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Euro Anstieg gegen Dollar isoliert, da Gefahr eines EZB-QE bleibt

Euro Anstieg gegen Dollar isoliert, da Gefahr eines EZB-QE bleibt

2014-04-12 11:05:00
Christopher Vecchio, CFA, Senior Währungsstratege
Teile:
Euro-Elevation-versus-Dollar-Isolated-as-ECB-QE-Threat-Remains_body_Picture_1.png, Euro Anstieg gegen Dollar isoliert, da Gefahr eines EZB-QE bleibt

Fundamentale Prognose für den Euro: Bärisch

- Die EZB wies auf QE hin, doch der Euro verlor nicht gegen den US Dollar nach den schwächeren NFPs für März an Boden.

- Der Euro war anderenorts schwächer und steht vielleicht im Japanischen Yen seiner besonders ernsten Bedrohung gegenüber, falls die Aktienmärkte weiter sinken.

- Haben Sie eine bullische (oder bärische) Tendenz beim Euro und wissen nicht, welches Paar Sie traden sollen? Verwenden Sie einen Euro Währungskorb.

Die Schwäche des Euro nach der jüngsten Intensivierung ihrer expansiv ausgerichteten "Forward Guidance" durch die Europäische Zentralbank war in der letzten Woche kaum spürbar, da der Euro als die stärkste Hauptwährung gegen den US Dollar (EUR/USD +1,30%) Schritt hält. Da der US Dollar sich im Taumel von anhaltend schwachen Wirtschaftsdaten inmitten des QE3 Tapering der Federal Reserve befindet, lag der Fokus in dieser Woche auf die Auflösung von USD-basierten Risiko-Positionen.

In der Euro-Zone, dank der größten Volkswirtschaft - Deutschland - die ein dauerndes Plus verzeichnet, gibt es eine natürliche Neigung der Marktkräfte den Wechselkurs als Form eines korrektiven Mechanismus höher zu drücken. Dementsprechend erzielen schlechte Verbrauchsdaten, schwache Handelszahlen, enttäuschende Stellendaten und gemischte Signale von der Fed sofort eine positive Aufmerksamkeit, während der US Dollar eine Serie von Missgeschicken in den vergangenen Monaten hinnehmen musste. Die Zentralbanken haben das zur Kenntnis genommen: In Q1’14 stieg der Euro um circa +0,35% des Gesamtanteils der globalen Forex-Reserven (Spitze unter den Hauptwährungen), während der US Dollar sich um circa -0,55% (Internationaler Währungsfonds) zurückzog.

Die Wirtschaftsdaten der Euro-Zone selbst waren schwach (darum ist die QE-Diskussion der EZB wieder auf dem Tisch). Der Citi Economic Surprise Index fiel auf -9,9 am 11. April, der niedrigste Wert in 2014 und der niedrigste seit dem 21. Juni 2013. Es gibt kaum Beweise, dass die Marktteilnehmer aus optimistischen, spekulativen Gründen im Euro geblieben sind.

Daher könnten wir eine Diversifizierung der globalen Banken weg vom US Dollar erleben, und während die Euro-Zone sich weiter von den Tiefen der finanziellen Krise erholt, begibt sich der Euro in die Rolle eines alternativen Safe-Haven. Die Kursbewegung unter den Forex-Majors in dieser Woche unterstützt diese Annahmen. Aufgrund des Sturzes der US Aktienmärkte in der zweiten Hälfte der Woche wurden sämtliche Verluste des Euro gegen den Australischen und New Zealand Dollar ausgewischt; der Euro war der drittbeste Performer insgesamt, nach dem Schweizer Franken und dem Japanischen Yen.

Selbst im Angesicht einer globalen Risikoaversion war der Euro nur in der Lage geringe Zuwächse von +0,18% und +0,27% gegen den Australischen und den New Zealand Dollar herauszuquetschen. Beide erwiesen sich als überraschend widerstandsfähig gegenüber Bedenken hinsichtlich des Marktwachstums, dank der guten Leistung der jeweiligen Volkswirtschaften. Das Verlangen der Trader von den Hochzinswährungen zu den Niedrigzinswährungen zu wechseln war besonders gedeckt.

Falls sich die Umgebung der Wirtschaftsdaten für den Euro verbessert, könnte sich die Konversation wieder auf einen Euro konzentrieren, der inmitten von Wachstumsspekulationen an Boden gewinnt. In dieser Woche war der Euro mehr oder weniger der “Anti-US-Dollar.” Die finanzielle Grundlage des Euro ist neben schwachen Wirtschaftsdaten ebenfalls schwach. Die Interbank-Leitzinsen drückten in den letzten Wochen weiter höher: Im April lag der EONIA Zinssatz durchschnittlich bei 0,212%; im März bei 0,192% (ausschließlich der Spitze am 31. März bei 0,688% hätte der März-Durchschnitt wohl sonst noch tiefer bei 0,167% gelegen). Angesichts dieser Fakten gibt es wenige Gründe, dass die Gefahr eines EZB-QE sich bald verflüchtigen wird, was den Euro anfällig belässt, falls die Wirtschaftsdaten sich anderenorts in der Welt verbessern. –CV

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