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Volatilität beim Australischen Dollar im Vorfeld der RBA-Sitzung, China PMI und US-Arbeitsmarktdaten

Volatilität beim Australischen Dollar im Vorfeld der RBA-Sitzung, China PMI und US-Arbeitsmarktdaten

2015-05-29 20:30:00
Ilya Spivak, Senior Währungsstratege
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Volatilität beim Australischen Dollar im Vorfeld der RBA-Sitzung, China PMI und US-Arbeitsmarktdaten

Fundamentale Prognose für den Australischen Dollar: Neutral

  • Der Australische Dollar könnte nachgeben, falls die RBA überraschend den Zinssatz senkt
  • Der Chinese PMI und die Arbeitsmarktzahlen aus den USA dürften für Volatilität beim Aussie sorgen
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Der Australische Dollar muss sich auf eine Woche mit heftiger Volatilität gefasst machen, da der Wirtschaftskalender randvoll ist mit inländischen und externen Eventrisiken. An der Heimatfront steht die geldpolitische Ankündigung der RBA im Mittelpunkt. Daneben drohen die chinesischen PMI-Zahlen und die Veröffentlichung einer Reihe von vielbeachteten US-Kennzahlen, unter denen der mit Spannung erwartete Arbeitsmarktbericht besonders hervor sticht, den australischen Markt von außen zu erschüttern.

Es wird allgemein erwartet, dass die RBA den Benchmark-Zinssatz unverändert bei 2 Prozent belässt. Die konjunkturelle Entwicklung Australiens blieb seit der Zentralbanksitzung Anfang Mai zunehmend hinter den Konsenserwartungen zurück, was die Renditen der Frontend-Anleihen deutlich drückte, eine Reaktion auf die zunehmenden Spekulationen um weitere Lockerungsmaßnahmen. Indikatoren für den eingepreisten Ausblick, die auf OIS und Futures beruhen, legen nahe, dass Trader dem Konsens der Wirtschaftsexperten bezüglich des unveränderten Leitzinses beipflichten. Dies bedeutet aber auch, dass eine überraschende Zinssenkung das Potenzial hat, den Aussie auf Talfahrt zu schicken.

Was China betrifft, sind die geringfügigen Verbesserungen sowohl bei der offiziellen als auch bei der von der HSBC erstellten Version des Herstellungs-PMIs für den März bereits einkalkuliert. Die tatsächlichen wirtschaftlichen Kennzahlen haben sich seit Anfang März im Vergleich zu den vorhergesagten Werten stark verschlechtert, was darauf hinweist, dass die Modelle der Analysten das Ausmaß der Konjunkturabkühlung in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft unterschätzen. Dadurch sind abseitige Überraschungen vorprogrammiert, die den Aussie abstrafen könnten. China ist Australiens größter Handelspartner. Die gedämpfte Konjunkturentwicklung in China könnte Befürchtungen Nahrung bieten, dass diese Entwicklung auch auf den fünften Kontinent übergreift.

In den USA schließlich stehen eine ganze Reihe an vielbeachteten Aktivitätsindikatoren zur Veröffentlichung an, einschließlich der ISM-Kennzahlen für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor sowie des regionalen Fed-Konjunkturberichts Beige Book, gefolgt von den Arbeitsmarktzahlen für den Mai. Wirtschaftsexperten erwarten, dass in den USA im Mai 223.000 Stellen neu hinzugekommen sind, was dem Ergebnis des April entsprechen würde. Frühindikatoren weisen jedoch darauf hin, dass die Zahl der geschaffenen Stellen stärker gestiegen ist. Tatsächlich geht man davon aus, dass die Zunahme des Einstellungstempos im Dienstleistungssektor (der beinahe Dreiviertel aller Arbeiter und Angestellten umfasst), den höchsten Wert seit Juni 2014 erreicht hat.

Falls dies eine aufseitige Überraschung ankündigt, könnte der Aussie nachgeben, da ein Vorziehen des vom Markt erwarteten Zeitrahmens für den Beginn der Zinssatzerhöhung seitens der Federal Reserve die Risikoneigung dämpfen und die sentimentabhängige Einheit abstrafen würde. Es soll jedoch erwähnt werden, dass die COT-Positionsdaten andeuten, dass die Erholung des USD Mitte Mai vor dem Hintergrund einer sinkenden spekulativen netto-long Aussetzung stattfand. Darüber hinaus haben sich die Fed-Fonds Futures seit einer Kursspitze im Oktober kaum von der Stelle bewegt, selbst nachdem der Greenback ein Monatshoch erreichte. Dadurch stellt sich die Frage, ob die Wirtschaftsereignisse in den USA überhaupt einen nachhaltigen Effekt erzielen können, zumindest für den Moment.

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