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Brexit: Eine Kollision zwischen GBP/USD, staatlich garantierten Krediten und PM David Cameron

Brexit: Eine Kollision zwischen GBP/USD, staatlich garantierten Krediten und PM David Cameron

2016-02-26 18:09:00
Tyler Yell, CMT, Währungsstratege
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Was Sie verstehen müssen:

Der Einsatz ist hoch, die expliziten Implikationen sind aber unklar. Die Wählerschaft Großbritanniens wird ihre Stimme über einen Verbleib des Landes in der Europäischen Union abgeben. Das Mehrheitsergebnis wird nicht nur bestimmen, ob Großbritannien die EU verlässt, sondern könnte auch die Bonität, den Reservewährungsstatus und die wirtschaftliche Zukunft Großbritanniens beeinflussen.

Da Märkte in Erwartung künftiger Ergebnisse traden, wird die Volatilität im Vorfeld dieses Ereignisses wahrscheinlich größer sein als einige Tage nach dessen Bekanntgabe. Sie sollten die potentiellen Effekte eines Verbleibs und eines Austritts kennen und wissen, was das jeweilige Ergebnis dieser wichtigen Abstimmung für die Eurozone als Einheit und für die Randwährungen bedeuten könnte.

Wann findet die Abstimmung statt?

Am 23. Juni wird in Großbritannien der UK-Wählerschaft der folgende Stimmzettel vorgelegt:

Brexit: Eine Kollision zwischen GBP/USD, staatlich garantierten Krediten und PM David Cameron

Wer & was ist im Auge zu behalten: GBP/USD, Bonität & Cameron

David Cameron, der Premierminister von Großbritannien, steht im Rampenlicht der Brexit-Abstimmung und der Verhandlungen im Falle eines Verbleibs Großbritanniens in der EU. Die zweipoligen Kampagnen des Verbleibs oder Austritts sind eigentlich eine Abstimmung über den Trade, das EU-Budget, die Regelungen, die Immigration (die ein großer Knackpunkt aufgrund des syrischen Kriegs geworden ist) und den Einfluss der britischen Wirtschaft in der Zukunft.

Die Entstehung einer Brexit-Abstimmung war Teil von PM David Camerons Kampagne zur Wiederwahl, die er 2013 als Strategie zur Stärkung der Beziehungen zwischen Großbritannien und Europa in der Hoffnung, eine gute Beziehung besser zu machen, ankündigte. Die Verhandlungen könnten aber zum Verderb der Konservativen Partei werden, falls die aufstrebende UK Unabhängigkeitspartei, auch UKIP, ihr gewünschtes Resultat erreicht.

Zusätzlich zu David Camerons Argument werden die wirtschaftlichen Implikationen und die anfänglichen Schocks im Zentrum der Gründe für einen Verbleib stehen. Deshalb wird es angesichts neuer, hereinkommender Umfrageresultate sehr wichtig sein zu beobachten, wie Sterling getradet und die Kreditwürdigkeit eingestuft wird, was das vom Markt wahrgenommene Risiko der Rückzahlung widerspiegelt. Ende Februar haben große Banken wie JP Morgan, Goldman Sachs und HSBC, die Krediten und laufenden Transaktionen Großbritanniens stark ausgesetzt sind, sich auf die Seite von David Cameron gestellt, indem sie sagten, die Vorteile eines Verbleibs in der EU würden diejenigen Vorteile übertreffen, die die Kampagne "Stimme für Austritt" als Gründe für einen Austritt sieht.

Was steht zur Debatte?

Die Aufmerksamkeit richtet sich momentan auf die Implikationen für Großbritannien. Sie sollten jedoch die negativen Auswirkungen eines Verlusts eines der reichsten EU-Länder für die Europäische Union nicht außer Acht lassen. Dies könnte anderen großen Ländern wie Frankreich, die die gesamte Europäische Union unterstützen, weitere Argumente für einen Austritt liefern.

Die unbeabsichtigten Konsequenzen Großbritanniens, die die Möglichkeit haben auszutreten, haben bereits zu einem Gefühl der Unfairness in der EU-Vereinbarung der 28 Nationen geführt. Frankreichs Präsident Francois Hollande & der maltesische Premierminister Joseph Muscat erkannten rasch, dass ihre Länder eine ähnliche Behandlung erhalten müssten, um die möglichen sozialen Vorteile wie Großbritannien zu erhalten. Egal wie das Resultat ausfällt und obwohl eine Vereinbarung für Großbritannien, Initiativen der EU zu einem Referendum zu bringen, in 2011 durchkam, gibt es deutlich ein Zweistufensystem, wobei Großbritannien Sonderrechte erhält, die für die wirtschaftliche Zusammenarbeit in der Europäischen Union noch weitere Probleme bringen sollten.

Auch wenn Großbritannien sich für die Gruppe “Stimme für Verbleib in der EU” entscheiden sollte, wird der Misston, der aufgrund einer möglichen Abspaltung eines der Mitlieder entstanden ist, wahrscheinlich Auswirkungen haben, mit denen man jahrelang zu kämpfen haben wird. Was Großbritannien versuchen wird zu verhindern, sollte ein Brexit wahr werden, ist, die Beziehungen mit dem Großteil seiner EU-Handelspartner zu zerstören. Momentan sind sieben der neun größten Handelspartner Großbritanniens EU-Mitglieder, und das Risiko des Verlusts eines solchen wäre groß.

Wo liegt die Gefahr?

Angesichts steigender Brexit-Risiken aufgrund von Umfrageergebnissen werden sich Investoren wahrscheinlich auf GBP/USD (Cable) und Bonitätseinstufungen konzentrieren. Da Großbritannien einen der weltweitstärksten Handelsblöcke auf eigenen Wunsch verlassen würde und nicht gebeten würde zu gehen, gibt es einige vergleichbare Präzedenzfälle, die helfen zu verstehen, wie sich das Ganze abspielen könnte. Der Hauptfokus wird verständlicherweise auf Großbritanniens Kreditwürdigkeit gerichtet sein, da das Land bereits hohe Staatsverschulden hat. Ein Brexit könnte die Wirtschaft gemäß S&P weiter belasten:

„Im schlimmsten Fall könnte ein Brexit auch die Rolle des Sterlings als globale Reservewährung schaden und eine wichtige Unterstützung für unser AAA-Rating für die UK seit dem Beginn der Weltwirtschaftskrise beseitigen.“

-Standard & Poor Stellungnahme nach dem EU-Deal & Boris Johnsons Befürwortung des Brexit

Sollten sich die Handelsbeziehungen, die stabil waren und Großbritannien beständige Einkünfte brachten, verschlechtern, wird die Aufmerksamkeit sich auf die Bank of England richten. Sie könnte sich gezwungen sehen, kurzfristig eine lockerere Geldpolitik aufgrund eines sich verschlechternden Ausblicks für das Wirtschaftswachstum anzunehmen und das trotz des Inflationsrisikos, das mit einer schwachen Währung einhergeht. Ein Blick auf die Swap-Märkte über Nacht zeigt, dass Investoren für 2016 eine Zinssenkung der Bank of England gegenüber einer Zinserhöhung favorisieren. Deshalbwürden die Währungseffekte eines sich für eine expansivere Geldpolitik befürwortenden Mark Carney, dem Zentralbankpräsident der Bank of England, als kleine Überraschung erweisen, insofern das GBP keine Bids im Markt findet.

Am Freitag, dem 26. Februar 2016, kam eine ominöse Warnung von Markus Kerber, dem Generaldirektordes Bundesverbands der Deutschen Industrie (Federation of German Industries), der anmerkte, dass ein Brexit eine Revision tausender von Investitionsverträge zwischen Großbritannien und deutschen Firmen bedeuten würde. Kerber wollte kein Blatt vor den Mund nehmen und sagte: „Ein Brexit wäre keine einvernehmliche Scheidung … Ich glaube, dass der Schaden für beide Seiten bei einem Brexit sehr groß wäre. Er wäre jedoch größer für Großbritannien, da 50 Prozent des Handels mit der EU getätigt wird.“

Wie wir während der Finanzkrise vergangener Zeiten gesehen haben, steht und fällt das Risiko mit der Krediteinstufung. Abgesehen von der Aussage von Standard & Poor über bestehene berechtigte Ängste, dass Gläubiger in Großbritannien und solche, die dem Risiko britischer Schuldner ausgesetzt sind, als risikoreicher angesehen werden könnten, falls ein Brexit-Votum der Wirtschaft mehr als erwartet schaden sollte. Vertrauen geht Hand in Hand mit Bonitätseinstufungen (Märkte tendieren zu kurzfristigen Überreaktionen), und die Credit Default Swaps, Finanzmarktprodukte zur Absicherung gegen einen Staats- oder Unternehmensbankrott, sollten beobachtet werden, um zu sehen, ob Kreditängste zusammen mit Preisen für die Swap-Absicherung steigen.

Auswirkungen auf Aktien: Der FTSE 100 & GER 30

Da Großbritannien, ähnlich wie die USA, eine auf Dienstleistungen basierte Wirtschaft ist, wären viele der Finanzdienstleistungsunternehmen von einem Brexit am stärksten betroffen. Während der letzten Februarwoche haben Banken begonnen Alarm zu schlagen, dass eine Restrukturierung heraus aus dem Finanzdistrikt Großbritanniens nötig würde, sollte eine Restrukturierung stattfinden.

JPMorgan CEO, Jamie Dimon, erwähnte am 23. Februar, dass ein "Brexit" eine „massive Verlagerung für Londons Finanzzentrum bedeuten würde. Dies würde dazu führen, dass UK-basierte Banken im Falle eines britischen Austritts nicht mehr so funktionieren könnten wie bisher. Mitte Februar erwähnte Herr Dimon außerdem: „Großbritannien war ein großartiges Zuhause für Finanzunternehmen, und die [EU-Mitgliedschaft] hat London deutlich geholfen. Wir würden gerne hier bleiben, wenn wir das aber nicht können, können wir das nicht.“ Mit anderen Worten gesagt, kann man wahrscheinlich erwarten, dass Wähler, die bei Finanzdienstleistungsunternehmen in der City angestellt sind, es bevorzugen werden zu bleiben und versuchen werden, ein mögliches, kurzfristiges Beschäftigungsdesaster für London zu vermeiden.

Brexit: Eine Kollision zwischen GBP/USD, staatlich garantierten Krediten und PM David Cameron

Die wichtigsten Charts:

Das Problem bei günstig kaufen und teurer verkaufen ist der emotionale Kampf mit sich selbst. Bei hohen Preisen scheint alles rosig, und der Verstand der Investoren sagt ihnen, mehr zu kaufen. Bei tiefen Preisen, wenn eine allgemeine Notlage herrscht, was ein Vorläufer für tiefe Preise ist, wollen Investoren oft mehr verkaufen. Sie können auf einem einfachen Chart, der in die späten 90er Jahre zurückreicht, als Londons Aktienmarkt nach dem Austritt aus dem Wechselkursmechanismus sich schön von der Krise von 1992 erholte, sehen, dass wir uns zum dritten Mal weg von hohen Preisen bewegen. Obwohl der Chart einfach ist, kann er zeigen, dass dem Auftrieb für den Optimismus die Luft ausgeht und dass der Grund zum Verkaufen durch den Internet-Boom-Bust-Zyklus und die Immobilienkrise bis hin zu einem potentiellen Brexit ausgeschaltet wurde.

Wenn der Brexit aber das ökonomische Äquivalent eines ungeschickten Versuchs wird, eine Tischdecke unter einer Reihe von Sektgläsern wegzuziehen, werden wir wahrscheinlich auch anderswo Verkaufsdruck sehen. Angesichts der speziellen Auswirkungen in der EU sollte der Fokus ebenso auf den deutschen DAX 30 gerichtet sein. Der langfristige Wochenchart des DAX zeigt, dass der Kurs Ende Februar auf den 200-wöchigen, gleitenden Durchschnitt drückt, was auch auf dem Chart für den FTSE 100 oben deutlich wird. Ein nachhaltiger Bruch des Levels bei 9.150 würde den Druck in regionalen Aktienindizes wahrscheinlich erhöhen. Das würde für weitere Verkäufe und tiefere Kurse bei beiden, dem GER 30 & dem FTSE 100, sprechen.

Brexit: Eine Kollision zwischen GBP/USD, staatlich garantierten Krediten und PM David Cameron

Wichtige Politiker beziehen Stellung

Eine wichtige Entwicklung des Wochenendes vom 21. Februar war, dass Boris Johnson, der ungewöhnlich populäre Bürgermeister Londons, sich entschieden hat, den Brexit zu unterstützen, obwohl er sagte, dass es eine „äußerst qualvolle“ Entscheidung gewesen wäre. Da die Umfragen eine nahezu gleichmäßige Spaltung zeigen, wobei ungefähr 45% es vorziehen zu bleiben, während 40% den Austritt befürworten, könnte sich die Effektivität und das Momentum von Boris Johnsons Entscheidung bald in eine konsistente Verlagerung in den Umfragen in Richtung Brexit-Votum verwandeln. Eine Umfrage von Ipsos Mori zeigte, dass fast 1/3 der Wählerschaft, die geantwortet hat, erwähnte, dass Johnsons Meinung eine wichtige Rolle bei ihrer Stimmentscheidung spielen würde.

Verfolgen Sie Trader-Sentiment in Echtzeit mit dem DailyFX Speculative Sentiment Index

Brexit: Eine Kollision zwischen GBP/USD, staatlich garantierten Krediten und PM David Cameron

Trader sollten das Trader-Sentiment für GBP/USD beobachten, da sich Erwartungen angesichts des Brexit-Votums bilden. Momentan wehren sich Retail-Trader, reflektiert im DailyFX Speculative Sentiment Index oben, gegen einen Sell-Off von GBP. Gleichzeitig zeigen IMM-Zahlen, dass, obwohl Investoren dieses Jahr aggressiv GBP verkaufen, die hohe Volatilität in diesem Jahr viele GBP-Positionen herausgespült hat. Diese Angaben zur Positionierung bedeuten, dass immer noch Geld vorhanden ist, das diesen Markt belasten könnte und das sogar trotz der Positionierung von Retail-Tradern, die oft versuchen, in starken Abwärtstrends „tief zu kaufen“. Zur Zeit ist die IMM-Positionierung auf Levels gefallen , die zuletzt beim SNB-Schock von Januar 2015 gesehen wurden. Ein erneutes Aufladen von short Sterling-Trades könnte zu einem erneuten Test des 2001-2009 Tiefs bei 1,35/36 führen.

Brexit: Eine Kollision zwischen GBP/USD, staatlich garantierten Krediten und PM David Cameron

Probabilistische Folgen für FX:

Der offensichtliche Erstgedanke bei einem Brexit ist ein negativer Ausblick für das GBP. Ein Brexit könnte Mark Carney und die Bank of England dazu veranlassen, sogar länger von Zinserhöhungen abzusehen. Im Moment preisen Futures-Märkte für 2016 mehr Zinssenkungen als Zinserhöhungen ein, was am deutlichsten beim 2-jährigen Gilt zu sehen ist, der unter dem derzeitigen Referenzsatz der Bank of England von 50 Basispunkten bei fast 35 Basispunkten liegt.

Die besseren Möglichkeiten und Trades werden aber wahrscheinlich aufgrund unvollständiger Informationen auf sekundäre Effekte eines Brexit zurückzuführen sein werden. Wie bereits oben erwähnt, wird ein Austritt Großbritanniens aus der EU Zweifel an der Existenz und Hinlänglichkeit der Europäischen Union wecken. Deutsche Finanzminister haben das auch mit einem Plan für „Bewertungsabschläge“ für Besitzer von Staatsschulden der Eurozone vor, bevor weitere Bailouts genehmigt werden. Deshalb ist die Vertrauenskrise in der Eurozone, die durch einen Brexit ausgelöst wurde und durch den Deutschen Wirtschaftsrat (German Council of Economic Advisers) getragen wird, das staatliche Risiko in der Eurozone richtig einzupreisen und Anleihebesitzer zu zwingen, Verluste hinzunehmen, bevor ein Bailout die negativen Effekte über den Teich auf EUR übertragen kann.

Was die Währungen betrifft, die steigen könnten, so sollte ein Ergebnis zum Brexit zugunsten eines Austritts die lange Liste der globalen, makroökonomischen Probleme verlängern, was den JPY und CHF zusammen mit Gold höher treiben sollte. Der JPY und Gold waren bisher in 2016 die leistungsstärksten Märkte. Falls eine weitere Destabilisierung in den Rohstoffmärkten, Schwellenmärkten und vielleicht in der Eurozone stattfindet, könnten wir sehen, dass der Yen weiter steigt. Der hat ein längerfristiges Chart-Setup im GBP/JPY, das einen attraktiven Sell mit einem Bruch unter den 200-Wochen Moving Average, ähnlich wie in 2008, bieten könnte.

Brexit: Eine Kollision zwischen GBP/USD, staatlich garantierten Krediten und PM David Cameron

Eine weitere Währung, die von einem Austritt profitieren würde, wäre der US Dollar. Wenn der Vorschlag von Standard & Poor einer Herabstufung im Kreditrating den Sterling vom Status als Reservewährung entfernen würde, könnte das Kapital aggressiv in den US Dollar fließen, und dies würde den Japanischen Yen auch höher treiben. Obwohl dies der am wenigsten klare und spekulativste Ausgang wäre, würde eine Herabstufung des Britischen Pfunds aus dem Reservestatus hinaus nicht nur eine Spannung wie in 1992 im Pfund kreieren, das Geld könnte auch seinen Weg in den US Dollar finden, was den Greenback noch höher steigen ließe. Eine solche Aufwertung des Dollars wäre eine große Enttäuschung für die Besitzer von Anleihen in Schwellenländern, die auf den Dollar lauten und auch für die Federal Reserve.

Die Brexit-Zusammenfassung

Wetten aufgrund hoher Überzeugung sind momentan rar. Wie wir bereits während der Referendum-Abstimmung zur schottischen Unabhängigkeit erlebt haben, werden die Märkte wahrscheinlich bei neuen Umfrageergebnissen extrem stark schwanken. Die Bewegung des Sterling am 22. Februar war die stärkste Volatilität, die das Pfund gegen den USD seit 2011 erlebt hat, und sie hat uns auf Level von 2009 gebracht. Jedoch konnten jene Level nicht überwunden werden, um ähnliche Volatilitätslevel wie in 2008 zu erreichen, die sich nicht nur auf den Sterling sondern auch auf andere Währungen negativ ausgewirkt hatten.

Es ist für Investoren für die Zukunft sehr wichtig, zu verstehen was passiert und wer in erster und zweiter Linie bis zur Abstimmung am 23. Juni und darüber hinaus betroffen ist. Während sich zu Recht viel Aufmerksamkeit auf Bewegungen des Sterling richten wird, dürfen wir nicht vergessen, wie effizient die Märkte sein können, wenn sie die Hauptgeschichte einkalkulieren, während sie gleichzeitig extrem ineffizient den Hintergrund der Hauptgeschichte berücksichtigen. Es besteht die Chance, dass die Folgen eines Brexit genauso viel Unruhe bringen werden wie das eigentliche Ergebnis.

-Tyler L. Yell, CMT

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