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Anhaltende Stärke des Euro aufgrund von sich verschlechternden Daten suspekt; EZB wird wahrscheinlich agieren

Fundamentale Prognose für den EUR/USD: Neutral

- Die technische Tendenz im EUR/USD hat so weit zu höheren Wechselkursen geführt …

- … es besteht aber wenig Grund, dem EUR/USD so weit weg vom NEER der EZB zu trauen.

- Vergleicht die Performance des Euro im ersten halben Quartal mit unserer Q1’16 Prognose.

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Der Euro macht nichts anderes, als im Vergleich zu seinen wichtigsten Gegenstücken zu mäandrieren und scheint die Geschehnisse an der Heimfront nicht wahrzunehmen, da es im Ausland (zugegebenermaßen) spannendere Entwicklungen gibt: Der dreiste Versuch der Federal Reserve, die Geldpolitik zu normalisieren, das rasch abnehmende Wachstum in China/den Emerging Markets sowie zunehmende geopolitische Spannungen zwischen den militärischen Supermächten weltweit. All das sorgt für eher für ein ablenkendes Trading-Umfeld, weshalb weniger "auffallende" Entwicklungen leicht übersehen werden können.

Beim genaueren Hinsehen lässt sich erkennen, dass die Eurozone sich nach der Hälfte von Q1’16 zunehmend mit eigenen Schwierigkeiten konfrontiert sieht. Die Wirtschaft der Eurozone wird, ähnlich wie ihr amerikanisches Gegenstück jenseits des Teichs, 2016 einen enttäuschenden Start hinlegen. Gemessen am Citi Economic Surprise Index war das Momentum bei den US-Daten Anfang Jahr das langsamste in zehn Jahren, während das Momentum bei den Daten für die Eurozone nicht viel weniger enttäuschend ist:

Chart 1: Citi Economic Surprise Indizes für Eurozone und USA – 10-Jahres-Saisonalität

Anhaltende Stärke des Euro aufgrund von sich verschlechternden Daten suspekt; EZB wird wahrscheinlich agieren

Das Bild Anfang Jahr, welches schon im Dezember präsent war (und das war beim letzten Policy Meeting der Europäischen Zentralbank im vergangenen Jahr sehr wohl der Fall), spiegelte genug robuste, reale Eurozonen-Daten wieder, um der EZB keinen Grund zum Handeln zu geben. Das ist nach mehreren Wochen mit schwächeren Wirtschaftszahlen nicht mehr der Fall.

Aus der Perspektive des Euro ist es wichtig zu beachten, wieso die EZB ihren Einlagenzinssatz am 3. Dezember senkte – und keine Änderungen vornahm, die über die schon einkalkulierten Markterwartungen für QE hinausgingen. Die Finanzmarktbedingungen, bei denen der EUR/USD zur Zeit des Dezember-Meetings fast -5% unterhalb des EUR/USD NEER der EZB lag (nominaler effektiver Wechselkurs, der die technischen Annahmen für die Wachstums- und Inflationsprognosen der EZB untermauert), wurden nicht als Gegenwind empfunden. Angesichts der robusteren realen Zahlen (ohne Inflation) und des relativ zu seinen technischen Annahmen so tiefen Wechselkurses hielt die EZB es nicht für nötig, ihre “Bazooka” einzusetzen, was den Euro in die Höhe schnellen ließ.

Chart 2: EUR/USD Spotkurs verglichen mit dem EUR/USD NEER der EZB (10. August 2015 bis 10. Februar 2016)

Anhaltende Stärke des Euro aufgrund von sich verschlechternden Daten suspekt; EZB wird wahrscheinlich agieren

Ein stärkerer EUR/USD verlangsamt den Preistransmissionsmechanismus in der Eurozone, was langsam problematisch für die EZB wird, jetzt wo der Spotkurs über den NEER der EZB steigt. Angesichts dessen, dass die technische Annahme für den EZB NEER für 2016 bei $1,0900 liegt, lag der Schlusskurs von $1,1152 letzte Woche +2,31% über der technischen Annahme der EZB für 2016. Beim höchsten Schlusskursniveau letzte Woche lag diese Differenz bei +3,87%. Im Vorfeld der Vorankündigung der EZB für eine Senkung des Einlagezinssatzes bei ihrem Oktober-Meeting schloss der EUR/USD +3,37% über der technischen Annahme der EZB für 2015 (zur jener Zeit: $1,1100).

Während ein Teil oder sogar ein Großteil der Datenabschwächung wahrscheinlich exogenen Kräften zuzuschreiben ist, heißt das nicht, dass die EZB keine Schritte zur Stützung ihrer geldpolitischen Maßnahmen ergreifen wird. Diese Beobachtungen brachten uns zur Überzeugung, dass wir uns langsam einem Bereich nähern, wo EZB-Offizielle beginnen könnten, ihre Stimmen bezüglich des Wechselkurses im Vorfeld des März-Meetings lauter werden zu lassen. Wie wir schon in unserem quartalsweisen Q1'16 Ausblick für den Euro angemerkt hatten, glauben wir, dass ein stärkerer EUR/USD die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Aktion der EZB im März erhöht hat. Die Märkte sind auch dieser Meinung: Die Terminkurse berücksichtigen schon eine weitere EZB-Zinssenkung von 10 Basispunkten beim nächsten Meeting:

Chart 3: EONIA verglichen mit EONIA 1-Monats-FRA

Anhaltende Stärke des Euro aufgrund von sich verschlechternden Daten suspekt; EZB wird wahrscheinlich agieren

Momentan ist ein stärkerer Euro des Euro schlimmster Feind. Je länger der US Dollar unter Druck bleibt – was aus technischer Sicht wahrscheinlicher scheint – desto größer wird das Problem für die EZB mit dem EUR/USD Wechselkurs. Alles in allem wird die EZB im März mehr oder weniger wieder agieren müssen. Angesichts der Tatsache, dass die Märkte schon eine Zinssenkung von 10 Basispunkten einkalkulieren, könnte das jedoch nicht ausreichen, um EUR/USD für längere Zeit niedrig zu halten (, wie schon im Dezember 2015 beobachtet werden konnte). –CV

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