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Verletzbarer Moment für den Euro mit aufkommendem Sentiment nach FOMC

Verletzbarer Moment für den Euro mit aufkommendem Sentiment nach FOMC

2014-03-22 11:50:00
Christopher Vecchio, CFA, Senior Strategist
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A-Vulnerable-Moment-for-the-Euro-as-Sentiment-Evolves-Post-FOMC_body_Picture_1.png, Verletzbarer Moment für den Euro mit aufkommendem Sentiment nach FOMC

Fundamentaler Ausblick für den Euro: Neutral

- Der Euro erlebte einige wenige holprige Tage, nachdem EZB-Präsident Draghi vor Euro-Stärke warnte.

- Das EUR/USD Dreieck der Wochenmitte wurde nach dem Zinsentscheid des FOMC aufgelöst.

- Halten Sie eine bullische (oder bärische) Tendenz beim Euro, wissen jedoch nicht, welches Paar Sie traden sollten? Verwenden Sie einen Euro Währungskorb.

Der bullische Trend des Euros bis Mitte März wurde diese Woche nach dem Zinsentscheid der Federal Reserve abrupt mit einem starken Rückgang beim EUR/USD abgebrochen, wobei auch andere EUR-Crosses im Verlauf heruntergezogen wurden. In einer Woche, in der der Kalender kaum wichtige Wirtschaftsdaten enthielt, erwies sich dieses ausländische Ereignis für die Einheitswährung in den letzten fünf Tagen als am einflussreichsten.

Die Erscheinung eines restriktiveren FOMC – gesalbt vom Versprecher der Fed-Vorsitzenden Janet Yellen, als sie sagte, dass die erste Zinserhöhung ungefähr sechs Monate nach dem vollständigen Abbau des QE3 erfolgen könnte – half ebenfalls dabei, den EUR/USD neu zu kalibrieren.Es ist nur gerade zwei Wochen her, als die Europäische Zentralbank klar stellte, dass sie nichts unternehmen würde, während das Wachstum wieder zurückkehrt und Krisenbedingungen in Schach gehalten würden. Die restriktive Haltung der EZB wurde mit schwachen US-Wirtschaftsdaten ergänzt, was zu Spekulationen zu einem expansiveren FOMC führte.

Falls das vorherige Grund-Sentiment im Markt für eine geduldige EZB und eine nervöse Fed sprach, wurde das Drehbuch in den letzten zwei Wochen drastisch umgeschrieben, was zu einer viel weniger optimistischen Beurteilung insbesondere des EUR/USD und nun des Euros im Allgemeinen führte. Anstatt daneben zu stehen, warnte EZB Präsident Mario Draghi, dass ein erhöhter Euro-Wechselkurs das Wachstum bremse. Für die Fed ist es klar, dass die schwachen Daten der vergangenen zwei Wochen (“das Wetter”) nicht genügten, um eine expansive Haltung einzunehmen; die Fed und die EZB haben ihre entsprechenden Rollen offenbar kürzlich ausgetauscht.

Der Euro könnte nun von einem deutlicheren Rückgang betroffen werden, da das Sentiment der Zentralbank auf einen kurzfristig schwächeren EUR/USD vorbereitet wurde. Wie immer wird, wenn man den Umstand der EZB-Position – sie bleibt unverändert – eine Verschlechterung der europäischen Wirtschaftsdaten nötig sein, um eine ernsthafte Euro-Schwäche auszulösen. Bereits letzte Woche wurde offenbart, dass die Inflation in der Eurozone auf ein Tief nach der Krise 2008 auf +0,7% J/J gefallen ist, ein Level, bei dem die EZB in jüngster Geschichte beschloss, ihren Refinanzierungssatz im November 2013 zu senken.

Die Wirtschaftsdaten aus der Eurozone haben im Allgemeinen zu enttäuschen begonnen, und der Citi Economic Surprise Index fiel bis 21. März auf +6,9, ein Monatstief. Obwohl dies noch über dem Jahrestief des Indexes von -0,8 liegt, das am 26. Februar verzeichnet wurde, befindet es sich weit ab vom Jahreshoch, das wir am 28. Januar bei +30,3 gesehen hatten. Das Daten-Momentum scheint diese Woche unter weiteren Druck zu geraten, da verschiedene PMI-Statistiken für März fällig sind, und von den Daten des Euro-Zone Composite der deutschen Herstellung und Dienstleistungen wird allgemein erwartet, dass sie ab ihren Levels im Februar fallen werden.

In Bezug auf die Belastung der Finanzierung blieben die Interbank-Kreditzinsen unter dem Overnight Referenzzins der EZB (0,25%), aber es zeigt sich langsam ein mäßiger Druck. Obwohl er am Freitag bei 0,163% schloss, lag der durchschnittliche 20-Tages-Zinssatz der EONIA bei 0,169%, noch einen Monat vorher (am 22. Februar) lag er bei 0,156% und vor drei Monaten (am 20. Dezbember) bei 0,149%. Mit den laufenden LTRO-Rückzahlungen würde eine weitere Reduzierung der überschüssigen Liquidität, zusammen mit schwächeren Wirtschaftsdaten – verschärft von den erneut aufkommenden Spekulationen über den früher als erwarteten Abbau der Stimulus-Maßnahmen der Fed – einen Zustand erhöhter Kreditbelastungen führen.

Falls die Angst des Markts vor der EZB wegen des kürzlichen Haltungswechsels der Zentralbank steigt, und da die Spekulanten nun beim Euro seit der Woche, die am 29. Oktober 2013 endete, am bullischsten sind (CFTCs COT-Daten zeigen, dass die Euro-Longs um +45,6% auf 52.991 Kontrakte für die Woche bis 18. März 2014 gestiegen sind), könnte sich der perfekte Mini-Sturm für eine Euro-Schwäche in den nächsten Tagen und Wochen entwickeln. –CV

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