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Euro tradet stark, da sich wirtschaftliche Probleme als schwer überwindbar erweisen

Euro tradet stark, da sich wirtschaftliche Probleme als schwer überwindbar erweisen

Christopher Vecchio, CFA, Senior Strategist
Euro tradet stark, da sich wirtschaftliche Probleme als schwer überwindbar erweisen

Fundamentale Prognose für den Euro: Neutral

- Der Euro wurde von den überraschenden Daten belastet, die aufzeigen, dass Italien erneut in eine Rezession gefallen ist.

- Der Mangel an einer expansiven Klarheit seitens der EZB könnte den Euro kurzfristig unter Druck setzen.

- Halten Sie eine bullische (oder bärische) Tendenz beim Euro, wissen jedoch nicht, welches Paar zu traden? Verwenden Sie einen Euro Währungskorb.

Der Mangel einer konkret expansiven Haltung von Seiten der Europäischen Zentralbank und militärischer Entwicklungen im Mittleren Osten haben dem Euro erneut eine Woche relativer Stabilität beschert.Die Einheitswährung von 18 Mitgliedsstaaten schloss diese Woche genau in der Mitte der Hauptwährungspaare und gab nur leicht gegenüber dem leistungsstärksten unter ihnen, dem Japanischen Yen (EUR/JPY -0,69% auf ¥136,83) nach, während der EUR/USD nur ganz wenig sank (-0,13% auf $1,3414).

Die Auswirkungen der Lockerungsmaßnahmen der EZB im Juni beginnt sich, zumindest vom Standpunkt der finanziellen Bedingungen aus, zu materialisieren. Der Overnight Interbankensatz (EONIA) bleibt beständig um Null, zurzeit bei 0,014%. Die übermäßige Liquidität in der Eurozone wurde ebenfalls stabilisiert und schloss die Woche bei €131,5 Mrd., nahe beim 20-SMA von €130 Mrd. Tatsächlich ist es die schwache Wachstumssituation der Eurozone, die denn Euro zurückhält, denn die Staatsanleihenzinsen in der Region halten sich auf oder um Allzeittiefs.

Man könnte berücksichtigen, dass sich die Wirtschaftsdaten aus der Eurozone in den letzten Wochen gebessert haben. Der Citi Wirtschafts-Überraschungsindex schloss diese Woche bei -31,9, über dem Juli- und dem Jahres-Tief von -43,3, das am 21. Juli verzeichnet wurde. Relativ gesehen ist diese Kennzahl weniger beeindruckend. Mit der Indexierung aller Hauptwährungen von CESI bei 100 zu Beginn des Jahres 2014, zeigt der EUR das zweitschwächste Wirtschaftsdaten-Momentum unter den Majors und steht bei 24,46, knapp über der schwachen Kennzahl des JPY mit 20,98.

Der gescheiterte wirtschaftliche Aufschwung in den letzten Monaten, zusammen mit den sich steigernden geopolitischen Ängsten, haben sich für die riskanteren Finanzinstrumente der Eurozone ebenfalls als negativ erwiesen, nicht nur für den Euro. Der deutsche DAX ist von seinem höchsten Level des vergangenen Monats um -8,73% gefallen und schloss diese Woche mit -10,36% von seinem Allzeithoch, das er am 20. Juni verzeichnet hatte.

Die Hoffnungen auf ein Wachstum wurden in der letzten Woche zweimal zerschlagen und führten dann zu den geringeren Erwartungen zum BIP-Bericht der Eurozone für das 2Q, der am Donnerstag, 14. August fällig st (+0,0% anstatt +0,2%, Q/Q). Der italienische BIP für das zweite Quartal war überraschend negativ und zeigt auf, dass das Land im letzten Quartel erneut in eine Rezession abrutschte. Italien verzeichnete nur ein Quartal mit positivem Wachstum in den letzten fünfzehn. Andernorts korrigierte die Bundesbank die Wachstumsprognose für Deutschland im 2Q von +0,5% auf -0,5% Q/Q.

TDas Einzige, was der Euro wirklich zum Vorteil hat ist die Menge short Futures-Kontrakte, die von den Spekulanten gehalten werden. Die nicht kommerziellen Investoren / Spekulanten erhöhten ihre Netto-Short-Positionen (128,7 Tsd. Kontrakte) auf ihren höchsten Stand seit der Woche, die am 14. August 2012 endete (137,8 Tsd. Kontrakte). Falls der Euro eine Rallye machen sollte, ist es wohl das Beste, den Australischen Dollar zu übertrumpfen (die Spekulanten stehen um die extremste Long-Positionierung seit der Woche, die am 16. April 2013 endete) oder aber den Kanadischen Dollar (die Spekulanten stehen um die extremste Long-Positionierung seit der Woche, die am 12. Februar 2013 endete). –CV

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