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Letztes Lockerungsversprechen der EZB hält Euro-Rebound in Schach

Letztes Lockerungsversprechen der EZB hält Euro-Rebound in Schach

2014-11-23 17:45:00
Christopher Vecchio, CFA, Senior Währungsstratege
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Letztes Lockerungsversprechen der EZB hält Euro-Rebound in Schach

Fundamentale Prognose für den Euro:Neutral

- Beide, EUR/GBP und EUR/USD, scheiterten in dieser Woche bei wichtigen Widerständen, was den Downtrend intakt hält.

- EZB-Präsident Draghis expansiv lautende Kommentare am Freitag führten für die Bären zum Kippen der Waagschale.

- Haben Sie eine bullische (oder bärische) Tendenz beim Euro und wissen nicht, welches Paar Sie traden sollen? Verwenden Sie einen Euro Währungskorb.

Der EUR/USD fiel bis zum Wochenschluss zurück unter $1,2400, nach der -1,08% Ohnmacht, als überraschend expansiv lautende Kommentare des Präsidenten der Europäischen Zentralbank am Freitag zum letzten Abwind über das EUR-Spektrum hinweg führten. Die Währung der 18 Mitgliedsstaaten verlor gegen alle außer zwei der anderen sieben Hauptwährungen an Boden, mit minimalen Zuwächsen gegenüber dem anhaltend schwachen Japanischen Yen (EUR/JPY +0,21% auf ¥145,96) und dem Schweizer Franken (EUR/CHF +0,02% auf Sf1,2016).

EZB-Präsident Mario Draghis Kommentare vom Freitag in Frankfurt, Deutschland, schürten das spekulative Feuer, dass die EZB bei ihrem Meeting am 4. Dezember neue Stimulusmaßnahmen enthüllen könnte, wobei gleichzeitig die Zielrichtungen des neuen EZB-Personals bekannt gegeben würden. Präsident Draghi sagte: “Wir werden tun, was wir tun müssen, um die Inflation und die Inflationserwartungen so schnell wie möglich zu erhöhen, wie es unser Auftrag verlangt”, und dass die Inflationserwartungen “auf Level gefallen sind, die ich als extrem niedrig bezeichnen würde.”

Ein Blick auf die 5J5J Breakeven Inflation Swaps, der bevorzugte Marktmaßstab von Draghi für die mittelfristigen Inflationserwartungen, fiel am Freitag für das Jahr auf ein neues Schlusstief bei 1,567%; eine Woche zuvor lagen die Inflationserwartungen nur geringfügig höher bei 1,602%.

Wie bereits in der Wiederholung dieses Artikels am 2. November diskutiert, “wird sich die Aussicht auf Lockerung bei dem Meeting im Dezember erhöht haben, wenn die jüngsten Maßnahmen im Laufe des Monats November durch den Markt gesickert sind, falls die 5J5J Swap Raten nicht wieder anziehen.” Es scheint, als wenn wir die Schwelle zu weiterer Handlung überschritten haben.

Kurz vor dem letzten EZB Meeting gab es ebenfalls einige Spekulation über das Potenzial für neue Lockerungsmaßnahmen; doch statt des privaten internen Machtkampfes über den politischen Stil Mario Draghis und einer folgenden öffentlichen Bestätigung der politischen Haltung Draghis, werden wir in dem Glauben gehalten, dass jegliche Kommentare des Chefs der EZB ein direkter Hinweis auf die Richtung sind, in die sich die Zentralbank bewegt, statt nur die Meinung eines einzigen stimmberechtigten Mitglieds darzustellen.

Der jüngste Abrutsch des Momentums der Wirtschaftsdaten aus der Euro-Zone nimmt den Falken die einzige Waffe gegenüber der EZB: Dass die jüngsten Stimulusmaßnahmen (Zinsen im Negativbereich, ABS-Programmbeginn und TLTROs) kurzfristig ausreichten, um ein Abwarten der EZB bezüglich neuer Lockerung zu rechtfertigen. Nach einem Anstieg bis zu -15,0 am 19. November, fiel der Citi Economic Surprise Index bis zum Wochenende auf -36,0 und unterstreicht somit, wie schnell jegliche besseren Daten in der Eurozone in den Hintergrund gedrängt werden.

Die Aussicht auf weitere Lockerung reicht aus, um die Euro-Bullen in Schach zu halten. Wenn überhaupt, dann werden jegliche Euro-Rallies wohl kurzlebig sein, da die Non-Commercials/Spekulanten ihre Netto-Shorts bei 168,7 Tsd. Kontrakte halten. Es ist außerdem wichtig anzumerken, dass der Markt weniger mit Shorts gesättigt ist als früher in diesem Jahr (179,0K Kontrakte zum Wochenschluss am 4. November) oder in 2012, während des Höhepunkts der Krise in der Euro-Zone (214,4 Tsd. Kontrakte zum Wochenschluss am 5. Juni). Die Positionierung enthüllt, dass wir möglicherweise einen weiteren Aufbau der Shortpositionen erleben werden, bevor sich ein größeres Tief im EUR/USD etabliert. –CV

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