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Dieser Artikel ist der erste einer Reihe von sechs Artikeln zu den Risiken beim Trading in extrem volatilen Marktbedingungen. Am Ende dieses Artikels finden Sie Links zu den anderen Teilen der Serie.

Die meisten Leute denken richtig, dass der FX ein ständiger Markt ist, der 24 Stunden pro Tag an 5 Tagen die Woche geöffnet ist. Doch es gibt eine Periode von 48 Stunden, nämlich Freitagnachmittag bis Sonntagnachmittag, wo kein Trading stattfindet. Der Grund dafür liegt darin, dass die großen marktbestimmenden Banken am Wochenende offline sind, was zu verminderter Liquidität für Retail-Trader führt.

Eine wichtige Erinnerung für Trader ist die Tatsache, dass die Märkte immer noch in Bewegung sind, auch wenn der Retail-Trader gerade nicht traden kann. Zum Beispiel könnte sich über das Wochenende ein Ereignis ergeben, welches die Kurse wesentlich in eine bestimmte Richtung drückt. Der Markt ist ständig in Bewegung, selbst wenn der Zugriff eines Retail-Traders auf den Markt zeitweise begrenzt ist.

Somit besteht das Risiko, dass der Kurs mit einem Gap (einer Kurslücke) eröffnet und sich dann rasch bewegt. Dies passiert häufig übers Wochenende und während Nachrichtenereignissen. Es kann aber jederzeit geschehen.

Daher besteht einer der besten Wege für das Risikomanagement in der Vermeidung von Aussetzung. Wenn Sie am Wochenende Aussetzung vermeiden, das heißt Sie schließen die Trades vor dem Wochenende und öffnen sie erneut am Sonntag, wenn gewünscht. Wenn Sie Aussetzung bei Ereignissen vermeiden möchten, dann schließen Sie die Trades vor den Ereignissen und öffnen sie erneut danach, wenn Sie das wünschen.

Obwohl Gaps an den Wochenenden eher klein und kontrollierbar sind (oft betragen sie weniger als 25 Pips), kann es vorkommen, dass ziemlich große Kurslücken auftreten, was zu Verlusten führen kann, die den Kontostand übertreffen. Zum Beispiel: Wir analysierten FX-Kurslücken von Juni 2013 bis April 2016 und fanden 12 Wochenenden, an denen bei den meistgehandelten FX-Paaren Gaps von 100 Pips oder mehr verzeichnet wurden. Es wurden 148 Wochenenden analysiert, also repräsentiert diese Zahl 8% aller Wochenenden.

Der Handel unter volatilen Marktbedingungen: Kurslücken

Denken Sie daran, dass die Daten von 2013-2016 aus einer Zeit stammen, in der die FX-Volatilität relativ gering war. Schauen Sie sich nochmals den CVIX-Chart im Bild 1 an. Beachten Sie, dass die hervorgehobene Volatilitätsperiode nicht annähernd gleich jenen Levels wie in 2008 und 2009 war. Sollten also extrem volatile Bedingungen erneut auftauchen, sollte die Häufigkeit der Gaps von mehr als 100 Pips übers Wochenende zunehmen.

Der Handel unter volatilen Marktbedingungen: Kurslücken

Darstellung 2: CVIX von Januar 2007 bis April 2016; Quelle: Bloomberg

Während der Studie fanden wir ebenfalls heraus, dass Gaps eher in den Cross-Paaren als in den Hauptwährungspaaren größer sind. Sie sehen in der nächsten Grafik, dass die Hauptwährungspaare in 9-11% der Wochenenden einen Gap von mehr als 25 Pips aufwiesen. Dieser Prozentsatz stieg in den JPY-Crosses auf ungefähr 14-20%. Auch an den Wochenenden, in denen der Gap mehr als 25 Pips betrug, erhöhte sich dieser Prozentsatz für die Cross-Paare auf 34-45%. Wenn Sie Cross-Paare oder exotische Währungen traden, so sind die Chancen für Gaps und möglicherweise größere Gaps, vielleicht höher, wenn das Trading am Sonntag wieder aufgenommen wird. Meiden Sie die Aussetzung übers Wochenende in extrem volatilen Bedingungen, denn das Risiko kann grenzenlos sein.

Der Handel unter volatilen Marktbedingungen: Kurslücken

Zudem gibt es zahlreiche Fälle in der jüngsten Vergangenheit, an denen ein Eventrisiko übers Wochenende stattfand. Es ist wichtig daran zu denken, dass die Gaps am Wochenende nicht immer mit dem erwarteten Eventrisiko verbunden sind. Zum Beispiel: Die Abstimmung des Unabhängigkeitsreferendums für Schottland fand am 18. September 2014 statt, also an einem Donnerstag. Zwei Wochen vor der Abstimmung, am Wochenende des 31. Augusts, erlebte der Sterling einen großen Gap tiefer bei seiner Eröffnung. Sowohl das GBP/USD als auch das GBP/JPY verzeichneten bei der Handelseröffnung einen Gap tiefer von mehr als 100 Pips.

Der Handel unter volatilen Marktbedingungen: Kurslücken

Zum Schluss halten wir noch fest, dass sich die Kursgaps nicht nur auf den FX beschränken. Es gibt sie auch oft in den CFDs. Die Kurse und die Liquidität im FX tendieren dazu, fließender zu sein, und dennoch sehen wir große Gaps, wie wir oben gezeigt haben. Bei den CFDs gibt es gewisse Instrumente, bei denen der Kurs unregelmäßig aktualisiert wird, womit sie anfälliger für Kurslücken sind, wenn der neue Kurs im Markt bekanntgegeben wird.

Fazit: Kurslücken finden öfter in den Currency-Crosses oder exotischen Paaren als in den Hauptwährungspaaren statt. Die Hauptwährungspaare sind jedoch nicht immun gegen große Gaps. In extrem volatilen Marktbedingungen, in denen die Volatilität sehr stark ist, können wir auch öfters Gaps in den Hauptwährungspaaren, Crosses und exotischen Währungspaaren erwarten, die sehr groß sein können. Große Gaps an den Wochenenden bedeuten nicht unbedingt, dass sie mit einem geplanten Eventrisiko zusammenhängen. Und letztendlich können auch CFDs große Gaps aufweisen. Vor allem in weniger liquiden Märkten.

Somit besteht eine der besten Methoden für das Risikomanagement darin, die Aussetzung an den Wochenenden zu meiden. Das bedeutet, schließen Sie Ihre Trades vor Ende der Woche und eröffnen Sie sie wieder am Sonntag, falls erwünscht.

Vergessen Sie nie, dass der Handel auf Margin Verluste ergeben kann, die Ihre eingezahlten Mittel überschreiten und deshalb ist dieser Handel nicht für jeden geeignet. Stellen Sie deshalb bitte sicher, dass Sie das hohe Risikolevel verstehen.

Dieser Artikel ist der 1. Teil einer sechsteiligen Artikelserie über die Risiken in einem extrem volatilen Marktumfeld. Fahren Sie mit Teil 2 fort, in dem wir die Liquidität behandeln.

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