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Trading-Gelegenheiten für 2016: AUD/JPY | Carry-Interesse hängt von Zinserhöhungszyklus der Fed ab

Trading-Gelegenheiten für 2016: AUD/JPY | Carry-Interesse hängt von Zinserhöhungszyklus der Fed ab

Michael Boutros, Strategist

Es war für die Märkte ein turbulentes Jahr, trotz all der Volatilität. Der Dow und der S&P sind mit Stand von Mitte Dezember für das Jahr beinahe unverändert. Der Abschluss von 2015 erlebte den ersten Schritt des FOMC in Richtung Normalisierung und hob die Zinsen zum ersten mal seit 2006 an. Doch die ungleichmäßige globale Erholung belässt die Risikoanlagen allgemein auf dem Weg ins Jahr 2016 anfällig, und eine weitere Auflösung von Carry-Trades könnte den AUD/JPY weiterhin tiefer drücken.

Da die Bank of Japan (BoJ) ihre Erwartungen an das Erreichen des 2% Inflationsziels zurückstellt, scheint es, als wenn die Messlatte für eine weitere Ausweitung des Anlagekaufprogramms zu Beginn des Jahres 2016 hoch gesetzt bleibt, denn Gouverneur Kuroda verfolgt weiterhin einen abwartenden Ansatz (JPY-Stärke). Im Gegensatz dazu könnte die Reserve Bank of Australia (RBA) unter verstärkten Druck geraten, die inländische Wirtschaft im nächsten Jahr zu isolieren, während China - Australiens größter Handelspartner - die eigenen Wachstumsprognosen weiterhin beschränkt, wobei die Marktteilnehmer insgesamt von zusätzlicher Unterstützung durch die People’s Bank of China (PBoC) in den nächsten Monaten ausgehen. Als Ergebnis hieraus könnte der Lockerungszyklus im asiatisch/pazifischen Raum - statt einer Anpassung der Geldpolitik an höhere US-Kreditkosten - eine größere Rolle für die Geldpolitik der RBA spielen, denn Gouverneur Glenn Stevens bleibt weiteren Senkungen der Overnight Cash Rate gegenüber offen (AUD-Schwäche).

Trading-Gelegenheiten für 2016: AUD/JPY | Carry-Interesse hängt von Zinserhöhungszyklus der Fed ab

Von einem technischen Standpunkt aus betrachtet hat der AUD/JPY innerhalb der Begrenzung einer breiten und gut definierten Mittellinienformation, die von 2011 stammt, mit einer eingebetteten Pitchfork ab den Hochs von 2013 & 2014 getradet und definiert weiterhin präzise die Neigung dieses Rückgangs. Der Rebound ab dieser Mittellinie im August/September dieses Jahres ließ das Paar eine Rallye bis zu einem kritischen Wendepunkt kurz vor Beginn des Jahres 2016 erleben.

Unmittelbarer Widerstand besteht bei 90/91,20, wobei das 52-wöche Moving Average auf der oberen Mittellinienparallele & dem grundlegenden Kanalwiderstand zusammenläuft. Der allgemeinere Fokus bleibt zur Unterseite gewichtet, solange er sich unterhalb dieser Schwelle befindet und bei einem Bruch unterhalb des Wendenabschlusses der Tief-Woche im September bei 85,47, mit nachfolgenden Zielen im Bereich 81,84-82,80 & dem 50% Retracement des Anstiegs ab dem Tief von 2008 bei 80,16. Eine kritische längerfristige Unterstützungszone liegt tiefer bei 72,05-74,20.

Man beachte, dass das Wochenmomentum in diesem Jahr auf den stärksten überverkauften Wert seit 2008 absank, was darauf hinweist, dass der allgemeinere Anstieg seit den Krisentiefs in der Tat abgeschlossen ist. Ein Bruch über die Trendlinie, die sich ab den Hochs von 2014 erstreckt, invalidiert den direkten Ausblick und riskiert vor einer Wende einen bedeutenden Schub höher. Solch ein Szenario würde Widerstandsziele bei 94,82 anvisieren sowie den Eröffnungskurs von 2015 bei 97,80 und einen eher strukturellen Widerstand nahe der oberen Mittellinienparallele knapp unter 100- (kritisch). Fazit: wir werden auf die Fortsetzung des Rückgangs ab dem Hoch von 2013 warten, während wir uns unterhalb dieser kurzfristigen Widerstandsannäherung mit Ziel auf die Mittellinie befinden. Ein Bruch oberhalb dieses wichtigen, mittelfristigen Wendepunkts riskiert eine Erholung zurück in Richtung des allgemeineren, strukturellen Widerstands.

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