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AUD gefährdet, da Zinserhöhungswetten wegen geopolitischer Unruhen zerdrückt werden

Fundamentale Prognose für den Australischen Dollar: Bärisch

  • AUD/USD weitet Verluste aus, da Risikoaversion Carry-Nachfrage verringert
  • Aussie bleibt gefährdet, da Zinserhöhungen zunehmend weiter entfernt scheinen
  • Geopolitische Spannungen könnten für den AUD kurzfristig zur Bedrohung werden

Der Australische Dollar sank wegen der weitreichenden Risikoaversion und den enttäuschenden inländischen Daten weiter in der vergangenen Woche. Die verschäften geopolitischen Unruhen verringerten die Nachfrage nach der Hochzinswährung, da Trader zur wahrgenommenen Sicherheit des Yens und des US Dollars strömten. Einen zusätzlichen Druck auf die Währung bot der unerwartete sprunghafte Anstieg der inländischen Arbeitslosenquote auf ein 12-Jahreshoch.

Vorausschauend könnte der Aussie, falls die Spannungen im Mittleren Osten oder der Ukraine steigen, kurzfristig eine Schwäche erfahren. Dennoch haben wir in den vergangenen Monaten bereits einige Verschärfungen der geopolitischen Spannungen erlebt, die jedoch die Währung auf Dauer kaum beeinflussten. Dies deutet an, dass, falls sich der jüngste Volatilitätssturm beruhigt, der Währung eine Atempause gegönnt wird. [[html_1]]

Die Zahlen zum Verbrauchervertrauen und Konjunkturoptimismus sind die einzigen bemerkenswerten Daten auf dem Kalender der kommenden Woche. Die Frühindikatoren für den Gesundheitszustand der lokalen Volkswirtschaft zeigten sich in den letzten Monat ziemlich hartnäckig, blieben jedoch verhalten. Erneut glanzlose Daten könnten die Notwendigkeit einer dauerhaft akkommodativeren Politik der RBA verstärken.

Trotz der schlechteren inländischen Daten wird die Reserve Bank voraussichtlich an ihrer bevorzugten 'Periode der Stabilität' für die Zinssätze kurzfristig festhalten wollen. Nach den jüngsten Bemerkungen des Vorstands wäre eine deutliche Verschlechterung bei den Wirtschaftsindikatoren nötig, um Zinssenkungen in Erwägung zu ziehen. Gleichzeitig wird auch die politische Straffung wohl vertagt werden. Tatsächlich fielen in der letzten Woche die von den Swaps aufgezeigten Erwartungen in den negativen Bereich. Dies wird kaum die Carry-Attraktivität der Währung fördern und wird den Aussie in eine schwierige Lage bringen.

Die bevorstehenden chinesischen Zahlen zu den Einzelhandelsumsätze und der Industrieproduktion werden bei den Aussie-Tradern ebenfalls auf dem Radar sein. Per Saldo sind die Daten vom asiatischen Riesen relativ positiv, was die Bedenken über eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums verringerte. Wenn die Zahlen der nächsten Woche diesen jüngsten Trend fortsetzen, könnten sie etwas vom Verkaufsdruck des AUD wegnehmen.

Der AUD/USD nähert sich der Marke 92 US Cent, was dem Kurs des Paares seit Ende März entspricht. Falls diese Schwelle durchbrochen wird, würde ein anhaltender Rückgang auf die psychologisch wichtige Zahl 0,9000 erfolgen. Lesen Sie bitte den US Dollar Ausblick, um mehr über die USD-Seite der Gleichung zu erfahren und wie diese das Paar beeinflussen könnte.