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Fall des Rubel verlangt nach Veränderung der FX Politik. Kommen als nächstes Kapitalkontrollen?

Fall des Rubel verlangt nach Veränderung der FX Politik. Kommen als nächstes Kapitalkontrollen?

2014-11-11 03:47:00
Ilya Spivak, Head Strategist, APAC
Teile:

Anknüpfungspunkte:

  • Russland hat seine verwaltete FX Politik abgeschafft, was dem Rubel ein freies Schwanken erlaubt
  • Politikveränderung zielt auf Abschreckung von RUB-Verkäufern bei Gefahr einer Intervention
  • Kapitalkontrollen drohen als nächstes; Warnung aggressiver Volatilität am Horizont

Die Russische Zentralbank (CBR) verwarf ihren Wechselkurs "Korridor" für den Rubel gegen den Euro und den US Dollar, was der Währung nun ein freies Schwanken erlaubt. Der Schritt kennzeichnet die jüngsten Versuche der Politiker mit einem steilen Rückgang der Währung, der bisher in diesem Jahr gegen den Greenback zu Verlusten von bis zu 47,8 Prozent geführt hat, umzugehen.

Der Rubel begann Mitte Juli nach dem Absturz des Fluges MH17 der Malaysia Airline über der Ukraine etwas, was sich zu einem beinahe parabolischen Sturz entwickelte. Der Vorfall kennzeichnete eine Eskalierung der Spannungen zwischen Moskau und westlichen Mächten, die mit dem Zerfall der Ukrainischen Regierung inmitten von Massenprotesten zu Beginn des Jahres und der daraus folgenden Trennung der Krim und deren Zusammenschluss mit Russland begonnen hatten. Die US und die EU enthüllten zum Monatsende eine neue Reihe von anti-russischen Sanktionen.

Fall des Rubel verlangt nach Veränderung der FX Politik. Kommen als nächstes Kapitalkontrollen?

Von dem steigenden geopolitischen Risiko verunsichert, begannen die Investoren ihr Geld aus Russland abzuziehen, was das Kapitalkonto auf Tiefwerte brachte, die seit 2009 nicht mehr erreicht worden waren, und den Rubel gegen den Euro sowie den US Dollar auf Rekordtiefstwerte drückte. Der Verkaufsdruck wurde von einer starken Wende bei den Crude Oil Preisen verstärkt. Der Energieabsatz macht beinahe zwei Drittel der russischen Exporte aus, und ein schlechter Ausblick auf der Front stützte die Liquidation über die Anlageklassen hinweg, die empfindlich auf die wirtschaftliche Entwicklung des Landes reagieren.

Der duale Gegenwind aus Sanktionen und einem schlechteren Exportausblick, zusammen mit einem Rückgang der Währung, sorgte für eine giftige Mischung. Eine Analystenumfrage von Bloomberg enthüllt zunehmend akute Erwartungen einer “Stagflation”, da die Mittelprognosen für das Wirtschaftswachstum und die Inflation in 2015 in gegensätzliche Richtungen rasen. Das bringt die Zentralbank sprichwörtlich in eine “Zwickmühle”. Auf der einen Seite verlangt ein steigendes Preiswachstum nach einer Straffung; auf der anderen Seite bittet eine nachlassende Outputexpansion um Lockerung.

Fall des Rubel verlangt nach Veränderung der FX Politik. Kommen als nächstes Kapitalkontrollen?

Angesichts dieses Dilemmas versuchen die Politiker den Abrutsch der Währung mit einem anscheinenden Einsatz zur Beruhigung der Währung zu stützen, bevor man sich größeren Problemen zuwendet. Der Versuch die Verkäufer mit aggressiven Zinserhöhungen sowie mittels direktem Kampf gegen den Fall durch den Verkauf von FX Reserven hat sich als vergeblich erwiesen. Dies stellt die Zentralbank vor eine schwierige Wahl: Dem Abverkauf des Rubels seinen eigenen Weg erlauben oder ein noch viel drakonischeres Regime mit Beschränkungen einzuführen, um der Kapitalflucht ein Ende zu setzen.

In diesem Kontext stellt der Wechsel zu einem frei schwankenden Wechselkurs einen Versuch des ersteren an. Die Entfernung des Korridors erlaubt den Märkten, den Rubel frei zu verkaufen, veranlasst aber gleichzeitig die Zentralbank dazu, große, einmalige Interventionen zu starten. Tatsächlich haben die CBR-Offiziellen genau dies angedeutet, sie werden die voraussichtlichen Tagesankäufe von umgerechnet $350 Millionen Rubel als Drohung für einen unberechenbaren Übergriff eines viel größeren Ausmaßes austauschen. So hat die Zentralbank offenbar die Absicht, Shorts zu vertreiben, mit der Gefahr, plötzliche und deutliche Verluste zu erleiden.

Die Märkte nahmen davon pflichtbewusst Notiz, und der USD/RUB stockte, nachdem er ein weiteres Rekordhoch erreicht hatte und dann wendete. Dieser frühe Sieg ist jedoch kaum ermunternd. Wie die Geschichte zeigt, scheiterten jeweils die Bedrohung einer großangelegten Intervention und auch eine wiederholte Umsetzung daran, den Einfall der Investoren auf eine bestimmte Währung nachhaltig aufzuhalten. Man muss dazu nur auf die jüngsten Versuche von Japan und Neuseeland schauen, die die Märkte zu zwingen versuchten, um zu sehen, wie rasch deren Auswirkungen verpuffen, da Trader die Verluste abschütteln und erneut in die Offensive gehen.

Insgesamt bedeutet dies, dass eine Rückkehr zu Kapitalkontrollen am Horizont droht. Dies könnte auf dem Rubel basierende Dividenden und Tantiemen in lokalen Bankkonten festsetzen und außerdem eine Wartefrist für Ausländer bedeuten, die RUB-basierte Anlagen verkaufen möchten. Die Politiker könnten außerdem den FX-Betrag, der zum Kauf durch Inländer freisteht, begrenzen und würden somit grenzüberschreitende Investmentoptionen für die Russen einschränken.

Fall des Rubel verlangt nach Veränderung der FX Politik. Kommen als nächstes Kapitalkontrollen?

Die möglichen Implikationen eines neuen Kapitalkontrolleregimes für globale Finanzmärkte sind zu breit, um sie genau zu bestimmen. Die Bedrohung einer aggressiven Volatilität scheint jedoch überwältigend zu sein. Tatsächlich zeigen die Märkte bereits eine gewisse Besorgnis zu einem solchen Szenario, und die für drei Monate implizierten Options-Volatilität sowie die ATR-Zahlen im USD/RUB nehmen stetig zu. Russland ist alles andere als ein wirtschaftlich abgelegener Ort und besitzt tief verwurzelte finanzielle Verbindungen in der ganzen Welt. Eine plötzliche Unterbrechung dieser Verbindungen könnte gewaltige Turbulenzen unter den Anlagen auslösen, da die Investoren in einem Gerangel ihre Portfolios anpassen würden.

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