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Gold taucht nach Fed und starkem USD auf neue Jahrestiefs ab - 1100 im Blickfeld

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Michael Boutros, Strategist

Fundamentale Prognose für Gold: Bärisch

  • Bricht der Goldkurs oder nicht? - Das ist die Frage
  • Gold zielt auf Jahrestief, da Fed Zinsanhebung signalisiert
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Der Goldkurs ist in der vierten Woche in Folge gefallen, und das Edelmetall hat mehr als 2,6% verloren und tradete vor Handelsschluss in New York am Freitag bei $1331. Die Verluste kommen inmitten von anhaltender Stärke des Greenbacks, wobei der Dow Jones FXCM U.S. Dollar Index ebenso eine vierte Woche mit Zuwächsen bis zu neuen Monatshochs kennzeichnet. Das jüngste Kursverhalten lässt vermuten, dass die Widerstandskraft im USD weiterhin die Marktvolatilität antreiben könnte, während die Fed Haushalte und Unternehmen auf höhere Kreditkosten vorbereitet.

Die halbjährliche Humphrey-Hawkins Stellungnahme vor dem House Financial Services Committee & dem Senate Banking Committee unterstützt zusätzlich eine Zinserhöhung in 2015, wobei die Vorsitzende der Fed, Janet Yellen, weiterhin einen positiven Ausblick für die Wirtschaft beibehält. Da Yellen keine Bedenken hinsichtlich der schwachen Inflation darlegte, wird die Flaute größtenteils "vorübergehenden" Faktoren angerechnet, wobei das Komitee im zweiten Halbjahr ein insgesamt stärkeres Preiswachstum erwartet. Da die Fed das Ende der Nullzinspolitik (ZIRP) später in diesem Jahr anstrebt, ist es möglich, dass das bullische Sentiment um den Greenback weiterhin die Attraktivität von Gold trübt und das Risiko für neue Tiefs in 2015 erhöht.

Trotz des begrenzten U.S. Eventrisikos in der nächsten Woche, wird Gold kaum einen bedeutenden Zuschlag erhalten, nachdem es scheiterte, sich oberhalb des Tiefs vom März (1142) zu halten. Möglicherweise wird das Edelmetall in den kommenden Tagen weiterhin bei allgemeinen Rückgängen der globalen Rohstoffkurse nach einer Unterstützung suchen.

Von einem technischen Stand betrachtet, ist Gold unter die Schlüsselunterstützung gebrochen, und der erlittene technische Schaden belässt den Kurs anfällig, solange unterhalb von 1150. Man achte auf zwischenzeitliche Unterstützung bei 1130 Anfang der nächsten Woche, wo das Swing-Tief von 2014 mit der unteren Mittellinien-Parallele ab dem Tief im Juni zusammenläuft. Ein Rebound ab diesem Level könnte in den Karten stehen, doch das allgemeinere Bild bleibt zur Short-Seite gewichtet, wobei nachfolgende Unterstützungsziele bei der 1,618% Extension ab den Hochs in 2014 bei 1100, gestützt von 1044/54, ins Auge gefasst werden. Ein Bruch über das Hoch dieser Woche bei 1164 wäre nötig, um den Fokus zurück zur Long-Seite von Gold zu verschieben.

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