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EUR/USD attraktiv aufgrund Deckungspotenzial, nicht aufgrund von Renditeaussichten

Fundamentale Prognose für den Euro: Neutral

- Die EZB Pressekonferenz führte zunächst zu begrenzter Volatilität, doch der EUR/USD stieg letztendlich.

- Die bärische, technische Formation im USDOLLAR Index deutet auf einen stärkeren EUR/USD.

- Halten Sie eine bullische (oder bärische) Tendenz beim Euro und wissen nicht, welches Paar Sie traden sollen? Verwenden Sie einen Euro Währungskorb.

Der Euro trat in der letzten Woche auf der Stelle und verlor gegen die Hälfte seiner Hauptgegenspieler an Boden und stieg ein wenig gegen die anderen Drei. Die schlechteste Performance ergab sich gegen den Schweizer Franken (EUR/CHF -0,91%), während die beste Leistung sich gegen den US Dollar (EUR/USD +1,87%) zeigte. In einer Woche voller Zwist – ob nun auf politischer Seite, mit weiterem Schuldengezänke in Griechenland, oder auf der geldpolitischen Seite, in Form eines dritten Meetings der Europäischen Zentralbank in diesem Jahr – der Euro fuhr ziemlich gut, allgemein betrachtet.

Hinsichtlich der EZB Sitzung machte Präsident Mario Draghi es ziemlich klar, dass das im Markt geborene Gerede um eine Kürzung des QE-Programms noch vor dem angestammten Ende im September 2016 bestenfalls frühzeitig und schlimmstenfalls fehlgeleitet war. Bevor die Anlagekäufe beendet werden, muss die EZB eine Stabilisierung bei der tatsächlichen und der erwarteten Inflation sehen, was bisher nicht eingetreten ist: Die Kerninflation steht nur bei +0,6% J/J, und die 5J/5J Inflationsswaps schlossen die Woche bei 1,693%, direkt bei dem Vierwochen-/20-Tage-Durchschnitt von 1,678%. "Taper-Gerede" wird wohl realistischer werden, sobald die Kerninflation die Schwelle von +1,2% J/J überschreitet, oder falls die 5J/5J Inflationsswaps sich über die 1,800% hinaus bewegen.

Vorläufig bleibt der Euro gegen einen Korb mit seinen wichtigen Gegenspielern schwach, aufgrund des nachlassenden Rendite-Anreizes und der weiteren Kristallisierung als Finanzierungswährung. Der Euro hat seinen Anreiz als Wachstumswährung verloren, da das Differential zwischen dem Short-Ende und dem Long-Ende der Zinskurve (in Deutschland fiel der 2s10s Spread am Freitag auf 0,347% von 0,638% am 1. Januar) abnimmt. Der Anreiz als Finanzierungswährung steigt, da die die Zinsen beim Long-Ende in den Negativbereich fallen (deutsche Renditen sind seit 9 Jahren negativ).

Der Fall der Staatsrenditen reduziert die Nachfrage nach dem Euro. Da die nominalen Zinsen fallen und die Inflationserwartungen sich stabil halten (und sogar leicht steigen), nehmen reale Renditen für festverzinsliche Anlagen ab; dies wiederum schürt die Nachfrage nach höher verzinslichen / riskanteren EUR-geführten Anlagen, wie Aktien, oder zwingt die Investoren der Eurozone außerhalb der Region nach Gelegenheiten zu suchen – was bedeutet, dass Kapital von Euro in Fremdwährungen gewechselt werden muss. Dies nennt sich der “Portfolioausgleichseffekt”, den EZB-Präsident Mario Draghi seit Beginn des Jahres diskutiert.

Der Anreiz des Euro ist somit in der überzogenen Short-Position, die aktuell im Markt besteht, verwurzelt, was zumindest in Zusammenhang mit dem EUR/USD die Deckung ganz kurzfristig beschleunigen könnte (wie erneut in der letzten Woche ersichtlich war). Mit Stand vom 14. März hielten die Spekulanten der Futures Märkte 212,3 Tsd. netto-short Kontrakte, gesunken von den 215,3 Tsd. eine Woche zuvor (und gesunken von den 226,6 Tsd. der Woche, die am 31. März 2015 endete). Ansonsten sehen die Marktteilnehmer den Fall der Renditen in der Eurozone als ein Zeichen, dass die EZB die Zinsen für einen längeren Zeitraum halten wird - wesentlich länger als das angenommene Ende des QE-Programms im September 2016. Der Morgan Stanley Index "Monate bis zur ersten Zinserhöhung" steht aktuell bei 56,5, was eine Zinserhöhung frühestens im Dezember 2019 oder Januar 2020 vermuten lässt. –CV

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