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Britisches Pfund könnte nach Inflationsbericht der BoE steigen

Britisches Pfund könnte nach Inflationsbericht der BoE steigen

2015-02-07 00:27:00
Ilya Spivak, Head Strategist, APAC
Teile:
Britisches Pfund könnte nach Inflationsbericht der BoE steigen

Fundamentale Prognose für das Britische Pfund: Neutral

  • Britisches Pfund wartet auf Inflationsbericht der BoE für Orientierung
  • Carney & Co. könnten Wetten auf Zinserhöhung wiederbeleben und UK Währung stützen
  • Finden Sie wichtige Wendepunkte im Britischen Pfund mit dem DailyFX SSI

Der Zinsentscheid der Bank of England verursachte letzte Woche keine Veränderung in der Politik und ließ das Britische Pfund orientierungslos in Bezug auf die Richtung, die der Vorsitzende Mark Carney und Konsorten einzuschlagen gedenken. Die Märkte werden diese Ungewissheit in der kommenden Woche zu klären versuchen, wenn die Zentralbank ihren vierteljährlichen Inflationsbericht veröffentlicht. Die Offiziellen benutzten dieses Dokument und die anschließende Pressekonferenz in den letzten Jahren als primäres Mittel zur Ankündigung von Veränderungen in der Politik und im Ausblick.

Wie wir in unserer Prognose für das erste Quartal bereits erwähnten, haben die sinkenden Wirtschaftswachstumserwartungen in der Eurozone seit Mitte 2014 die Hoffnung auf eine Zinserhöhung durch die BoE stark beeinträchtigt. Dies ist nicht überraschend. Die Eurozone ist der wichtigste Handelspartner der UK: Der Anteil der Gesamtexporte zum Kontinent ist stetig gestiegen und schwebt nun um ein Zweijahreshoch von 48 Prozent. Das bedeutet, dass auch wenn sich die Volkswirtschaft der UK von der Rezession in 2008-09 erholt haben mag, sie gegenüber den Gegenwinden aus der Eurozone zunehmend empfindlicher geworden ist.

Somit ist es nicht verwunderlich, dass Carney kürzlich bemerkte, dass die politische Normalisierung langsamer eintreffen könnte als ursprünglich erwartet. Dies wird wohl auch in den aktualisierten Prognosen der BoE für das Wachstum und die Inflation zu erkennen sein, und beide werden wahrscheinlich gesenkt. Die größere Frage stellt sich, ob dies das Britische Pfund belasten wird oder nicht.

Die Währung befindet sich seit Monaten in einem deutlichen Abwärtstrend, während die Wetten auf eine Straffung ebenfalls sinken, und ein Großteil der Negativität, die im Inflationsbericht aufgezeigt wird, wurde bereits einkalkuliert. Tatsächlich zeigt der Rückzug aus den berücksichtigen Erwartungen von Seiten der Sterling Zinssatz-Futures, dass Trader nicht vor dem vierten Quartal eine Zinserhöhung erwarten. Die auf OIS basierenden Hinweise sind sogar noch pessimistischer und deuten an, dass eine Straffung erst ab Anfang 2016 stattfinden wird.

Per Saldo weist dies darauf hin, dass das Britische Pfund disproportional empfindlicher auf eine restriktive Überraschung in der Haltung der Zentralbank, im Gegensatz zu einer expansiven Geldpolitik befürwortenden, reagieren könnte. Die Währung wird wohl nicht zu stark leiden, sollte sich die Erwartung der Märkte auf eine Zinserhöhung verringern. Wenn die politischen Entscheidungsträger die Investoren fest daran erinnern, dass die BoE nicht an der sich zunehmend ausbreitenden Stimulusexpansion beteiligen und die nächste politische Veränderung zur Reduzierung ihrer Akkomodation beibehalten will, könnte die UK Währung steigen.

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