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Die chinesischen Märkte gerieten in den letzten vier Wochen unter die Räder. Die starken Verkäufe plagten den inländischen Aktienmarkt trotz der unermüdlichen Bemühungen der Regulatoren und der Regierung, die Panik aufzuhalten. Die Eröffnung am Mittwoch war nicht anders. Nach der Beurteilung des Sentiments über Nacht und mit der Befürchtung auf einen weiteren Absturz zu Beginn der Handelszeit, unternahm die China Securities Regulatory Commission (CSRC) angeblich außerordentliche Schritte und fror den Handel bei 43 Prozent der Aktien im gesamten Aktienmarkt ein.

Trotz der Anstrengungen eröffneten der Shanghai Composite und CSI 300 dennoch deutlich tiefer. Der anfängliche Rückgang für den Benchmark Index betrug schmerzvolle 7 Prozent. Mit den vorhandenen Markteinschränkungen erreichten viele Aktien die Untergrenze von 10%, die das Trading für den Rest der Handelszeit aufhalten würde (wobei sie erst am nächsten Tag wieder eröffnen). Einigen Schätzungen zufolge wurde zwischen der Einfrierung vor Handelseröffnung und den Handelszeiten-Limits 89 Prozent des Markts geschlossen.

China ergreift zunehmend drastische Maßnahmen zur Bekämpfung des Absturzes im Aktienmarkt

Bis die erste Bewegung nach der Eröffnung am Morgen vorbei war, stießen die Tagesverluste auf den Gesamtrückgang des Hochs vom 12. Juni auf 34 Prozent. Bis zum letzten Freitag war der drei Wochen anhaltende Rückgang im Shanghai Composite kumulativ der größte Verlust in einer so kurzen Zeitspanne seit 1992. Es gibt ein besorgniserregendes Momentum und ein Ausmaß hinter dieser Bewegung, die damit drohen, ein größeres Feuer im Markt zu schüren und möglicherweise auf das globale Finanzsystem auszustrahlen.

Eine Unterstützung, die nicht hält

Das wirklich Besorgniserregende ist, dass dieser Absturz trotz zahlreicher Bemühungen der Behörden im Laufe der letzten Wochen fortfährt. Über das Wochenende vom 27. Juni wurde von der People's Bank of China eine 'traditionelle' Maßnahme ergriffen, als sie eine Senkung um 25 Basispunkte im Einjahres-Einlagensatz auf 4,85 Prozent ankündigte. Danach wurden die Maßnahmen zunehmend unorthodox. Am letzten Wochenende kündigten Chinas größte Broker an, dass sie gemeinsam 15 Prozent ihres Netto-Kapitals in den Aktienmarkt investieren würden, wobei die Investmentfonds bald nachziehen würden.

Mehr Kapital hinzuzufügen, um die Stabilität zu stützen, scheint der bevorzugte Ansatz zu sein. Der Staatsfond sollte angeblich Kapital ins System einbringen (noch vor den Bemühungen der Broker) und Chinas Securities Finance Corporation kündigte heute morgen an, dass sie auf der Suche nach mehr als 500 Milliarden Yuan ist, um den Markt zu unterstützen.

Vielleicht ist es schon zu spät, aber die Regulatoren haben auch Schritte unternommen, um das spekulative Interesse zu bremsen – falls sich das Sentiment erholt – indem sie Bremsen im Margin-Trading einführten und IPOs einfroren.

Das Grundproblem

Die Bemühungen der Regierung sind beträchtlich, und die Unterstützung wird voraussichtlich noch zunehmen. Dennoch, das große Problem liegt am moralischen Risiko und einer generellen Blase innerhalb des chinesischen Finanzsystems. Vom Standpunkt des moralischen Risikos aus wurde der Run in die Kapitalmärkte, die ihre globalen Gegenstücke bis letzten Monat deutlich übertroffen hatten, von einer enormen spekulativen Neigung gefördert. In der nachstehenden Grafik sehen wir den unglaublichen Anstieg des Shanghai Composites zusammen mit der Anzahl neuer Trading-Konten für A-Aktien (lokal), die jede Woche eröffnet worden waren.

China ergreift zunehmend drastische Maßnahmen zur Bekämpfung des Absturzes im Aktienmarkt

Die Medien berichteten laufend über die Art Trader, die auf diesen Markt aufsprang. Viele hatten wenig bis gar keine Erfahrung mit Aktienmärkten, und einige wenige hatten Erfahrungen mit einer bescheidenen Marktkorrektur – aber nicht in starken Retracements. Was die Sache noch komplizierter machte war, dass der Appetit auf Aktien gleichzeitig mit der Einführung des Margin-Trading stattfand (Kreditaufnahme zur Spekulation). Das Leverage ist ein normales Werkzeug für die Märkte in Industrieländern, kann jedoch auch die Instabilität in Retracements fördern.

China ergreift zunehmend drastische Maßnahmen zur Bekämpfung des Absturzes im Aktienmarkt

Blasen in China

Obwohl es verschiedene Definitionen für den Begriff 'Blase' gibt, wäre es unpassend zu sagen, dass der Anstieg der Aktien in China im im Laufe des Junis eine Blase war. Nach der Beurteilung des 'Wanns', wann ein solcher aufgeblähter Markt zerplatzt, stellt sich danach die Frage nach 'wie weit' sie sich entleert. Dies hängt normalerweise vom notwendigen Schuldenabbau und den Maßnahmen der Regulatoren in Bezug auf die mögliche Verringerung des moralischen Risikos ab. Die Spekulanten drängten sich in den kürzlich eröffneten Aktienmarkt in der Hoffnung, rasch viel Gewinn zu machen. Der Zustrom war sehr groß, und gemäß Schätzungen waren 4 von 5 Investoren im Markt Einzelpersonen mit weniger Erfahrung und Geldmitteln.

Wenn wir die sozialwirtschaftlichen Auswirkungen der erlittenen Verluste mit der neuen Demografie der Aktieninvestoren berücksichtigen, haben die Offiziellen kaum eine andere Wahl als zu versuchen, den Markt zu stützen. Die ist jedoch eine zunehmend bekannte Bemühung, die eine übermäßige Risikobereitschaft und eine künftige Blase fördern kann. Diese Aktienblase ist nur die letzte einer Reihe Exzesse in anderen Sektoren in den vergangenen Jahren. Wirtschaftliche Kontrollen, Staatssubventionen und Zugang zu billigen Krediten führten zur Blase in Immobilien- und Kreditmärkten. Nachdem die Regulatoren eine Welle Non-Performing Loans (NPLs) auf sich zukommen sahen, begannen sie, rigoros durchzugreifen. Es ist immer noch unklar, ob diese anderen Bereiche gerettet wurden, sich langsam entleeren oder künftig vor einem Problem stehen werden.

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Ansteckungsgefahr

Das Risiko im chinesischen Finanzsystem hält nicht an den Grenzen eine Volkswirtschaft. Obwohl deutliche Unterschiede zwischen China und seinen globalen Gegenstücken bestehen – zur Erhaltung der Stabilität in seinem befehlerischen Ansatz zur Kontrolle der Volkswirtschaft – stoppt das Sentiment nicht mit Kapitalbarrieren. China war ein Wirtschaftsführer und ein Vorbild der Stabilität während der Großen Finanziellen Erholung und in den ersten Jahren der Erholung. Sein jüngster Fortschritt markierte ebenfalls einen Optimismus in Bezug darauf, dass in der Welt immer noch Wert zu finden ist.

Im Laufe des Jahres 2015 erhöhte sich die Skepsis unter den spekulativen Rängen. Und viele globalen Benchmarks hielten sich zurück, als der Shanghai Composite raketenartig anstieg. Im darauffolgenden Absturz müssen wir erst noch sehen, ob die anderen Regionen in ähnlichem Ausmaß betroffen sein werden. Die Verluste werden jedoch via Direktinvestitionen durchsickern, Anlagen, die dazu bestimmt sind, lokale Benchmarks widerzuspiegeln durch das geteilte Vertrauen in die Schwellenmärkte. Wenn wir erkennen, dass sich die Angst auf die weltgrößten Marktbarometer überträgt, wird sich die Situation stark verschlechtern. Halten Sie ein wachsames Auge auf den Nikkei 225, FTSE 100 und S&P 500, um die Ansteckung zu überwachen.

China ergreift zunehmend drastische Maßnahmen zur Bekämpfung des Absturzes im Aktienmarkt  China ergreift zunehmend drastische Maßnahmen zur Bekämpfung des Absturzes im Aktienmarkt