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Britisches Pfund: Abprall wegen griechischer Schuldengespräche, UK Inflationsdaten gefährdet

Britisches Pfund: Abprall wegen griechischer Schuldengespräche, UK Inflationsdaten gefährdet

2015-02-14 00:15:00
Ilya Spivak, Senior Währungsstratege
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Britisches Pfund: Abprall wegen griechischer Schuldengespräche, UK Inflationsdaten gefährdet

Fundamentale Prognose für das Britische Pfund: Neutral

  • Pfund-Rallye erstreckt sich in dritter Woche in Folge nach stabilem BoE-Ausblick
  • Griechenlands Schuldengespräche und UK VPI-Daten bedrohen Fortsetzung des Abpralls
  • Finden Sie wichtige Wendepunkte im Britischen Pfund mit dem DailyFX SSI

Das Britische Pfund stieg gegen den US Dollar in der dritten Woche in Folge, nachdem ein restriktiv klingender Vierteljahresbericht der Bank of England zur Inflation die Zinserhöhungsspekulation wie erwartet erneut entfachte. Der Gouverneur Mark Carney erinnerte die Investoren daran, dass eine Straffung die wahrscheinlichste Richtung der britischen Geldpolitik sei, und fügte hinzu, dass die Zentralbank die Absicht hege, die kurzfristigen, negativen Inflationsschocks der fallenden Lebensmittel- und Oil-Preise zu ignorieren. Die Investoren kalkulieren nun mindestens eine Erhöhung von 25 Basispunkten im Leitzins im Laufe der nächsten 12 Monate ein, und die Futures-Märkte reflektieren die Wetten auf Maßnahmen im vierten Quartal dieses Jahres.

Der Sterling kann jedoch wohl kaum erwarten, unbehelligt zu steigen. Es kann viel zwischen heute und Ende Jahr passieren, das die Erholung der Währung behindern könnte. Die Wiederbelebung der des Risikos einer Umstellung in der Eurozone ist kurzfristig an oberster Stelle, da sich die nervösen Märkte für eine weitere Verhandlungsrunde zwischen Griechenland und den EU-Offiziellen zur Verschuldung des Landes am Montag wappnen. Ein ähnliches Treffen letzte Woche brachte keine Lösung, und die Situation scheint zunehmend unnachgiebig: Griechenlands Regierung gewann eine wichtige Vertrauensabstimmung und bestätigte somit ihren Auftrag, das bestehende EU/IWF-Bailout-Programm aufzulösen. Gleichzeitig äußerte sich der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble, widersprach heftig den Gerüchten einer 6 monatigen Zahlungsaufschub für die Schuldenrückzahlung Griechenlands und sagte, sie seien “falsch”.

Beide Seiten laufen Gefahr eines Zerwürfnisses ohne Einvernehmen. Die Eurozonen-Offizielle möchten die strukturelle Integrität des Blocks nicht gefährden, indem sie einen Präzedenzfall mit dem Ausstieg eines Landes liefern. Dies würde unbekannte Konsequenzen nach sich ziehen. Gleichzeitig versteht die neu vereidigte griechische Administration wohl sicherlich auch, dass ihr Überleben vom Ende der wirtschaftlichen Misere abhängt, was die Stimmberechtigten mit den von der EU auferlegten Sparmaßnahmen gleichstellten. Das Glück kann sich rasch wenden, falls ein unordentliches “Grexit” das Unbehagen nicht lindert oder es verschlimmert.Das politische Spiel mit dem Feuerwar der Status Quo während der gesamten Schuldenkrise der Eurozone, also wäre eine Fortsetzung davon nicht überraschend, bevor ein Aufschub der Vollstreckung zusammengeschustert wird. Wenn die Sitzung vom Montag die Hoffnungen auf eine Vereinbarung schürt, wird das Pfund wohl unter Verkaufsdruck geraten, da die Kapitalzuflüsse vor der mit dem Euro verbundenen Kurswende der Instabilität fliehen werden.

Außerdem werden sich die politischen Wetten der Märkte mit den bevorstehenden Wirtschaftsnachrichten weiter entwickeln. Nächste Woche haben wir ein möglicherweise wichtiges Eventirisiko mit der Veröffentlichung der VPI-Zahlen für Januar. Die Inflationsrate im Jahresvergleich wird voraussichtlich 0,4 Prozent fallen, der tiefste Stand seit mindestens 1989, aber Carneys zuversichtliche Haltung auf dieser Front wird die Kraft dieser Zahlen wohl abschwächen. Stattdessen werden sich alle Augen auf die VPI-Daten richten – diese Kennzahl schließt den Einfluss volatiler Punkte, die die BoE nicht zu berücksichtigen gedenkt, aus – und werden voraussichtlich zum zweiten Monat in Folge auf 1,4 Prozent steigen. Das Preiswachstum in der UK tendierte in den letzten zwei Jahren eher dazu, schlechter als die Konsensprognosen abzuschneiden. Falls sich dieser Trend fortsetzt und schwächere Core-Daten veröffentlicht werden, könnte der Sterling mit der erneut sinkenden Zinserhöhungserwartung fallen.

DailyFX stellt Neuigkeiten zu Forex und technische Analysen, die sich auf Trends beziehen, die die globalen Währungsmärkte beeinflussen, zur Verfügung.