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Australischer Dollar verfolgt Risikotrends mit US-Daten, Griechenland im Fokus

Australischer Dollar verfolgt Risikotrends mit US-Daten, Griechenland im Fokus

2015-06-19 20:05:00
Ilya Spivak, Senior Währungsstratege
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Australischer Dollar verfolgt Risikotrends mit US-Daten, Griechenland im Fokus

Fundamentale Prognose für den Australischen Dollar: Neutral

  • Positive Nachrichten aus den USA könnten Fed-Ausblick verbessern und Risikoaversion auslösen
  • Australischer Dollar verfolgt Reaktion des Sentiments zu Entwicklungen in Griechenland
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Ein ruhiger Wirtschaftskalender im Inland in der kommenden Woche wird den Australischen Dollar wohl dazu veranlassen, externe Treiber für eine Orientierung zu suchen. Die anhaltenden Spekulationen über die Richtung der Fed Geldpolitik nach der Sitzung des FOMC der letzten Woche und die anhaltenden Verhandlungen zur Schuldenkrise Griechenlands werden voraussichtlich im Mittelpunkt stehen.

In beiden Fällen wird der Aussie wohl sinken, egal welche Nachrichten zur einer marktweiten Risikoneigung führen. Tatsächlich steht die Korrelation zwischen dem Durchschnittswert der Währung und dem seiner Gegenstücke und der MSCI Weltaktienindex – ein Maßstab für die Sentiment Trends – nun auf einem Sechsmonatshoch von 0,84 (in laufenden 20-Tages-Studien).

Auf der politischen Front der Fed, wird eine Datenreihe den Investoren helfen, ihre Ansichten zu den Wirtschaftsaktivitätstrends zu bilden und beurteilen, ob die Fed das Wachstum als dauerhaft genug ansieht, um höhere Kreditkosten zu absorbieren. Die Daten zu den Immobilienverkäufen, Aufträgen Gebrauchsgüter und Verbrauchervertrauen stehen im Mittelpunkt, aber es werden auch noch zahlreiche zweitrangige Indikatoren veröffentlicht werden.

Wovon Trader von der Ankündigung des FOMC der letzten Woche am meisten profitieren konnte, schien die Tatsache, dass die erwartete Straffungskurve in den kommenden Jahren gegenüber der Beurteilung der Fed im März abgeflacht ist. Dies wurde allgemein als expansives Resultat gewertet. Die politischen Entscheidungsträger forderten jedoch ebenfalls eine Zinserhöhung in 2015, was irgendwie nicht vom Radar aufgenommen wurde.

Es werden nur noch vier Sitzungen in diesem Jahr abgehalten, und die Fed Funds Futures zeigen die Wetten auf eine einzige Zinserhöhung im Dezember hin, also gibt es reichlich Spielraum für eine restriktive Überraschung, falls die Nachrichten positiv überraschen sollten. Die US-Daten haben sich seit Mitte Mai gegenüber den Konsensprognosen deutlich verbessert, was genau ein solches Ergebnis möglich macht, und dies könnte die Risikoneigung verringern und den Aussie belasten.

In Bezug auf Griechenland scheinen die Märkte vorläufig ziemlich optimistisch zu sein, obwohl die Pattsituation zwischen Athen und den Kreditgebern anhält. Es fehlen nur noch etwas weniger als zwei Wochen, bis das aktuelle Bailout-Programm und die Frist für die Rückzahlung von €1,6 Milliarden zum IWF ablaufen. Dies scheint für die Investoren eine rote Linie darzustellen. In der Zwischenzeit scheinen Trader eher auf einen Kompromiss in 11. Stunde zu warten.

Die Kursbewegung sollte somit relativ schwach sein, solange das Gezänk weitergeht und ein enger Zeitplan die Hoffnung aufrecht erhält. Ein klarer Durchbruch in Richtung einer Einigung oder ein offizielles Scheitern ohne Spielraum für weitere Manöver wird jedoch die Volatilität erhöhen. Unnötig zu sagen, dass die Verhinderung des “Grexits” die Risikoneigung und den Aussie stützen würde. Die Alternative deutet auf Verluste hin.

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