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Euro-Abpralle erweisen sich als schwach, da Euro-Zone am Rande einer Rezession steht

Euro-Abpralle erweisen sich als schwach, da Euro-Zone am Rande einer Rezession steht

2014-10-12 22:15:00
Christopher Vecchio, CFA, Senior Währungsstratege
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Euro-Abpralle erweisen sich als schwach, da Euro-Zone am Rande einer Rezession steht

Fundamentale Prognose für das Pfund:Neutral

- Es scheint, als ob der EUR/USD nach den Bemerkungen des FOMC am Mittwoch die Gelegenheit zu einer Rallye erhält.

- Die steigenden Bedenken zum globalen Wachstum schadeten dem Euro und lösten den klassischen "Risk off"-Modus am Wochenende aus.

- Haben Sie eine bullische (oder bärische) Tendenz beim Euro und wissen nicht, welches Paar Sie traden sollen? Verwenden Sie einen Euro Währungskorb.

Der Euro schaffte in der letzten Woche einen leichten Abprall, nachdem die historische, 12 Wochen anhaltende Bullenrallye des US Dollars endlich zu Ende war. Dennoch, die Gewinne wurden nur gerade bei +0,89% (gegen den US Dollar) gebremst, und die Wende des Euros kann bestenfalls als schwach gelten. Nachdem die Risikoaktiva weltweit zurückgehen, verzeichnete der EUR/JPY den deutlichsten Verlust unter allen EUR-Crosses – normalerweise ist es ein schlechtes Zeichen, wenn der Yen die leistungsstärkste Währung ist.

Obwohl die Eurozone in den letzten Jahren keine Zugkraft für das globale Wachstum darstellte, ist es dennoch die größte vereinigte Volkswirtschaftszone der Welt. Trotzdem kann ein Großteil der jüngsten Schwäche bei den Risikoaktiva den rasch abnehmenden Wachstumsprognosen der Region zugeschrieben werden. Die Aktienindizes, vor allem der deutsche DAX, sind nach einer neuen Welle unvorteilhafter Wachstumsdaten auf neue Jahrestiefs getaucht.

Vor allem zwei Kennzahlen aus Deutschland verstärkten die Bedenken in Bezug auf einen erneuten Wirtschaftsabschwung der größten Volkswirtschaft der Eurozone. Deutschlands Arbeitsaufträge für August stürzten um -5,7% M/M ab, mehr als das Doppelte des erwarteten Rückgangs von -2,5% M/M. Die deutsche Industrieproduktion schrumpfte im August ebenfalls um -4,0% M/M, fast das Dreifache der erwarteten -1,5% M/M. Der wirtschaftliche Rückgang ist in der gesamten Region sichtbar, und der Wirtschaftsüberraschungsindex von Citi erreichte am 10. Oktober ein neues Jahrestief von -57,1.

Die kommende Woche sollte zusätzliche Anzeichen einer negativen Entwicklung für diese Region ans Tageslicht bringen. Die deutsche ZEW-Umfrage für Oktober wird am Dienstag veröffentlicht und droht, eine weitere Verschlechterung aufzuzeigen, und zwar zu einem Zeitpunkt, da die Bedenken zum Wirtschaftswachstum Deutschlands für das Q3 aufzutauchen beginnen. Der Bestandteil der aktuellen Beurteilung der Umfrage wird voraussichtlich 15,0 im Vergleich zu 25,4 aufzeigen, deutlich unter den Jahreshochs vom Juni bei 67,7. Der Bestandteil Wirtschaftssentiment der Umfrage wird voraussichtlich 0,0 aufzeigen, im Vergleich zu 6,9, viel tiefer als das Jahreshoch, das im Januar mit 61,7 ausgewiesen worden war.

Ebenfalls am Dienstag wird der August-Bericht der Industrieproduktion in der Eurozone publiziert, der stark von den schwachen Zahlen aus Deutschland belastet werden könnte, die in der Vorwoche veröffentlicht worden waren und den Abprall des Euros deutlich beeinträchtigten. Der endgültige Verbraucherpreisindex der Eurozone für September, der am Donnerstag fällig ist, sollte die desinflationäre Kennzahl von +0,3% J/J der letzten Statistik bestätigen; aufgrund der Abwertung des Euros von >-6% seit seinem Mai-Hoch von $1,3993 gegen den US Dollar, könnten sich in den kommenden Monaten Tiefstwerte bei den Inflationszahlen entwickeln.

Auch wenn der vom Handel belastete Euro einen schwachen Abprall ab seinen Jahrestiefs schaffte (der EUR/USD selber schloss die Woche bei $1,2626, etwas höher als das Tief vom 3. Oktober von $1,2501), hat sich das Futures-Trader-Sentiment kaum verändert. Die non-commercial/spekulative Netto-Positionierung stand bei 146,2 Tsd. Netto-Short-Kontrakten, knapp über der extremeren Positionierung von 161,4 Tsd. Netto-Short-Kontrakten der Woche, die am 2. September endete.

Nachdem der SSI von FXCM aufzeigt, dass die Retail-Tradermasse kurzzeitig Mitte der Woche von Netto-Long auf Netto-Short wechselte, ist es offensichtlich, dass die mangelnde Fortsetzung tiefer einige ungeduldigere Short-Trader hinausgeworfen hat. Dies könnte ein Wendepunkt beim Sentiment darstellen: Wenn die Masse im Netto-Short bei einem Anstieg des EUR/USD durch $1,2700 durchhält, könnte die Positionierung des Futures-Markt genügend Zündstoff bieten, um eine angemessene, Shorts abdeckende Rallye auszulösen. Dieser Tag könnte nun etwas weiter entfernt sein, da die jüngsten wirtschaftlichen Rückschläge die Trader dazu veranlassen, die dritte Etappe der Rezession in der Eurozone zu erwarten. –CV

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