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Euro tradet nervös inmitten fallender Inflation und Machenschaften der Zentralbanken

Euro tradet nervös inmitten fallender Inflation und Machenschaften der Zentralbanken

2015-09-06 16:30:00
Christopher Vecchio, CFA, Senior Währungsstratege
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Euro tradet nervös inmitten fallender Inflation und Machenschaften der Zentralbanken

Fundamentaler Ausblick für den Euro: Neutral

- Euro war aufgrund jüngster Entwicklungen an der Inflationsfront bereit, zur Zeit der EZB-Sitzung zu fallen

- Saisonale Forex-Studien für die QE-Ära deuten an, dass September starke Bewegungen unter den Hauptwährungspaaren bringen wird

- Halten Sie eine bullische (oder bärische) Tendenz beim Euro, wissen jedoch nicht, welches Paar zu traden? Verwenden Sie einen Euro Währungskorb.

Neben der schwachen Leistung des EUR/JPY (-2,62%) und EUR/USD (-0,32%), hatte der Euro eine ziemlich starke Woche während der letzten FX Liquidierung der Hochzins- und der Schwellenmarktwährungen. Der EUR/AUD (+2,46%) und der EUR/NZD (+3,38%) führten den Weg nach oben, nachdem die Bedenken über das Wachstum in China und der kollektiven Fähigkeit der Zentralbankem, die Märkte unter Kontrolle zu halten, das Investorensentiment weiter aufwühlten.

Auch wenn der Kalender nun September zeigt und wir bereits wichtige Ereignisse wie die Sitzung der Europäischen Zentralbank und die Veröffentlichung des US Arbeitsmarktberichts für August hinter uns haben, fühlt es sich nicht an, als ob der September bereits begonnen hat. Teilweise könnte dies auf die eigenartigen Termine der letzten Woche der Märkte zurückzuführen sein – die UK-Märkte waren am Montag geschlossen, die chinesischen Märkte waren am Donnerstag und Freitag geschlossen, und die US Märkte werden am Montag geschlossen bleiben – und es gibt einige Hinweise darauf, dass die Beteiligungsquote in diesen Märkten, die offen waren, ziemlich gering war (die Volumenzahlen in den europäischen Aktienmärkten müssen noch ihre "volle" Kapazität von Anfang Sommer zurückerobern).

Normalerweise ist die zweite Septemberwoche die erste volle Handelswoche, und wenn man die Entwicklungen um den Erdball berücksichtigt, scheint es sehr wahrscheinlich, dass die einbrechende Liquiditätswelle ebenfalls die Volatilität stützen sollte, die in den Märkten vorhanden war. Vor allem für den FX scheint sich der Fokus allein auf die Sitzung des FOMC am 17. September zu konzentrieren. In diesem Punkt werden der EUR/USD und die US Aktienmärkte ein ähnliches Schicksal ereilen: Falls die Fed die Zinssätze nicht senkt, wird dies auf Kosten des US Dollars geschehen, und die US Aktien sollten dann eine Rallye verzeichnen.

Der EUR/USD verhielt sich in den letzten Wochen eher wie eine sichere Anlage, auch wenn es im Kontext der Positionierungsdaten klar ist, dass die erhöhte Lage des EUR/USD, zusammen mit dem Rückgang in den Aktienmärkten, ein Symptom dafür ist, dass er eine Niedrigzinswährung zur Finanzierung ist. Die ausländischen Vermögensverwalter, die ihr Kapital in europäische Aktienmärkte investieren, mussten notwendigerweise ihre Long-Positionen in den Eurozonen-Aktien mit einer Short Euro-Position hedgen. Tatsächlich müssen die ausländischen Investoren ihre Long-Investitionen der Eurozonen-Aktien hedgen, damit sie nicht bei der Umrechnung der Währungen nicht benachteiligt werden, wenn sie ihre Positionen verkaufen wollen.

Und tatsächlich sahen wir in den letzten Wochen, dass die Rallye im EUR/USD mit der Short-Abdeckung der Märkte zusammenfiel. Bis zur Woche, die am 1. September endete, hielten die Spekulanten netto 67,9 Tsd. Short-Kontrakte, 70% weniger als bei ihrem höchsten Stand von 226,6 Tsd. Netto-Short-Kontrakten in der Woche, die am 31. März endete; in jüngster Zeit hat die Positionierung um 40% seit ihrem Hoch Mitte August (115,2 Tsd.) abgenommen. Dies kann teilweise auf die breitere Abwicklung der Carry Trades im Hochzins- und Schwellenmarkt-FX zurückzuführen sein (deswegen die faden Leistungen des Aussies und Kiwis gegenüber dem Euro).

Auch nachdem die EZB ihre neue, expansive Ansicht zur Welt auslegt – eine, die die Inflation in den nächsten Jahren auf Kurs halten sollte – wurde die Rolle des Euros als Finanzierungswährung mit der Abwicklung der Carry Trades umgekrempelt. Dies bringt den Euro in eine schwierige Situation, in der er empfindlicher auf ausländische Einflüsse gegen den Hochzins- und Schwellenmarkt-FX reagieren könnte, tradet jedoch eher mit den eigenen Fundamentalaspekten gegen das Britische Pfund, den Japanischen Yen und den US Dollar. In den kommenden Tagen wäre es nicht überraschend, wenn sich die EUR-Crosses einheitlich bewegten (auch wegen EUR-zentrischen Ereignissen). –CV

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