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Es besteht eine exogene Gefahr für den Euro, da die EZB-Politik von der der BoE, Fed abweicht

Fundamentaler Ausblick für den Euro: Neutral

- Die größte Bedrohung des Euro bleiben nach wie vor die Ereignisse außerhalb der Eurozone.

- Der technische Ausblick schwächt sich ab, da die täglichen EUR/JPY und EUR/USD Slow Stochastics sowie der MACD auf mögliche Abverkäufe hinweisen.

- Haben Sie eine bullische (oder bärische) Tendenz beim Euro, aber Sie wissen nicht, auf welches Paar Sie setzen sollen? Nutzen Sie einen Euro-Währungskorb.

Die Warteschleife, die die Europäische Zentralbank vollführt, schränkt die Beweglichkeit des Euro weiter ein: Die Gewinne oder Verluste gegenüber den anderen Hauptwährungen, die von DailyFX unterstützt werden, überschritten in den letzten fünf Tagen nie die Marke von +/-0,85%. Der EUR/USD legte mit Mühe um +0,10% zu und schloss die Woche bei $1,3608, in der Vorwoche betrug der Schlusskurs $1,3595. Obwohl diese Ergebnisse angesichts des wenig volatilen Umfelds zu erwarten waren, hätte man sich aufgrund der EZB-Sitzung, dem US-Arbeitsmarktbericht ex Agrar und dem Protokoll der Juni-Sitzung des FOMC etwas kräftigere Kursbewegungen erhofft.

Stattdessen traden die Marktteilnehmer weiterhin nach träger ‘Abwarten-und-Tee-Trinken’-Art, die sich auf den Kurs der Zentralbanken konzentriert, der, wie wir letzte Woche besprochen hatten, in den bevorstehenden Wochen der bedeutendste (wenn nicht sogar der einzigste) Impulsgeber für die Hauptwährungen sein wird. Während die EZB damit beginnt, die Feinabstimmung ihrer lockeren Geldpolitik vorzunehmen, haben sowohl die Bank of England als auch die Federal Reserve ihre zunehmende Bereitschaft signalisiert, ihren nicht normgerechten Kriseneindämmungskurs, der 2008 begann, zurückzufahren.

Wie wir jedoch letzte Woche beobachten konnten, sind mehr als nur Bemerkungen seitens der BoE und der Fed nötig, damit der Markt ihnen wirklich abnimmt, dass Zinssatzerhöhungen eher eintreten könnten als angenommen wird (ein Standpunkt, der in den letzten Tagen sowohl vom BoE-Gouverneur Mark Carney als auch vom Fed-Präsidenten Dennis Lockhart vertreten wird). Warum gibt es also keine außerordentlich bullischen Reaktionen beim Britischen Pfund und dem US-Dollar gegenüber dem Euro? Vielleicht funktioniert die Forward Guidance ja tatsächlich. (Deswegen ist es möglicherweise auch eine gute Idee, einen Währungskorb zu verwenden, um die eigene Meinung gegenüber dem Euro gleich jetzt kund zu tun).

Die Forward Guidance gilt als Methode, mit der Entscheidungsträger ihre Absichten kundtun können, um den Zinssatz "länger niedriger zu halten", da die auf breiter Basis schwache Erholung in den Volkwirtschaften im Westen in der Welt nach 2008 nur wenig zu der Überzeugung beiträgt, dass diese volkswirtschaftlichen Anhänger von einst es in Zukunft alleine schaffen, ohne QE. Berücksichtigen Sie den unverrückbaren Glauben des Marktes in die Zentralbanken – der entweder durch niedrige und sinkende Anleiherenditen, fortgesetzten Aufwärtsdruck in den Weltaktienmärkten oder durch niedrige Volatilitätszuschläge zum Ausdruck gebracht wird - und die Annahme, dass die Zinssätze tatsächlich auch für die vorhersehbare Zukunft niedrig bleiben, könnte sehr wohl tief in den Tradern verankert sein.

Diese Woche wurde das Vertrauen des Marktes in den Rettungsanker der Zentralbanken auf die Probe gestellt, besonders in Europa, als die portugiesische Bank Espirito Santo in Schwierigkeiten geriet bei der Bedienung ihrer Schulden, was den Märkten eine Gänsehaut bereitete und sie an die Bedingungen von 2010 bis 2012 erinnerte. Obwohl risiko-verknüpfte Anlagen Mitte der Woche abverkauft wurden (italienische, spanische und portugiesische Anleihen waren über das gesamte Spektrum hinweg weniger betroffen), waren die Auswirkungen auf den Euro eher als gering zu bewerten. Tatsächlich war es der Fall, wie bereits vorher erwähnt, dass der EUR/USD die Woche höher schloss zum Zeitpunkt des Bekanntwerdens dieser Nachricht – und das war nach dem starken US-Arbeitsmarktbericht ex Agrar vom Juni und dem FOMC-Protokoll vom Juni, das die Pläne der Fed verriet, den QE-Abbau in seinem letzten Monat zu beschleunigen.

Wir können daher behaupten, dass der neueste Brandherd in Portugal nicht zu systemischen Problemen und Ansteckung führen sollte. Dieser vereinzelte Vorfall ist ein Beispiel für die Schwäche des Bankensystems in der Eurozone allgemein, aber dieses Problem wird von der EZB gerade angegangen im Rahmen seiner Stresstests (AQR), während sie sich darauf vorbereitet, im November eine überwachende Rolle im Bankensystem der Eurozone zu übernehmen.

Analog dazu, dass Trader sich weigern, höhere Bids für das Britische Pfund und den US Dollar zu platzieren, da sie höhere Zinssätze erwarten, weigern sich Trader, den Euro niedriger anzubieten, da sie eine Neuauflage der Schuldenkrise der Eurozone erwarten. Die Forward Guidance funktioniert – es bedeutet auch, dass die Marktteilnehmer selbstgefällig sind und nur ein wahrhaft erschütterndes Ereignis den Markt aus seinem zombieartigen Zustand, in dem niedriges Volumen herrscht, aufrütteln kann. –CV

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