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Australischer Dollar orientiert sich an Nachrichten zu Griechenland, US Arbeitsmarktzahlen

Australischer Dollar orientiert sich an Nachrichten zu Griechenland, US Arbeitsmarktzahlen

2015-06-26 20:40:00
Ilya Spivak, Senior Währungsstratege
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Australischer Dollar orientiert sich an Nachrichten zu Griechenland und US Arbeitsmarktzahlen

Fundamentale Prognose für den Australischen Dollar: Neutral

  • Australischer Dollar achtet auf Risikoneigungstrends für Orientierung
  • Ergebnis zu Griechenlands Schuldenkrise, US Arbeitsmarktbericht wird Sentiment steuern
  • Finden Sie wichtige Wendepunkte im Australischen Dollar mit dem DailyFX SSI

Eine weitere, relativ ruhige Woche bezüglich inländischer Daten wird den Australischen Dollar wohl dazu veranlassen, für Orientierung auf die externen Kräfte zu achten. Zwei Themen dominieren weiterhin die globale Landschaft: Die laufenden Verhandlungen zwischen Griechenland und seinen Geldgebern der EU/IWF/EZB und die Spekulation über den wahrscheinlichen Zeitplan für die erste Zinserhöhung der Fed nach dem QE. Die Entwicklungen auf beiden Seiten könnten eine Volatilität in den Sentiment-Trends auslösen, die die Aktivität in der vom Risiko gesteuerten Währung erhöhen könnte.

Auf der griechischen Front wird der Ton von einer weiteren Dringlichkeitssitzung der Eurogruppe über das Wochenende angegeben. Falls eine Einigung scheitert, könnte Griechenland zahlungsunfähig und aus der Eurozone gezwungen werden, was bisher noch unbekannte Konsequenzen nach sich ziehen würde. Hinweise auf einen Fortschritt vor Ablauf der Zahlungsfrist für die €1,6 Milliarden an den IWF Ende Juni und dem Ablauf des Bailout-Programms zur Wochenmitte könnte das Sentiment stützen, während sich die Gefahr einer Ungewissheit abbaut. Dies könnte den Aussie höher treiben. Ein Scheitern ohne Spielraum für weitere Manöver würde wohl das Gegenteil bewirken.

In Bezug auf die USA, so interpretierten die Trader die Ankündigung des FOMC im Juni als allgemein expansiv. Das wichtigste Mitbringsel daraus scheint darin zu bestehen, dass der von den Offiziellen vorgesehene Weg für Zinserhöhungen im nächsten Jahr gegenüber ihrer Beurteilung im März abgeflacht wurde. Ein kritischer Faktor scheint jedoch vom Radar ignoriert zu werden: Die Vorsitzende Janet Yellen und Konsorten fordern weiterhin zwei Zinserhöhungen noch in 2015.

Diese Situation ähnelt stark der von 2014. Damals erwarteten die Investoren ebenfalls, dass das FOMC den "Taper" der QE Anleihenkäufe nach einem enttäuschenden Jahresbeginn verzögern oder zumindest verlangsamen würden. Die Zentralbank hielt jedoch am Abbau des QE wie geplant fest und sagte, die Verlangsamung sei nur vorübergehend gewesen. Die Reaktion der politischen Entscheidungsträger nach der kurzzeitigen Verschlechterung in diesem Jahr war praktisch identisch. Somit ist es plausibel anzunehmen, dass die Fed ihre Zinsen, wie vor dem Fehltritt im ersten Quartal geplant, erhöhen wird, so wie es in 2014 geschah.

Die Bemerkungen der Fed Anfang 2015 deuteten auf eine Straffung um Mitte des Jahres hin. Das bedeutet dass, falls die Ähnlichkeit mit 2014 standhält, eine Zinserhöhung bei der Juli-Sitzung des FOMC kommen könnte. Der Plan der Fed, einen allmählichen Ansatz und zwei Zinserhöhungen umzusetzen, erhöhen die Chancen noch zusätzlich. Nachdem nur noch vier Sitzungen in diesem Jahr abgehalten werden, müsste die Zentralbank mit der Normalisierung im Juli beginnen, falls sie an ihrem Plan festhalten will, und dann eine weitere Erhöhung im Oktober ankündigen. Dies steht in starkem Kontrast mit dem notierten Ausblick, der eine einzige Zinserhöhung am Ende des vierten Quartals vorsieht.

Die kommende Woche wird zahlreiche Nachrichten bringen, die diese Lücke füllen könnten. Die Zahlen aus den USA zu den Immobilienverkäufen, Verbrauchervertrauen und Aktivität des verarbeitenden Gewerbes werden den Weg zum mit Spannung erwarteten Beschäftigungsbericht führen. Die Prognosen der Wirtschaftsexperten zeigen eine Zunahme bei den Nonfarm Payrolls von 227.000 Stellen im Juni, ein leichter Rückgang von den 280.000 neuen Stellen, die im Vormonat ausgewiesen wurden. Die Nachrichten aus den USA haben sich gegenüber den Erwartungen seit Mitte Mai verbessert, was positive Überraschungen ermöglicht. Dies könnte die Wetten auf eine Zinserhöhung der Fed erhöhen und eine Risikoaversion auslösen, was den Aussie belasten würde.

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