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Rebound des Australischen Dollar aufgrund stärkerer US-Wirtschaftdaten in Gefahr

Rebound des Australischen Dollar aufgrund stärkerer US-Wirtschaftdaten in Gefahr

2014-05-10 12:20:00
Ilya Spivak, Head Strategist, APAC
Teile:
Forex-Australian-Dollar-Rebound-at-Risk-on-Firming-US-Economic-Data_body_Picture_5.png, Rebound des Australischen Dollar aufgrund stärkerer US-Wirtschaftdaten in Gefahr

Fundamentale Prognose für den Australischen Dollar: Neutral

  • Australischer Dollar verläßt nach drei Wochen die Verliererstraße nach positivem Arbeitsmarktbericht
  • Festere US Zahlen stärken einer Fortsetzung der QE-Drosselung den Rücken, dämpfen AUD
  • Besseres Timing beim Australischen Dollar mit DailyFX SSI

Der Australische Dollar konnte seine dreiwöchige Verlustserie beenden und vom 5. bis 9. Mai gegen seinen US-Namensvetter 0,9 Prozent hinzugewinnen. Die Erholung folgte auf eine Verbesserung bei den geldpolitischen Erwartungen: obwohl die RBA in ihrer Ankündigung den Status Quo bekräftigte und ein weiteres Mal eine Stabilitätsperiode beim Zinssatz ausrief, nährte ein bemerkenswert positiver Arbeitsmarktbericht die Hoffnung, dass auf die derzeitige Stillstandsperiode eine Straffung statt weiterer Lockerungsmaßnahmen folgen wird. Der weitere Weg könnte jedoch von Gefahren gesäumt sein, da externe Kräfte sich sammeln, um den Aussie in der kommenden Woche zu schwächen.

Ein ruhiger, nationaler Wirtschaftskalender bietet wenig, das voraussichtlich die Spekulationen über die Geldpolitik antreiben könnte. Die internationale Landschaft droht jedoch, heftige Gegenwinde freizusetzen, wobei sich der Blickpunkt auf die US-Wirtschaftsnachrichten und deren Folgen für die künftigen Handlungen der Federal Reserve richtet. Seit Jahresbeginn ist ein zentrales Thema, welches die Währungsmärkte antreibt, die Abkoppelung von zunehmend schwachen Ausgängen der US-Daten und dem Engagement der Fed, ihre QE-Bemühungen weiter "zurückzuschrauben". Dies ermutigte die Investoren, zu vermuten, dass die Zentralbank den Prozess, das Volumen ihrer monatlichen Anlagenkäufe zu reduzieren, unterbrechen oder verwerfen könnte. Die neue Vorsitzende der Fed Janet Yellen und Gefolge hatten jedoch deutlich anderes im Sinn.

Man muss nicht erwähnen, dass der Zurückschraubungs-Prozess ununterbrochen weiterging, wobei das Zins-festsetzende FOMC-Komitee das Volumen der Käufe von Anleihen und MBS-Bürgschaften drastisch um $10 Milliarden/Monat gekürzt hat, seitdem die Bemühung im Dezember gestartet wurde. Die politischen Entscheidungsträger, einschließlich Yellen, argumentierten, dass die Verlangsamung der US-Wirtschaftsleistung im ersten Quartal vorübergehend war und keine Änderung des Kurses bedarf. Letztendlich könnten handfeste Beweise, die diese Position unterstützen, auftauchen: Ein Index der Citigroup, der nachverfolgt, inwiefern die US-Wirtschaftveröffentlichungen im Vergleich zu den Erwartungen stehen, fand Anfang April einen Boden und begann sich nach oben umzukehren. Tatsächlich befindet sich dieses Maß nun auf seinem höchsten Punkt seit fast drei Monaten.

Mit diesem Hintergedanken werden Trader sicherlich die Veröffentlichung der US-Einzelhandelsumsätze und die Inflationsdaten für April gespannt beobachten. Die VPI-Kennzahl ist besonders bemerkenswert, wobei erwartet wird, dass die Benchmark-Preiswachstumsrate im Jahresvergleich auf ein 9-Monats-Hoch von 2 Prozent ansteigt. Das Verbrauchervertrauen sollte sich ebenso verbessern: mittelwertige Prognosen deuten an, dass das Sentiment-Maß der University of Michigan diesen Monat auf das höchste Level seit Juli 2013 ansteigt. Falls sich der jüngst bessernde Trend bei den relativen Ausgängen weiterhin hält, könnten Trader Überraschungen nach oben erleben, die sogar solch eindrucksvolle Ergebnisse übertreffen könnten. Solche eine Wende der Ereignisse könnte die Kraft haben, Zweifel über die Fähigkeit der Fed, ihre Bemühung zu einer Normalisierung der Politik fortzusetzen, zu zerschlagen.

Unbelastete Spekulationen über ein Auslaufen der QE-Maßnahmen und den letztendlichen Einstieg in Leitzinserhöhungen sorgten letztes Jahr für breitbasierte Liquidationen über das ganze Spektrum der risikobehafteten Anlagen hinweg. Wenn sich dieser Vorgang nun wiederholt, könnte dies den Aussie stark dämpfen. Als eine der ertragsstärkeren G10-Währungen ist die Währung höchst empfindlich gegenüber breitbasierter Risikoscheu. Das bedeutet, dass eine weitere Massenflucht aus den sentimentabhängigen Anlagen wohl den AUD hart treffen wird.

DailyFX stellt Neuigkeiten zu Forex und technische Analysen, die sich auf Trends beziehen, die die globalen Währungsmärkte beeinflussen, zur Verfügung.