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Euro stößt auf wirtschaftliche Gegenwinde bei schwächeren PMIs aus Deutschland und der Euro-Zone

Euro stößt auf wirtschaftliche Gegenwinde bei schwächeren PMIs aus Deutschland und der Euro-Zone

2014-10-19 19:00:00
Christopher Vecchio, CFA, Senior Währungsstratege
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Euro stößt auf wirtschaftliche Gegenwinde bei schwächeren PMIs aus Deutschland und der Euro-Zone

Fundamentale Prognose für das Pfund:Neutral

- Der Euro mag seine eigenen Probleme haben, doch er könnte auch in der Lage sein das Anfälligkeitsmoment des US Dollars zu regeln.

- Die Verschiebung der Retail-Massen im US Dollar wird angeführt von etwas, was eine vom Sentiment angeführte Bodenbildung im EUR/USD sein könnte.

- Haben Sie eine bullische (oder bärische) Tendenz beim Euro und wissen nicht, welches Paar Sie traden sollen? Verwenden Sie einen Euro Währungskorb.

Der Euro festigte sich in der zweiten Woche in Folge und verzeichnete einen Zuwachs von +1,09% gegen den US Dollar, wobei der EUR/USD Wechselkurs am Freitag bei $1,2761 schloss. Die Währung der 18-Mitgliedsstaaten stieg gegen alle außer zwei der anderen sieben Hauptwährungen, mit minimalen Zuwächsen beim Schweizer Franken (EUR/CHF -0,09%) und dem New Zealand Dollar (EUR/NZD -0,31%). Bedenken hinsichtlich der Wachstumsaussichten der Region halten weiter an, doch sie haben bisher keine weitere Unterseite im Euro erzeugt.

Obwohl die Wirtschaftsbedingungen sich vom Tief entfernt haben, bleibt die Euro-Zone in einem wirtschaftlichen Zustand am Rande seiner dritten Rezession seit die Finanzkrise in 2008 begann. Der Citi Economic Surprise Index schloss die Woche bei -54,1, knapp oberhalb des Jahrestiefs, welches am 14. Oktober bei -57,3 etabliert worden war.

Die große Sorge der Marktteilnehmer, die den Euro zurück hält, ist der anhaltende Druck bei den mittelfristigen Inflationserwartungen. Der 5J5J Breakeven Inflation Swap, der von der Europäischen Zentralbank bevorzugte Maßstab mittelfristiger Inflationserwartungen, rutschte in dieser Woche auf ein neues Jahrestief ab, bevor er stark abprallte. Der Wert fiel am Mittwoch bis auf 1,541%, schloss die Woche jedoch bei 1,779%.

Besonders interessant bei dieser jüngsten Mischung finanzieller und wirtschaftlicher Bedingungen ist, dass der Euro nicht an Wert verloren hat. Der EUR/USD befindet sich beinahe 300-Pips entfernt von seinem Tief zu Anfang Oktober, und der Futures-Markt bleibt mit aggressiven Short-Spekulanten gesättigt. Die Non-Commercials/Spekulanten hielten in der Woche, die am 14. Oktober endete, 155,3 Tsd. netto-short Kontrakte, ein Anstieg von den 146,2 Tsd. netto-short Kontrakten, die eine Woche zuvor gehalten worden waren. Dennoch befindet sich die Marktpositionierung unterhalb der Extremwerte, die wir zu Anfang September erlebt hatten, als die Spekulanten 161,4 Tsd. netto-short Kontrakte hielten.

Es gibt ein latentes Potenzial für eine Rallye, falls der Euro schwächeren Bedingungen und einer Anhäufung von Short-Positionen trotzt. Diese könnte sich entwickeln, während der US Dollar auf seinen eigenen Moment der Anfälligkeit stößt, oder falls kommende Wirtschaftsdaten die Markterwartungen nicht all zu sehr enttäuschen. Die Woche ist randvoll mit typischerweise marktbewegenden PMI-Veröffentlichungen. Insgesamt wird bei den allgemeineren Euro-Indikatoren weitere Schwäche aufgrund der Flaute aus Frankreich und Deutschland erwartet.

Das Ausmaß der kommenden Rezession in der größten Volkswirtschaft der Euro-Zone wird besonders im Fokus stehen, da der vorläufige Deutsche PMI Herstellung für Oktober den Erwartungen nach weiter auf 49,6 zurückgehen wird, was eine schnelle Schrumpfung andeutet. Der schwache Wert dürfte nicht nur die nachlassende inländische Nachfrage reflektieren, sondern ebenso die schwächere ausländische Nachfrage aus der Euro-Zone und den Partnern der Schwellenmärkte. Dies bedeutet, dass jegliche kommende wirtschaftliche Schwäche über das aktuelle Ausmaß der Maßnahmen der EZB hinausgehen könnte.

Falls der Tisch für ein QE-Programm im Fed-Stil bereitet wird, um die gelockerte Haltung der EZB zu stützen, dann wird das ebenso noch warten müssen: der Markt wartet gespannt auf die EZB-Veröffentlichung der Ergebnisse des Asset Quality Review (AQR) am Sonntag. –CV

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