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Japanischer Yen wird inländische Daten wohl ignorieren, Fokus liegt auf politischer Spekulation der Fed

Japanischer Yen wird inländische Daten wohl ignorieren, Fokus liegt auf politischer Spekulation der Fed

Ilya Spivak, Head Strategist, APAC
Japanischer Yen wird inländische Daten wohl ignorieren, Fokus liegt auf politischer Spekulation der Fed

Fundamentale Prognose für den Japanischen Yen: Neutral

  • Yen wird japanische Nachrichten ignorieren, da BoJ kaum politischen Einfluss hat
  • Positive US Wirtschaftsdaten könnten Risikoaversion erhöhen und Yen höher treiben
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Der Japanische Yen wird wohl dem vollen Kalender mit inländischen Daten in der kommenden Woche kaum Beachtung schenken. Die Trader interessieren sich für die Wirtschaftsnachrichten nur, solange sie die Geldpolitik beeinflussen können. Dies ist in Japan nicht der Fall, denn die BoJ scheint mit dem Autopilot zu fliegen. Tatsächlich sagte der Zentralbankvorsitzende Haruhiko Kuroda bei der Pressekonferenz nach der politischen Ankündigung der letzten Woche erneut die bekannten Worte, dass die Wirtschaft weiterhin die Erwartungen übertreffe und dass der VPI innerhalb des vorgesehenen Zeitplans das Ziel von 2 Prozent erreichen werde.

Diese Aussage klingt etwas zweifelhaft, wenn man berücksichtigt, dass die Daten im Vergleich zu den Konsensprognosen zunehmend schlechter ausfielen und die einkalkulierte Inflationserwartung seit Anfang des dritten Quartals rückläufig ist. Dies ist jedoch von einem Trading-Standpunkt aus nicht so wichtig, außer, die BoJ ist bereit, ihre Stimulusmaßnahmen auszubauen. Was wir von Herr Kuroda und Konsorten hören zeigt jedoch, dass dies nicht der Fall ist. Dies bedeutet, dass die japanischen Nachrichten im Wesentlichen kein Faktor für die Entwicklung des Wechselkurses sind (zumindest vorläufig).

Dies bringt auswärtige Kräfte in den Fahrersitz, und die Spekulation über den zeitlichen Abstand zwischen dem Ende des “QE3” der Federal Reserve in Oktober und der ersten Zinserhöhung steht weiterhin im Mittelpunkt. Der Arbeitsmarktbericht der USA letzte Woche erwies sich als so wichtig wie er angekündigt worden war. Die Bemerkungen, die nach der Veröffentlichung der enttäuschenden August-Zahlen mit 142.000 neuen Stellen – deutlich tiefer als die erwarteten 230.000 – in den Nachrichten gehört wurden, schienen völlig ablehnend. Ein Chor von Kommentatoren befand, dass dieses Ergebnis eine saisonale Anomalie sei und hoben hervor, dass die August-Arbeitsmarktzahlen seit vier Jahren in Folge anfänglich tiefer ausgefallen seien und dann im Folgemonat deutlich höher korrigiert wurden. Dies veranlasst die Märkte dazu, einen wirkungsvollen Auslöser zu suchen, und das Umfeld wird vorläufig datenempfindlich bleiben.

In diesem Sinne bietet die kommende Woche eine Vielzahl möglicher Wendepunkte. Der JOLTS Arbeitsmarktbericht – angeblich einer der bevorzugten der Fed-Vorsitzenden Janet Yellen – sowie die Einzelhandelsumsätze und die Verbrauchervertrauenszahlen stehen nächste Woche auf der Agenda. Der Trend bei den US Wirtschaftsdaten in den Wochen vor dem August-Bericht zur Beschäftigung war entschieden rosig. Wenn die August-NFPs als Abweichung anstatt eines Wendepunkts gehandhabt werden, könnte eine weitere Runde positiver Ergebnisse die Wetten einer eher baldigen politischen Straffung erhöhen. Dies könnte die Risikoaversion auf den Plan bringen, wenn man berücksichtigt, dass der Fed-Stimulus in den letzten Jahren die Rolle erhielt, das Sentiment zu erhöhen. Eine solche Wendung der Dinge könnte einen Abwicklung von mit Yen finanzierten Carry-Trades auslösen und die japanische Währung gegenüber ihren Hauptgegenstücken höher treiben.

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