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Die Geschichte von Zwei Währungen: Hongkong Dollar und der Chinesische Yuan

Die Geschichte von Zwei Währungen: Hongkong Dollar und der Chinesische Yuan

2016-04-06 03:00:00
Renee Mu, Währungsanalyst
Teile:

Anknüpfungspunkte:

  • Der Hongkong-Dollar ist mit dem US-Dollar verbunden
  • Die Auswirkung des Yuan auf den Hongkong Dollar veränderte sich von 2015 auf 2016
  • Langfristiger Druck auf den HKD-Festpunkt baut sich aufgrund von abweichenden Ansätzen auf

Warum das für Trader wichtig ist

Der Einlagesatz für Tagesgeld für den Yuan in Hongkong (CNH HIBOR) ist zum ersten Mal seit 31. März negativ geworden. Außerdem machte das chinesische, staatliche Brokerage, Guoseng Hong Kong, kürzlich damit Schlagzeilen, dass es Gefahr laufe, die erste der State-Owned Enterprises (SEO) zu sein, die ihre auf Yuan lautenden Anleihensschulden im ausländischen Markt nicht bezahlen kann. Um die Risiken dieser neusten Ereignisse für die chinesischen und die globalen Märkte abschätzen zu können, werden Trader den angebundenen Wechselkurs und die Finanzierungssysteme zwischen dem Hongkong-Dollar und dem Chinesischen Yuan unter die Lupe nehmen wollen.

Eine kurze Geschichtslektion über Hong Kong und China

Hongkong ist eine Halbinsel an der Südküste Chinas. Der angrenzende Kontinent wird in der Regel als "Mainland China" bezeichnet. Hongkong war bis 1842 Teil des chinesischen Territoriums und wurde dann zu einer britischen Kolonie. In 1949 wurde die Volksrepublik China (V. R. China) gegründet und übernahm die Kontrolle über China Mainland. In 1997 übernahm die V. R. China (hiernach China genannt) von der britischen Regierung nach einer Regierungszeit von über einem Jahrhundert die Kontrolle über Hongkong.

Diese Veränderung in der Verwaltung im Laufe der vergangen zwei Jahrhunderte führte zwischen Hongkong und China zu einer einzigartigen wirtschaftlichen und finanziellen Situation - einschließlich zu geldpolitischen und Währungsunterschiede.

Ein Land, zwei Systeme

Nachdem China die Souveränität Hongkongs im Jahr 1997 übernahm, wurde Hongkong sofort ein autonom verwaltetes Hoheitsgebiet unter dem Prinzip “ein Land, zwei Systeme”. Dies erlaubt Hongkong monetäre Autorität. Dadurch kann Hongkong seine eigene Währung, den Hongkong-Dollar, und seine eigene Zentralbank, die Hong Kong Monetary Authority, unterhalten. Beide wurden während der britischen Herrschaft etabliert. Andererseits haben wir auf dem chinesischen Festland die People’s Bank of China, die als zentrale Notenbank fungiert, und die offizielle Währung ist der Chinesische Yuan.

Die Währungssysteme beider Länder haben sich im Laufe der Zeit geändert. Der Hongkong-Dollar wurde in 1935 mit dem Britischen Pfund verbunden, und in 1972 war er frei und ungebunden. In 1983 wurde der Hongkong-Dollar mit dem US-Dollar verbunden und ist es geblieben.

Der Chinesische Yuan wurde in 1949 nach der Gründung des Landes eingerichtet. Nachdem das Land Ende der 1970er Jahre eine „Öffnungs”-Strategie etablierte, wurde für die Währung eine doppeltes Währungssystem eingeführt. In 1994 wurden die beiden Währungen zusammengeführt, und der Chinesische Yuan wurde mit dem US-Dollar verbunden. In 2005 entfernte Chinas Zentralbank den Fixkurs mit dem US-Dollar und verband ihn stattdessen mit einem Währungskorb. Nach der Weltwirtschaftskrise in 2008 wurde der Yuan wieder mit dem US-Dollar verbunden, um die Wirtschaft zu stabilisieren. Am 11. August 2015 führte die Zentralbank weitere Reformen ein, und der Yuan kehrte zu einem Währungskorb zurück.

Die Geschichte von Zwei Währungen: Hongkong Dollar und der Chinesische Yuan

Vor 1994 wurde der Hongkong-Dollar trotz der unterschiedlichen Wechselkurssysteme nicht maßgeblich vom Chinesischen Yuan beeinflusst, da letzterer vorwiegend auf dem chinesischen Festland verwendet wurde. Während den darauf folgenden 10 Jahren waren beide Währungen an den US Dollar angebunden, weshalb das Verhältnis zwischen den beiden stabil war. Nachdem der Chinesische Yuan aber letzten August vom US Dollar abgekoppelt wurde, hat sich der Zusammenhang zwischen den beiden Systemen grundsätzlich verändert.

Zwei Systeme bleiben zwei Systeme

Die Hong Kong Monetary Authority (HKMA) hat einen Zielwechselkurs für den USD/HKD bei 7,8000 und ein enges Wechselkursband für das Paar zwischen 7,7500 und 7,8500 festgelegt. Als der Chinesische Yuan am 11. August 2015 vom US Dollar abgekoppelt wurde, fiel der Hongkong-Dollar am selben Tag im Vergleich zum US Dollar, erholte sich aber schnell wieder. Am Monatsende befand sich der USD/HKD wieder am unteren Ende des Wechselkursbands, wo er vor der Umstellung des Yuan gewesen war, und dies trotz der Tatsache, dass der chinesische Aktienmarkt auf dem Festland im Verlauf des Monats über 11% verlor.

Zurzeit könnte der Hongkong-Dollar, der im Vergleich zum Yuan einem unterschiedlichen System unterliegt, zunächst von Kapitalströmen ins Land profitieren, die den HKD stützen. Wenn das Kapital das chinesische Festland verlässt, fließt es aufgrund der Finanzverflechtungen der beiden Länder wahrscheinlich zunächst nach Hongkong. Nichtsdestoweniger würden Kapitalströme, die weiter ins Ausland abfließen, den Wert des HKD zum US Dollar, der als sein Hauptanker dient, verringern.

Es gibt einige Vorteile für Investoren vom Festland, um in Hongkong zu investieren. Für sie ist es angesichts der derzeitigen chinesischen Regulierungen bezüglich der Zahlungsbilanz einfach, Gelder in die Region zu transferieren. Ein möglicher Kanal ist der Shanghai-Hong Kong Stock Connect. Sie können eine abwartende Strategie annehmen und die Gelder wieder in den Märkten des Festlands investieren, sollten sich die Bedingungen verbessern. Im September 2015 fielen Chinas Währungsreserven auf $3,514 Milliarden von $3,557 Milliarden im August, während Hongkongs Währungsreserven gleichzeitig auf 345,8 Milliarden von 334,4 Milliarden anstiegen.

Die Geschichte von Zwei Währungen: Hongkong Dollar und der Chinesische Yuan

Aus zwei Systemen wird eins

Im Januar änderten sich die Bedingungen aber weiter. Die Volatilität im Yuan und den chinesischen Finanzmärkten übertrug sich auf die Märkte von Hongkong und seine Währung. Der Offshore Einlagesatz für Tagesgeld für den Yuan, der HIBOR, stieg am 12. Januar um 66,8% nach der Intervention der chinesischen Zentralbank (PBOC), welche zum Ziel hatte, die Yuan Short Spekulationen aus dem Markt zu hebeln, indem sie die Liquidität bei Hongkongs Geschäfts- und Handelsbanken verringerte. Die Maßnahmen der PBOC im Offshore Markt in Verbindung mit einer weiteren Abschwächung bei den chinesischen Aktien schürte die Ängste bei den Investoren, dass der Hongkong-Dollar in absehbarer Zeit vom US Dollar abgekoppelt würde.

Als Reaktion auf die Marktspekulation sagte die Hong Kong Monetary Authority am 27. Januar, die Regulierungsbehörde werde das Wechselkursregime des HKD verteidigen. Trotzdem sehen viele Investoren Hongkong - angesichts des wachsenden Einflusses des chinesischen Festlands - im Vergleich zu vorher nicht mehr als sicheren Hafen.

Längerfristiger Druck auf das fixe Wechselkursregime des HKD

Im Laufe des Monats März fiel der USD/HKD langsam zurück in Richtung des Bodens seiner Range. Der Druck auf das fixe Wechselkursregime ist jedoch nicht dauerhaft verschwunden.

Wie oben bereits diskutiert wurde, werden die Finanzmärkte Hongkongs stark vom chinesischen Festland beeinflusst. Der Yuan sowie Chinas Aktienmärkte bleiben sehr volatil. Tatsächlich standen die Probleme an den Finanzmärkten während der NPC-Sitzung direkt im Rampenlicht. Die Regulierungsbehörde für Wertpapiere sagte, sie werde den Aktienmarkt während einer sehr langen Zeitdauer unterstützen, bevor er sich wieder stabilisieren würde. Deshalb wird die Unsicherheit auf dem Festland weiterhin die Märkte Hongkongs und dessen Währung belasten.

Von größerer Bedeutung ist aber, dass Hongkong ein fundamentales Problem hat, falls es ein fixes Wechselkurssystem beibehält. In seiner Rolle als wichtiges Mittelstück zwischen dem chinesischen Festland und dem Rest der Welt könnte seine Währungspolitik mit dem zunehmend vom Markt gesteuerten Yuan in Konflikt geraten. Des weiteren ist China, welches Hongkongs wichtigster Handelspartner ist, deutlich langsamer gewachsen. An der NPC-Sitzung senkte China seine Wachstumsprognose für 2016 von 7% auf 6%. Der wirtschaftliche Abschwung hat auch die Wirtschaft Hongkongs geschwächt. Im Speziellen haben die Zuströme chinesischer Touristen nach Hongkong – einer der Hauptfaktoren für den Einzelhandel und den Immobilienmarkt in den letzten Monaten deutlich abgenommen. Im Januar 2016 schrumpfte die Anzahl der Besucher vom chinesischen Festland im Vergleich zum Vorjahresmonat um 10%. Die Immobilienpreise in Hongkong verbilligten sich während den letzten sechs Monaten um 9,5%.

Außerdem würde sich der angebundene Hongkong-Dollar im Vergleich zu nicht angebundenen Währungen wie dem Chinesischen Yuan verteuern, da die US Fed die Zinssätze 2016 wahrscheinlich wieder anheben wird, was den US Dollar stärken dürfte. Dies wird sich weiter negativ auf den Einzelhandel und den Immobilienmarkt Hongkongs sowie dessen Exporte auswirken.

Das schadet auch den Finanzmärkten Hongkongs. Hongkong war einst der beliebteste Offshore-Markt für die Leute vom Festland, um auf Yuan lautende Anleihen auszustellen, die auch Dim-Sum-Anleihen genannt werden. In 2014 erreichte das Volumen dieser Schulden, die in Hongkong emittiert wurden, ein historisches Hoch von 205,3 Milliarden Yuan, aber dann fiel diese Zahl in 2015 auf 17 Milliarden, nachdem der Chinesische Yuan vom US Dollar abgelöst wurde und deutlich an Wert verlor. Die chinesischen Unternehmen bevorzugen nun die Finanzierung von europäischen Märkten, wo die Zinssätze dank des Quantitative Easing Programms der EZB um Null stehen (oder sogar negativ sind).

Geschrieben von Renee Mu, DailyFX Research Team

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