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News von Chinas Markt: Zeigt der VPI an, dass das Inflationsrisiko vorbei ist?

News von Chinas Markt: Zeigt der VPI an, dass das Inflationsrisiko vorbei ist?

2016-04-11 16:23:00
Renee Mu, Währungsanalyst
Teile:

Diese Tageszusammenfassung konzentriert sich auf das Markt-Sentiment, neue Entwicklungen in Chinas Devisenpolitik, Veränderungen in den Regulierungen des Finanzmarktes und Wirtschaftsnachrichten in chinesischer Sprache, damit sich die Leser von DailyFX über Nachrichten auf dem Laufenden halten können, die normalerweise nur in chinesischer Sprache veröffentlicht werden.

- Preise für Schweinefleisch sind im VPI-Bericht um nur 28,4% gestiegen im Vergleich zum Anstieg von ca. 60% der bereits veröffentlichten Preise für Schwein.

- Standard Chartered (China) sagte, dass die Währungsreserven Chinas im März tatsächlich und unter Berücksichtigung der USD-Schwäche um $20 Milliarden gefallen sind.

- NDRC-Offizieller sagte, dass der Abwärtsdruck auf Chinas Volkswirtschaft trotz der besseren Daten für das 1. Quartal weiter besteht.

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National Bureau of Statistics of China:

- Das National Bureau of Statistics (CNBS) veröffentlichte am Montag den Verbraucherpreisindex (VPI). Der VPI im Jahresvergleich für März wurde mit 2,3% ausgewiesen, tiefer als die erwarteten 2,5%. Das ist für Trader wichtig um zu verstehen, warum hier eine Abweichung zu sehen ist und wie sich dies auf die Geldpolitik der Chinesischen Zentralbank auswirken könnte.

Viele chinesische und nicht-chinesische Institutionen hoben die VPI-Zahlen für März in ihren Prognosen vor der offiziellen Ankündigung aufgrund früherer Berichte über steigende Preise für Schweine und Schweinefleisch auf 2,5% an. Am 10. April berichtete Chinas Nationale Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC) für März über einen Preisanstieg für Schweinefleisch gegenüber dem Vorjahr von 55,3%. Bloomberg News berichtete am 10. April, dass der Preis von Schweinen laut Daten der Shanghai JC Intelligence Co. im ersten Quartal um 61% gestiegen war. China 163 News zitierte Zahlen des Ministeriums für Landwirtschaft, die besagten, dass der Preis für Schweine am 22. März um über 60% gegenüber dem Vorjahr zugenommen hatte.

Der VPI-Bericht, der gestern veröffentlicht wurde, zeigt jedoch, dass der Schweinefleischpreis im März nur um 28,4% angestiegen ist. Der Anstieg war sogar geringer als die Teuerung beim Frischgemüse, die sich auf 35,8% belief. Es gibt zwei mögliche Gründe, die zu dieser Abweichung zwischen dem endgültigen Bericht und den früheren Prognosen im Schweinefleischpreis geführt haben könnten. Einer ist, dass der Schweinefleischpreis nicht dem des Schweins entspricht. Die Metzger könnten den Schweinefleischpreis verringern, um die Kunden langfristig an sich zu binden. Sie haben ihren Verkaufspreis für Schweinefleisch nicht so stark wie der eigentliche Preis für Schwein erhöht. Eine weitere Möglichkeit ist, dass die Daten von den Finanzinstitutionen für die Prognosen gegenüber den Daten, die von CNBS verwendet werden, um den VPI-Bericht zusammenzustellen, unterschiedlich sind.

Eine wichtigere Frage für Trader ist die, ob der Inflationsdruck in China komplett gelöst wurde. Ein Offizieller des Landwirtschaftsministeriums sagte am 8. April, dass der Schweinepreis eine Weile erhöht bleiben könnte, nachdem er ab einem Dreijahrestief abgeprallt war. Gemäß Xinhua News ist Schweinefleisch für 64% des Fleischkonsums von chinesischen Haushalten verantwortlich. Zudem sind die Preise für Frischgemüse in den letzten drei Monaten rasant angestiegen: Von Januar bis März haben die Frischgemüsepreise um 14,7%, 30,6% bzw. 35,8% zugenommen.

Die Kern-VPI-Zahl, d.h. der VPI ohne Lebensmittel und Energie, war in den letzten drei Monaten stabil; die Kennzahl betrug von Januar bis März 1,5%, 1,3% und 1,5%. Das Inflationsziel der Chinesischen Zentralbank bezieht sich aber auf den Gesamt-VPI. Somit könnten die Lebensmittelpreise in den folgenden Monaten immer noch die Inflation belasten, was wiederum das Ausmaß der Liquiditätseinspritzung der PBoC bestimmen sollte.

Hexun News: Chinesen führend bei online Medien für Finanznews.

- Der reale Betrag chinesischer Währungsreserven ist im März gesunken, trotz eines positiven Nennwerts wegen der Abwertung des US Dollars, gemäß dem Chefökonomen von Standard Chartered China. Ding Shuang sagte, dass die Währungsreserven, wenn die Abwertung des US Dollars im März mitberücksichtigt würde, um $20 Milliarden abgenommen hätten. SAFE veröffentlichte letzte Woche Daten, die aufzeigten, dass Chinas Währungsreserven im März um $10,258 Milliarden auf $3,3126 Billionen zugenommen hatten, der erste Anstieg seit November 2015.

- Der Leiter von Chinas National Bureau of Statistics und der stellvertretende Vorsitzende der NDRC, Ning Jizhe, sagte am 11. April, dass die im ersten Quartal neu eingeführten Richtlinien geholfen hätten, die Wirtschaft zu stabilisieren. Er sähe Verbesserungen in den Zahlen des 1. Quartals. Gleichzeitig glaube er, dass die Nation weiterhin mit nationalen und internationalen Herausforderungen konfrontiert werde und die Abwärtsrisiken nicht gebannt seien.

Verfasst von Renee Mu, DailyFX Research Team

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