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Es besteht eine exogene Gefahr für den Euro, da die EZB-Politik von der der BoE, Fed abweicht

Es besteht eine exogene Gefahr für den Euro, da die EZB-Politik von der der BoE, Fed abweicht

Christopher Vecchio, CFA, Senior Strategist
Es besteht eine exogene Gefahr für den Euro, da die EZB-Politik von der der BoE, Fed abweicht

Fundamentaler Ausblick für den Euro: Neutral

- Der Euro und der Schweizer Franken standen unter intensiverem Druck gegenüber dem Britischen Pfund und erreichten neue Jahrestiefs.

- Der EUR/USD war vor Donnerstag anfällig, und ein Breakdown könnte gerade nach den starken US NFPs begonnen haben.

- Haben Sie eine bullische (oder bärische) Tendenz beim Euro und wissen nicht, welches Paar Sie traden sollen? Verwenden Sie einen Euro Währungskorb.

Der Euro erfuhr gegen die meisten seiner Hauptgegenstücke einen kleineren Rückschlag in dieser Woche, wobei er am stärksten Boden gegen das zunehmend widerstandsfähige und beeindruckende Britische Pfund verlor. Selbst der EUR/USD erlebte einen späten Rückgang, nachdem der US Arbeitsmarkt zusätzliche Stärke zeigte, da die US Arbeitslosenquote nach der Rezession auf 6,1% fiel, der niedrigste Wert seit September 2008. Die letzten wichtigen Daten auf beiden Seiten des Teichs lassen ein erweitertes Differenzial bei der Zentralbankpolitik vermuten, was den Euro gegenüber dem Britischen Pfund und den US Dollar zunächst in einen Nachteil versetzt.

Da die Trader am Donnerstag, nachdem der US-Arbeitsmarkt für Juni den fünften Monat in Folge mit einem Stellenwachstum oberhalb von mehr als 200 Tsd. zeigte und der Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, gleichzeitig nach dem EZB-Meeting Hof hielt, US-Dollar kauften, schafften die Schritte des Rates es kaum den Euro zu unterstützen.

Ohne neue politische Schritte bestand der größte Beitrag des EZB-Präsidenten Draghi am Donnerstag darin, die Trader zu erinnern, dass nicht nur die Zinsen für eine längere Periode niedrig bleiben würden, doch dass die EZB außerdem die Vorbereitung für die Asset-Backed-Securities (ABS) Käufe intensivieren würden.

Das Problem für die EZB bei den ABS-Käufen, der Grund warum der Markt die Bedrohung nicht als wichtigen Grund für ein Herunterdrücken des Euro-Wechselkurses sieht, liegt darin, dass der ABS-Markt in der Euro-Zone nicht annähernd so gut entwickelt ist wie in den Vereinigten Staaten. Daher ist die Menge von ABS-Käufen, die möglicherweise benötigt wird, schwer feststellbar. Die EZB war sich (und ist sich wirklich immer noch nicht) bis zu diesem Punkt bewusst, wie groß der ABS-Markt war und wie stark das von ihr entwickelte Kaufprogramm sein müsste.

Obwohl die Gefahr eines größeren LSAP sich sicherlich zusammenbraut, ist die Schlagkraft hinter dem möglichen €1 Billion TLTRO der EZB eher schwach, zumindest aus der Perspektive, dass es in irgendeiner bedeutenden Art und Weise einen Abwärtsdruck auf die EUR-Crosses erzeugen könnte. Einfach ausgedrückt, sind dies keine universellen Liquiditätsinjektionen. Die von der EZB am Donnerstag veröffentlichten Regeln machen die Absicht einer Verbesserung der Liquiditätskanäle und der Reduzierung von Kreditfragmentierung innerhalb der Euro-Zone besonders klar.

Falls die TLTRO wirkungsvoll sein werden, wird das Ergebnis zu Kapital führen, das eingesetzt werden wird, um organische Wachstumsgelegenheiten zu fördern, statt einem spekulativen Greifen nach Renditen (in den US, den UK und in der Euro-Zone wird unbefristetes QE allgemein als Gratis-Geld für die Finanzinstitutionen auf Kosten der Steuerzahler und -sparer betrachtet. Daher ist die EZB vorsichtig, um ein Programm zu schmieden, das das spekulative Feuer nicht anfacht). Mit der Zeit könnten die TLTROs sich sogar als allgemein EUR-positiv erweisen, jedoch wohl nicht für mehrer Monate oder Jahre.

Vorerst steckt der Euro bei einer abwartenden Zentralbank fest, in Vorbereitung auf die nächste Bewegung, während abgewartet und beobachtet wird, was die vorherigen Bewegungen erzeugt haben. Eine Sache ist klar: Die EZB übernimmt eine expansivere Haltung ein, indem sie ihre nicht-standardmäßige Lockerung erweitert, und hegt auch keine Absicht die Politik innerhalb der nächsten 12 bis 18 Monate zu straffen.

Die Haltung der EZB mit Ausrichtung "länger tiefer", hindert den Euro, da das Britische Pfund und der US Dollar mit starken Wirtschaftsdaten und daraus steigenden Staatsanleihezinsen bombardiert werden, da die Marktteilnehmer beginnen Zinserhöhungen der Bank of England und der Federal Reserve entsprechend einzukalkulieren.

In dieser Zwischenperiode der Untätigkeit der EZB richten wir unsere Aufmerksamkeit nach außen, auf die BoE und die Fed, als die wichtigeren Treiber der Kursbewegung im EUR/GBP und EUR/USD (und ebenso GBP/CHF sowie USD/CHF, angesichts der besonders signifikanten, beinahe perfekten positiven Korrelation zwischen dem EUR und CHF seit September 2011, als die SNB den Sf1.2000 Boden für den EUR/CHF etablierte). –CV

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