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Es ist es die Bank of Japan gegen den Rest der Welt

Es ist es die Bank of Japan gegen den Rest der Welt

2016-02-13 00:10:00
James Stanley, Währungsstratege
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Es ist es die Bank of Japan gegen den Rest der Welt

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Fundamentaler Ausblick für den Yen: Bullisch

  • Dollar-Yen steht vor dem Abenomics-Test; wird die Bank of Japan da weitermachen, wo sie aufgehört hat und dabei den Zorn der globalen Finanzwelt auf sich ziehen?
  • Der Yen war diese Woche mit hoher Volatilität konfrontiert, während die Aktien besonders unruhig waren.
  • Negative Zinsen werden schnell zu einem abschreckenden Beispiel.
  • Nächste Woche haben wir verschiedene wichtigere und weniger wichtige Veröffentlichungen aus Japan, der Hauptfokus richtet sich jedoch auf die Bank of Japan und die Aussicht auf weitere Interventionen im Gegensatz zu einem stärkeren Yen vor dem Hintergrund weiterer Finanzströme in sichere Häfen und Druck aus China.
  • Long Yen war für 2016 ein populäres Thema für die DailyFX Top Trading Ideen. Während viele dieser Setups schon ausgestoppt wurden, bleiben einige davon immer noch aktiv. Klicken Sie hier, um auf unsere Trading Leitfäden zuzugreifen, die unsere Prognose und unsere Top Trading Ideen für 2016 enthalten.

Das war eine sehr rasante Woche für den Yen, und wenn man das Ganze mal nüchtern betrachtet, war es eine sehr aufregende zweiwöchige Zeitspanne für die japanische Währung. Vor zwei Wochen überraschte die Bank of Japan mit dem Entscheid zu negativen Zinsen. Das war schockierend: wenige hatten das erwartet, und noch weniger Menschen wissen, was das zur Folge haben könnte. In der Woche nach dieser Entscheidung begannen wir, uns ein Bild davon zu machen. Während der Zweck negativer Zinsen ist, überschüssige Bankreserven, die bei der Zentralbank angelegt sind, frei zusetzen, zeugte die tatsächliche Reaktion zeugte aber eher von Angst als von etwas anderem. Eine Abschwächung des Yen, auf die die BoJ wahrscheinlich aus war, war aber nicht die Folge. Stattdessen sahen wir eine massive Aufwertung des Yen.

Diese Woche scheint die Angelegenheit auseinander gefallen zu sein. Aufgrund des stark ansteigenden Yen während der ganzen Woche bis hin zum Donnerstag Morgen schien es, als ob sich ein kompletter Ansturm auf die Währung entwickeln würde. Während der Yen sich zum Dollar letzte Woche um 3,75% verteuerte, war er diesen Donnerstag Morgen schon mit 4,97% im Plus. Doch dann fiel der Yen um 7:19 Uhr (ET), als wenn er von einem Amboss getroffen worden wäre. Dies dauerte etwa drei Minuten und sandte den USD/JPY Trade von 111.39 bis hinauf auf 113.68. Das war eine 2% Range in weniger als drei Minuten.

Die allgemeine Auffassung war zu der Zeit, und das wurde sogar von einigen der populärsten Finanz-Blogs berichtet, dass die Bank of Japan intervenierte, da sie das Gefühl hatte, ein Ansturm auf den Yen stünde bevor. Dies konnte nicht bestätigt werden, und die BoJ behielt sich einen Kommentar bezüglich dieser Angelegenheit vor. Das steht demnach immer noch zur Debatte. Schlussfolgernd gibt es da draußen nicht viel, das eine solch starke und um fassende Bewegung einer Währung in einer so kurzen Zeitspanne bewirken könnte. Dies ist somit ein Faktor, über den wir uns in Zukunft wahrscheinlich streiten werden müssen.

Trotzdem stand die Bank of Japan schon einmal an diesem Punkt. Sie wurde von den G7-Ländern davor gewarnt, ihre Währung künstlich zu schwächen, nur um ihre Exporte zu stützen. Dies geschah im Februar 2013, gerade als die "Abe-nomics" begonnen hatten, die japanische Wirtschaft zu erhitzen. Und wie mein Kollege Kristian Kerr betonte, werden sie eine offensichtliche, offene und schwerfällige Intervention im Hinblick auf ein G20-Meeting Ende dieses Monats vermeiden wollen.

Der andere zu bedenkende Faktor ist China: China war aufgrund des Lunar Neujahr geschlossen, während globale Märkte deutliche Schwäche zeigten. Außerdem zeigten die Chinesischen Währungsreserven einen weiteren massiven Kapitalabfluss im Januar. Angesichts fortdauernder Gegenwinde für China sind weitere Kapitalabflüsse aus dem Land wahrscheinlich, und diese müssen irgendwo hin. In Japan werden diese negativen Zinsen nur auf die Bankeinlagen bei der Zentralbank erhoben und sind noch nicht bis zum individuellen Einlagenhalter durchgesickert. Deshalb könnte die Idee, Bargeld zinslos bei japanischen Banken anzulegen, während China mit weiteren Schwierigkeiten konfrontiert ist, eine wirklich attraktive Investmentoption sein.

Das setzt die Bank of Japan aber unter zusätzlichen Druck, was weitere Interventionen bei den derzeitigen Levels weniger wahrscheinlich macht. Wir passen die Prognose für den Yen auf bullisch an, wie aber schon letzte Woche - muss man sich seinen Platz aussuchen. Das Thema der Yen-Stärke angesichts der fortdauernden Risikoaversion könnte im Vergleich zum US Dollar, dem Britischen Pfund, dem Australischen und dem Neuseeländischen Dollar New Zealand Dollar besonders attraktiv sein. Das gilt auch für jedes synthetische Cross Währungspaar mit einer Emerging Market Währung, wie zum Beispiel dem Südafrikanischen Rand oder dem Mexikanischen Peso. Um so ein synthetisches Cross-Währungspaar zu kreieren, kann ein Trader gleich große (und mit gleichem Risiko) Setups in USD/JPY, in USD/ZAR oder auch in USD/MXN aufeinander abstimmen. Das Ziel ist es, das US Dollar Risiko in jedem Währungspaar zu eliminieren und stattdessen den Peso oder den Rand zum Yen zu verkaufen. Indem also USD/JPY verkauft (short gehen) und USD/ZAR gekauft wird (long gehen), würde der Trader sich in Tat und Wahrheit eine Position in ZAR/JPY aufnehmen.

https://www.dailyfx.com/calendar?ref-author=Stanley

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