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EUR/USD: Richtung in den nächsten Tagen von VPI der EZ, EZB Reden abhängig

EUR/USD: Richtung in den nächsten Tagen von VPI der EZ, EZB Reden abhängig

2015-11-15 22:45:00
Christopher Vecchio, CFA, Senior Strategist
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EUR/USD: Richtung in den nächsten Tagen von VPI der EZ, EZB Reden abhängig

Fundamentale Prognose für den EUR/USD: Bärisch

- EUR-Crosses haben sich als schwach erweisen, und der EUR/JPY und EUR/USD fassen einen weiteren Rückgang ins Auge.

- Der EUR/USD konsolidiert weiterhin unterhalb des Schlüssellevels $1,0807.

- Halten Sie eine bullische (oder bärische) Tendenz beim Euro, wissen jedoch nicht, welches Paar zu traden? Verwenden Sie einen Euro Währungskorb.

Es war eine gemischte Woche für die EUR-Crosses (EUR/AUD -1,09% auf A$1,5095; EUR/USD +0,34% auf $1,0763; und EUR/CHF +0,54% auf Sf1,0833), wobei die Märkte die jüngste politische Divergenz zwischen der Fed und EZB einkalkuliert haben – die überragenden Arbeitsmarktzahlen für Oktober – während sie auf weitere Hinweise auf den Zeitpunkt warten, wann die Federal Reserve ihre Zinssätze erhöhen könnte und ob die Europäische Zentralbank im Dezember noch mehr lockern wird. Während das Ende der letzten Woche voll von Reden politischer Entscheidungsträger der Fed war, werden die politischen Entscheidungsträger der EZB die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, während wir den Iden des Novembers durchqueren.

Tatsächlich gibt es bis zum Freitag, dem 20. November zwölf Ereignisse mit den geplanten Auftritten von EZB-Offiziellen auf dem Kalender. Beachtenswert ist am Montag die Eröffnungsrede vom Vize-Präsidenten der EZB, Vitor Constancio, bei der Eröffnungskonferenz für die 18. Euro-Finanzwoche. Später am Montag wird EZB-Präsident Mario Draghi beim europäischen runden Tisch der Industriellen sprechen; die Rede von Constancio wird voraussichtlich direkter auf die Politik gerichtet sein. Das Vorstandsmitglied Benoit Couere wird am Montag ebenfalls in Erscheinung treten.

Später in der Woche ist die Agenda stark gefüllt mit EZB-Offiziellen. Am Mittwoch werden die Vorstandsmitglieder Yves Mersch und Sabine Lautenschlager Reden halten; Couere und Peter Praet werden ihre Ansichten am Donnerstag abgeben; und am Freitag werden Draghi, Couere, Praet und Constancio bei verschiedenen Veranstaltungen Rede halten. Obwohl sich nicht alle dieser Reden direkt auf die Geldpolitik beziehen werden, bietet die schiere Menge der Reden dieser politischen Entscheidungsträger genügend Gelegenheiten, um einen gewissen Einblick in die möglichen Geschehnisse im Dezember zu erhalten.

Auf der Datenfront gibt es auf dem Kalender in dieser Woche nichts wichtigeres als die endgültigen Oktober-Zahlen des Verbraucherpreisindexes der Eurozone. Obwohl die Prognosen im Vergleich zur Abweichung der anfänglichen Daten eher optimistisch sind, ist es beachtenswert, dass der EZB-Präsident Draghi letzte Woche einige seltsame Bemerkungen zur Inflation machte.Vor dem Europaparlament am Donnerstag sagte er “die Zeichen einer nachhaltigen Wende in der Core Inflation haben sich etwas abgeschwächt”. Das Problem hier ist, dass die jüngsten Daten diese Aussage nicht stützen: Der VPI Core der EZ steht zurzeit bei +1,0% J/J, sein Jahreshoch nachdem er im April mit +0,6% J/J ein Tief verzeichnet hatte. Könnte dies ein Hinweis darauf sein, dass der Bericht am Montag schlechter als die anfänglichen Zahlen ausfallen wird?

Auch wenn die Kommentare von Draghi keine unmittelbare Schwäche im bevorstehenden VPI-Bericht andeuten, so werden sie zumindest die kürzliche Veränderung im Tonfall der EZB erklären. Wir bemerkten in dieser Kolumne in der vergangenen Woche, dass Draghi Anfang November gesagt hatte, dass “auch wenn die inländische Nachfrage gering bleibt, die Sorgen über die Wachstumsaussichten in den Schwellenmärkten und andere externe Faktoren negative Voraussetzungen für den Ausblick auf das Wachstum und die Inflation bilden”. Im Kontext seiner Kommentare vor dem Europaparlament, scheint es, als ob sich die EZB über die Verlangsamung in ausländischen Märkten und den anhaltend tiefen Energiepreisen sorgt, die die europäischen Daten sehr bald erreichen könnten; diese Probleme haben sich nicht als vorübergehend erwiesen, wie sich die EZB erhofft hatte.

Wenn diese Denkweise der EZB offensichtlich wird, dann bietet diese Woche – mit ihren zwölf Ereignissen mit politischen Entscheidungsträgern – zahlreiche Gelegenheiten für eine Aufklärung gegenüber den Veränderungen, die die EZB bei ihrem Policy Meeting im Dezember beschließen könnte. Auch wenn die EZB tatsächlich entweder eine Senkung des Einlagezinssatzes oder die Aufstockung ihres QE-Programms offenbaren sollte, könnte die EZB ebenfalls die Inflationsprognosen herunterstufen, und die Märkte würden dies als Zeichen dafür werten, dass die EZB bereit ist, kurzfristig erneut zu handeln, sollten die Daten nicht besser werden. Über längere Zeit könnte dies den Eurokurs, allgemein gesprochen, bremsen. –CV

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