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Euro durch Risiko-Einpreisung infolge der Griechenland-Krise belastet, beinahe wieder QE-getrieben

Euro durch Risiko-Einpreisung infolge der Griechenland-Krise belastet, beinahe wieder QE-getrieben

2015-07-26 23:58:00
Christopher Vecchio, CFA, Senior Währungsstratege
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Euro durch Risiko-Einpreisung infolge der Griechenland-Krise belastet, beinahe wieder QE-getrieben

Fundamentaler Ausblick für den Euro: Neutral

- Nachdem EUR/USD sich nach Wochen der von Griechenland bestimmten Schlagzeilen unterhalb von $1,1000 stabilisiert hat…

- …beginnt der EUR-Komplex allgemein mehr im Sinne des QE-getriebenen Marktes der EZB gehandelt zu werden (aber bis jetzt noch nicht vollständig).

- Halten Sie eine bullische (oder bärische) Tendenz beim Euro, wissen jedoch nicht, welches Paar zu traden? Verwenden Sie einen Euro Währungskorb.

Wenn die letzte Woche ein Hinweis auf das war, was bevorsteht, dann könnten die FX-Märkte am Rande der Rückkehr zu einer vertrauteren Handels-Umgebung sein, die davon bestimmt wird, dass ein Portfolio von Quantitativem Easing (QE) Kanal-Effekte ausgleicht. Nachdem sich um Griechenland der Staub erst einmal gelegt hat, da sich das Land jetzt jeden Tag ein paar Zentimeter darauf zubewegt, die Bedingungen für das EFSF-gestützte Hilfspaket von 86 Millionen Euro zu erfüllen, hat der Euro begonnen, die Belastung abzuschütteln, von den Griechenland-bezogenen Headlines getrieben zu sein.

Die EUR-Kurse waren von der allgemeinen Wahrnehmung getrieben, dass der Euro selbst eine Finanzierungswährung ist, und es ist noch immer wahrscheinlich, dass dies weiterhin einen Einfluss hat. Doch um diese Umgebung wieder zu erreichen, sind ein bis zwei Hürden zu überwinden, und das ist der Fallout davon, dass die Märkte von den Entwicklungen in Griechenland stark gefesselt wurden.

Jenseits, dass der US-Dollar in der Woche, nachdem die Arbeitsmarktdaten deutlich auf eine gute Chance für einen sehr starken nicht-landwirtschaftlichen Arbeitsmarktbericht für den Juli hingewiesen haben, einen deutlichen Kursanstieg erlebt hat und es daher eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine Zinsanhebung durch die Federal Reserve im Jahr 2015 gibt, bewegten sich die Euro-Paarungen (mit Ausnahme von EUR/USD) gemeinsam nach oben. Während die Euro-Paarungen anstiegen, ereigneten sich diese Woche zwei weitere Dinge: Die Renditen in Europa und die Aktienmärkte auf der ganzen Welt bewegten sich nach unten.

Worauf diese Preisbewegung über Anlage-Klassen hinweg hindeutet, ist eine Umpreisung des Risikospektrums in einer Welt ohne Grexit. Nachdem die Renditen sowohl im Kern wie auch an den Rändern wochenlang mit Hinblick auf die Griechenland-bezogenen Headlines angestiegen sind, entfachten die Entfernung des Katalysators Griechenland und die größere Wahrscheinlichkeit, dass dieses Ergebnis übergreift, die Nachfrage nach Euro-denominierten Schuldpapieren.

Die Kettenreaktion liegt jetzt offen: Nun, nachdem Staatsschuldpaiere im Kern und am Rande Europas die Wahrscheinlichkeit eines negativen Events hinsichtlich Griechenland überschätzt haben (daher die niedrigeren Preise und höheren Renditen), machte es Sinn für Händler/Investoren/Fond-Manager, die Belastungen in ihren Portfolios auszugleichen. Aktien auf der ganzen Welt wurden verkauft, um Kapital zu beschaffen (das erklärt die nachgebenden Aktienmärkte), dieses Kapital wurde in Euros getauscht (daher die Rallye bei den Euro-Paarungen); und dieses umgetauschte Kapitel wurde in anscheinend unterbewertete Anleihemärkte investiert (was den Verfall der europäischen Renditen erklärt).

In einer wahrhaft bullischen Welt, getrieben davon, dass ein QE-Portfolio Kanaleffekte ausgleicht, würde der Euro inmitten sinkender Renditen und stärkerer Aktienmärkte an Wert verlieren (was sich in der Zeit von Dezember bis Anfang März abgespielt hat)(oder umgekehrt: Der Euro steigt inmitten höherer Renditen und schwächerer Aktienmärkte, was wir von März bis Juni erlebt haben). Ein Marktumfeld jedoch, in dem der Euro bei gleichzeitig sinkenden Renditen und schwächeren Aktienmärkten steigt, zeigt, das Griechenlands Einfluss auf Marktkräfte sich noch nicht vollständig zurückentwickelt hat. –CV

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