die Wirtschaft verbindet, wird aufgegeben und wird durch einen Satz möglicher Regimes ersetzt, die die Wirtschaft erleben könnte. Regimes werden im allgemeinen als andauernd betrachtet und eine optimale Geldpolitik wird als Regime-abhängig betrachtet. Wechsel zwischen Regimes werden als nicht vorhersehbar angesehen.” [Markierungen von mir]

Wenn das, was Herr Bullard sagt, verwirklicht wird, wird die neue von den Tradern gestellte Frage lauten, welches Regime erkennt die Fed an und wie wird sich das auf die Geldpolitik auswirken? Das würde voraussichtlich langfristige Auswirkungen auf die Märkten haben.

In Anbetracht des Ziels der Federal Reserve eine höhere Inflation zu erreichen, könnte diese Regime-Veränderung eine potenzielle koordinierte Dollarschwächung widerspiegeln, damit die Fed-Ziele erreicht werden und die Glaubwürdigkeit des Marktes wiederhergestellt wird.

Die natürliche und unvermeidliche Frage lautet, was geschieht, wenn der Markt sich weniger für die Fed-Ziele interessiert? Nochmals, die Frage sollte lauten, ob der "Brexit" ein Katalysator für dieses neu aufgetauchte Regime sein wird oder nicht.

Frage Nr. 2: Welche Auswirkungen sollte man beachten?

Nach dem Brexit war die konkreteste Feststellung auf den Märkten, außer beim Sterling, die Schwäche in dem europäischen Bankensektor. Das scheint Stress in einem bereits schwachen Sektor der Weltwirtschaft, wie dem Bankensektor, zu zeigen. Die italienischen Banken alleine verloren am Freitag 20%.

Andere Bank Indices litten ebenfalls, aber die Frage stellt sich, ob die Auswirkungen der Wahl die schwächsten Märkte vor der der Wahl trafen. Die Antwort darauf scheint „Ja” zu sein.

Der andere Markt, den man beobachten sollte, betrifft die industriellen Rohstoffe, wie das WTI Crude Oil. WTI Crude Oil hat die meiste Zeit in 2016 einen unglaublichen Verlauf erlebt, aber das könnte sich sehr schnell ändern, wenn die Dollar-Stärke sich festigt. Der Energiesektor war ähnlich wie der Bankensektor recht schwach und eine weitere Abschwächung könnte wahrscheinlich viele Unternehmen so unter Druck setzen, dass sie einen Bailout benötigen würden.

Ausarbeitung eines Trading-Plans nach Brexit

Sollten sich die industriellen Rohstoffe abschwächen, dann lohnt es sich auch die wertvollen Rohstoffe, wie eine Stärkung des Golds, im Auge zu behalten. Eine Verbesserung der Edelmetalle zusammen mit einer Schwäche bei den industriellen Rohstoffen könnte von einer weiteren Stärkung des Dollars begleitet werden.

Vom technischen Standpunkt aus gesehen, sollte man die Level des 55-Tage gleitenden Durchschnitts (derzeit bei $46,59 pro Barrel) und das Mai-Tief bei $43,00 beobachten. Ein Durchbruch unter diese beiden Unterstützungszonen könnte auf eine schwache Erholung hinweisen.

Frage Nr. 3: Wird der US Dollar seinen schmerzhaften Handel wieder aufnehmen?

Wenn der Dollar in eine neue Stärkephase tritt, könnte der schmerzhafte Handel wieder aufgenommen werden. Der "schmerzhafte Handel" ist ein Begriff für die Dollar-Stärke, da ein starker Dollar für die industriellen Rohstoffe negative Auswirkungen hat (nicht unbedingt für Edelmetalle wie XAU/USD) und hat somit einen deflationären Effekt, der gegen die Ziele vieler Zentralbanken arbeitet (siehe Punkt Nummer Eins).

Auf dem nächsten Chart sehen wir einen dreifachen Boden im US Dollar Index. Von einem Standpunkt der technischen Analyse gesehen bildet sich ein dreifacher Boden, wenn drei Versuche einer schwächeren Währung bei einer gängigen Unterstützung scheitern, und dann verschiebt sich der Markt plötzlich und aggressiv nach oben, um das Range-Hoch zu durchbrechen.

Wenn sich ein dreifacher Boden entwickelt, gibt es nur wenige andere Trades, die von einem starken US Dollar profitieren. Wie wir bereits zuvor sagten, stellen sich viele Leute die Frage (die wahrscheinlich beeinflusst wurde), was die Zentralbanker tun werden, um die Dollar-Stärke zu bremsen. Neben den vier Teilen des Quantitative Easing, die noch nicht offen berücksichtigt wurden, oder eine erneute Zinssenkung auf Null (ebenfalls nicht offen berücksichtigt) ist jedoch unklar, was die Fed tun könnte, um den schmerzhaften Handel zu bremsen. Die Investoren nehmen an, sie würde es zumindest versuchen.

Ausarbeitung eines Trading-Plans nach Brexit

Der Chart oben zeigt eine Unterstützungszone, die das Absprungbrett für einen dreifachen Boden sein könnte. Die hervorgehobene Zone ist die Kursrange des extremen Tags vom 14. Mai mit einem Tief von 11.634. In Anbetracht eines Bruchs und der Gefahr eines Zustroms in den US Dollar, wird sich die Aufmerksamkeit nun dem Widerstand zuwenden, um zu sehen, ob er halten kann. Der erste Schlüsselwiderstand war das Level 12.000, das am Montag aggressiv durchbrochen wurde.

Nun ist der Widerstand im Fokus das 61,8% Retracement der Range von 2016 bei 12.063 und die obere Parallellinie des Kanals bei ~12.200. Ein Durchbruch über diese Levels würde nur wenig Zweifel aufkommen lassen, dass der schmerzhafte Handel unter uns ist. Die Unterhaltung dabei (auch wenn sie schmerzhaft anzusehen ist) besteht darin, was die Zentralbanker im Ärmel haben, um eine so aggressive Stärke im US Dollar zu verhindern.

Ausarbeitung eines Trading-Plans nach Brexit

Der Chart oben zeigt die Ziele bei einem möglichen dreifachen Boden im US Dollar Index. Eine 61,8% Extension oberhalb der Range von 2015-2016 würde uns zu ~12.700 führen. Eine komplette Bewegung eines dreifachen Bodens in Richtung 100% Extension würde uns zu ~12.930 bringen. Einmal mehr wäre der Schmerz dieses Trades ähnlich wie der von 2008 / Anfang 2009 für jene, die damals im US Dollar short waren.

Bruchlinien wurden bereits in den Aktienindizes des Bankensektors weltweit gesehen, und ein stärkerer Dollar könnte diese Banken noch stärker belasten. Eine weitere Branche, auf die man achten sollte, ist der Energiesektor, der mit dem Anstieg von mehr als 95% in WTI Crude Oil seit seinem Februar-Tief an Kraft zu gewinnen begann. Eine Rückkehr zum Februar-Tief könnte die Unternehmen, die wenig Reserven haben und erst kürzlich ihre Produktion erhöhten, deutlich stärker belasten.

Nebenfrage Nr. 3: Wenn der Dollar nicht steigt, worauf sollten wir achten?

Es gibt keine Gewissheit in den Märkten, und die oft stolz verkündeten Ansichten zum Markt werden oft zu Fall gebracht. Wenn also eine Seite des Trades offensichtlich erscheint (wie die Dollar-Stärke), lohnt es sich, andere Szenarien zu untersuchen, die sich entwickeln könnten. Eins dieser Szenarien könnte die Währungsstärke dank positiver Leistungsbilanz wie die von Japan, Europa, Schweden und der Schweiz darstellen.

Ausarbeitung eines Trading-Plans nach Brexit

Obwohl dies keine Standardansicht ist, gilt es zu beachten, dass im August, als die Aktienmärkte zusammenbrachen und die Aktien-Futures zum Limit sanken (wie am Freitagmorgen nach der Veröffentlichung des Brexit-Abstimmunsresultats), der EUR aggressiv zulegte.

Viele erwarten wegen des Szenarios der Dollar-Stärke, das wir oben aufzeigten, dass der EUR/USD erneut auf 1,0500 oder tiefer sinken wird. Falls jedoch dieses Szenario einer Dollar-Stärke gefährdet ist, sollte ein Anstieg im EUR/USD beobachtet werden. Eine solche Entwicklung könnte zu einem Durchbruch der Unterstützung mit dreifachem Boden des US Dollar Indexes führen und den EUR/GBP in Richtung 1,0000 höher drücken.

Tylers Schlussfolgerung:

Der Sommer ist normalerweise eine harte Zeit, um ein risikoaversives Ereignis wie den Brexit zu verkraften, denn die geringere Liquidität führt zu einer erhöhten Volatilität. Wenn wir dieses Umfeld mit einem möglichen Treiber verbinden, also dass der Brexit den schmerzhaften Handel eines stärkeren US Dollars nach sich ziehen wird, werden wir auch eine Volatilität für den Rest des Jahres 2016 haben. Diese Volatilität könnte auch trotz der Anstrengungen der Federal Reserve, die Märkte mit ihrem neuen Regime zu beruhigen, aufkommen. Zudem könnten wir eine Abschwächung der bereits fragilen Märkte, wie dem Bankensektor in Europa und den globalen Energieunternehmen, sehen, und der Wert des Chinesischen Yuans könnte die Besorgnis über eine Deflation wiedererwecken. Zum Schluss müssen wir ein Auge auf ein mögliches Pulverfass, bestehend aus Krediten, Rohstoffen und Glaubwürdigkeit der Zentralbanken achten, das in 2016 zu einem starken USD führen könnte.