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  • Bedrohung eines Staatsbankrotts Griechenlands verschärft sich wegen mangelndem Fortschritt stark
  • Angst vor einem Bankrott könnte sich verwirklichen, da Investoren das griechische Bankensystem meiden
  • Volatilität scheint fast garantiert vor kritischen Daten zwischen 9. und 16. April

Griechenland hat fast kein Bargeld mehr und verhandelt einen dritten Bailout mit der Arbeitsgruppe der Eurozone. Die Latte wurde vor kritischen Fristen der nächsten Woche sehr hoch gesetzt. Was sind die wichtigsten Gefahren? Und warum sollten Trader die Positionsgröße und das Leverage in Euro-Paaren kontrollieren?

Die Gefahr einer Volatilität ist hoch, da Griechenland vor einem möglichen Bankrott steht und droht aus der Eurozone auszutreten

Wenn Griechenland es nicht schafft, ein zusätzliches Bailout zu erhalten, so wird das Geld ausgehen und das Land Bankrott gehen — und dies würde wohl zum Austritt aus der Eurozone führen und eine starke Unruhe innerhalb der Finanzmärkte auslösen. Die Schätzungen variieren, aber wir erachten die Gefahr eines griechischen Bankrotts zwischen dem 9. und 16. April als sehr hoch.

Kurzfristiger Zeitplan zeigt 9. bis 16. April als kritische Periode

9. April – Griechenland sollte dem IWF gemäß den Bedingungen der ersten Bailout-Vereinbarung 460 Mio. zahlen.

13. April – Die Laufzeit von €1.400 Mio. griechischer Kurzzeit-Staatsanleihen läuft ab, was Griechenland dazu zwingt, eine neue Schuld aufzunehmen, aber die deutliche Ungewissheit um die Schuldenverhandlungen verringern die Nachfrage der Investoren.

16. April – Weitere 1.000 Mio. griechischer Staatsanleihen werden fällig.

Der 9. April ist von wesentlicher Bedeutung, denn die griechische Regierung sollte gemäß den Bedingungen ihrer Bailout-Vereinbarung von 2010 dem Internationalen Währungsfond €460 Mio. zurückzahlen. Falls diese Zahlung nicht erfolgt, würde die Regierung bankrott gehen und wohl eine starke Unruhe im FX- und den allgemeinen Finanzmärkten auslösen.

Die deutsche Zeitschrift Der Spiegel zitierte den griechischen Innenminister Nikos Voutsis mit der Bemerkung, dass Griechenland am 9. April keine Zahlung an den IWF leisten und stattdessen die Löhne und Renten im Inland auszahlen solle. Ein Bericht von Reuters besagte später, dass die griechische Regierung verneinte, die Zahlung am 9. April zu verschieben. Es herrscht klar Ungewissheit, und diese gegensätzlichen Aussagen deuten an, dass die jüngsten Stellungnahmen eher zum Spiel gehören, um einen besseren Deal mit der Arbeitsgruppe der Eurozone zu erreichen.

Aber sogar die Bedrohung eines Bankrotts könnte zu einem Run auf die inländischen Banken führen und die griechische Regierung zwingen, Kapitalkontrollen einzuführen, falls die Europäische Zentralbank sie nicht unterstützt.

Die Gefahr einer erhöhten Volatilität steigt deutlich im Vorfeld wichtiger Daten

Die größte Gefahr einer Volatilität im Euro und in den Finanzmärkten geht von der schieren Ungewissheit aus, und die anhaltende Unentschlossenheit erhöht die Gefahr Tag für Tag.

Wichtigste Gefahren aufgrund der Ungewissheit:

  • Die Bedrohung eines Bankrotts Griechenlands erhöht die Gefahr eines Runs auf die Banken, da die Investoren die inländischen Banken meiden.
  • Die Europäische Zentralbank bietet den griechischen Banken aktuell Notkredite an, kann dies jedoch nicht weiterführen, falls Griechenland bankrott geht.
  • Griechenland wird wohl bei einem Bankrott aggressive Kapitalkontrollen einführen, um eine Kapitalflucht aus dem Land zu verhindern. Die Angst vor einem Run auf Banken ist ein selbst-geschaffenes Risiko, da die risikoaversiven Investoren in Massen ihre Einlagen abheben wollen.
  • Die Nationalbank Griechenlands wies in ihrer Bilanz für das Q4 2014 €115 Milliarden an Einlagen aus, was mehr als 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmacht (2013).
  • Die griechische Volkswirtschaft könnte in eine tiefe Rezession fallen, falls das Finanzsystem scheitert.
  • Irgendwann könnte dann die Angst auf einen Ansturm auf die Banken den Bankrott Griechenlands sogar auslösen.

Worauf zu achten ist:

Die Arbeitsgruppe Europas — das Konsortium der europäischen Finanzminister, die die Schuldenverhandlungen mit Griechenland führen — hätte sich am 1. April treffen sollen, aber bisher wurden keine offiziellen Angaben zur Sitzung gemacht. Die Situation bleibt in der Schwebe, aber wir erachten eine von Schlagzeilen ausgelöste Volatilität als besonders wahrscheinlich.

Griechenlands Banken werden wegen eines nationalen Feiertags am 10. und 13. April schließen, und dies wird die Investoren auf die Probe stellen. Somit ist die Dringlichkeit vor der Rückzahlung an den IWF am 9. April besonders hoch, und Trader sollten das Risiko auf ihren Positionen vor diesen Daten kontrollieren. Wir denken, dass wir hier die Gelegenheit erhalten werden zu sehen, dass die griechische Regierung Kapitalkontrollen einführt, falls sie keine Alternative zum Bankrott erkennt.

Euro-Reaktionen sind alles andere als vorhersehbar

Die Derivate zeigen, dass die Volatilitätskurse für eine Woche beim Euro/US Dollar vor den wichtigen Daten beinahe auf jahrelange Hochs gestiegen sind, und die Gefahr liegt fast sicher in einem Rückgang vor der wichtigen Woche, die uns bevorsteht. Dennoch können wir auch argumentieren, dass ein Großteil der Bedrohung bereits einkalkuliert wurde — somit sind weitere Verluste im EUR NICHT garantiert.

Wenn wir uns den wichtigen Fälligkeitsterminen ohne klare Lösung nähern, wird erhöhtes Risiko wahrscheinlich für illiquide FX Marktkonditionen sorgen, da Banken nicht geneigt sind Liquidität inmitten von systematischen Risiken der EUR-Paare zu bieten. In Wirklichkeit bedeutet dies, dass sich der Euro in jeder Nachrichtenschlagzeile sowohl erhohlen als auch steil fallen könnte.

Wir sahen eine Vorschau davon, was illiquide Bedingungen dem EUR/US Dollar antun können, als das Paar in weniger als zwei Stunden nach dem letzten Zinsentscheid der US Federal Reserve um mehr als 400 Pips stieg. Falls “schlechter” tatsächlich zum “schlechtesten” wird, und Griechenlands Regierung bankrott geht, könnte der Euro deutlich stärkere Bewegungen erleben als jene, die wir nach der Fed erlebt haben.

Jegliche Überraschungen könnten starke Marktbewegungen verursachen, und Trader sollten ihr Trading-Leverage vor diesen wichtigen Daten einschränken — vor allem in EUR-Paaren.