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Aufgrund des Brexit Blutbads erwarten die Märkte fortdauernde Volatilitätsrisiken

Aufgrund des Brexit Blutbads erwarten die Märkte fortdauernde Volatilitätsrisiken

2016-06-24 09:26:00
Ilya Spivak, Senior Währungsstratege
Teile:

Anknüpfungspunkte

  • Finanzmärkte fallen auseinander, nachdem UK “Brexit” wählt
  • Neue Volatilitätsrekorde quer durch alle Anlageklassen
  • Märkte werden in den nächsten Monaten drastisches Volatilitätsrisiko erleben

Die Finanzmärkte wurden auf dem falschen Fuß erwischt, während die UK den “Brexit” wählte, wobei die Wähler sich mit 51,9 zu 48,1 Prozent dafür entschieden haben, die UK aus der Europäischen Union zu nehmen. FX Optionen zeigten, dass Trader nur eine Wahrscheinlichkeit von 19,6 Prozent dessen einkalkuliert hatten, was sich am Abend des folgenschweren Referendums abgespielt hat.

Kurzfristige Prognosen deuteten letzte Woche bereits an, was bei einem Brexit-Szenario eintreten könnte. Die Umfrage-Daten sagten einen knappen Sieg der Austritt-Kampagne voraus und dadurch schwollen die einwöchigen GBP/USD implizierten Volatilitätsdaten auf das höchste Level aller Zeiten an. Das zeigte also damals bereits, was heute eingetreten ist.

Aufgrund des Brexit Blutbads erwarten die Märkte fortdauernde Volatilitätsrisiken

Das Britische Pfund verlor fast 8 Prozent im Vergleich zum US Dollar vor der Börseneröffnung in Europa, was die größte je gemessene Abnahme an einem Tag ist. Aggressive Volatilität beschränkt sich aber nicht nur auf den Pfund Sterling: Der anti-Risiko-US Dollar und der Japanische Yen erfuhren die größten Bewegungen seit der 2008-09 Finanzkrise.

Aufgrund des Brexit Blutbads erwarten die Märkte fortdauernde Volatilitätsrisiken

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Das Gemetzel wird sich nicht auf den Devisenmarkt beschränken. Der Goldkurs erlebte ebenfalls seinen größten Tagesgewinn seit der Großen Rezession, weil schockierte Investoren auf der Flucht waren. Die Benchmark-Messungen der Marktstimmung wurden auch aus dem Gleichgewicht gebracht. Auf der Pro-Risiko Seite fielen die S&P 500 Futures auf den tiefsten Stand in 10 Monaten. Am anderen Ende des Spektrums trieb die Suche nach sicheren Häfen die Anleihen so scharf nach oben, dass die Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen ihren tiefsten Fall in über sieben Jahren erlebten.

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Aufgrund des Brexit Blutbads erwarten die Märkte fortdauernde Volatilitätsrisiken

Es ist fast sicher, dass das Blutbad erst beginnt. Tatsächlich ist ein Index der impliziten dreimonatigen Volatilität der meist gehandelten Währungen weltweit um mehr als 20 Prozent gestiegen. Dies ist der größte Tagesanstieg seit mindestens 1998. Das sendet eine klare Botschaft: Investoren sollten sich in Acht nehmen.

Aufgrund des Brexit Blutbads erwarten die Märkte fortdauernde Volatilitätsrisiken

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