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COT Übersicht der Märkte: Gold & Yen erholen sich, Vertrauen in Euro fällt in den Händen spekulativer Größen, Aussie für 2014 "down under"

COT Übersicht der Märkte: Gold & Yen erholen sich, Vertrauen in Euro fällt in den Händen spekulativer Größen, Aussie für 2014 "down under"

2014-01-20 14:24:00
Niall Delventhal, Marktanalyst
Teile:

COT-Chart des Tages: EUR/USD – eine fallende spekulative Positionierung im Euro FX an der CME deutet auf weitere Kursschwäche, doch ob der USD in einer Woche mit dünn besiedelter US Wirtschaftsagenda bullishe Impulse findet ist fraglich.

ND_COT_uebersicht_20.01.2014_body_Picture_5.png, COT Übersicht der Märkte: Gold & Yen erholen sich, Vertrauen in Euro fällt in den Händen spekulativer Größen, Aussie für 2014 "down under"

Übersicht der Märkte

Mit Blick auf die US Agenda bietet eine durch den Feiertag (heute: US Feiertag Martin Luther King Day) verkürzte Woche wenige hoch-wichtige Wirtschaftsdaten. Das bietet wenig Zündstoff für die sonst so volatilen Reaktionen nach stärken Pro-Taper Hinweisen der Wirtschaftsdaten und damit dem USD wenig Spielraum für deutliche bullishe Impulse. Das Aufwertungspotenzial für den USD könnte diese Woche somit begrenzt ausfallen.

Die Edelmetalle starten positiv ins Jahr 2014. Im Gold zeichnet sich ein Vertrauenszuwachs der institutionellen Spekulanten wider. Seit 4 aufeinanderfolgenden Wochen steigern sie ihre gehaltenen Kontrakte im Goldmarkt an der COMEX. Gerade die aufkeimende Sorge, um eine weiteres ausufern der anhaltenden Streiks in Südafrika gelten als preistreibend. Es werden weitere Streiks in Platinminen des Landes erwartet und die Sorge vor einer Arbeitsniederlegung, die branchen- oder länderübergreifenden ausfällen könnte, ist noch nicht abgeebbt. Unterstützend zieht mit dem Kurs übergeordnet auch das Open Interest an der COMEX an.

In der Nacht sorgte die Veröffentlichung des chinesischen BIPs für Impulse. Mit einem Anstieg des chinesischen Bruttoinlandsprodukts von 7,7% steigerte sich das Wirtschaftswachstum in 2013 zwar als mehr aus Peking prognostiziert wurde, doch ein Verlust des Momentums ist erkennbar (Goldartikel). Die Reaktion asiatischer Indizes, die größtenteils im Minus schlossen, verdeutlichte die Sorge eines nachhaltigen Nachlassens der Wirtschafsleistung Chinas. Der von den Spekulanten fallen gelassene Aussie (im Mai hielt ich einen COT AUD/USD Artikeltitel überspitzt formuliert mit „Die heiße Kartoffel der Aussie wird fallen gelassen.“), setzte in Folge chinesischen Daten zu einem neuen Dreijahrestief an. Bereits die Vorwoche verdüsterte sich der wirtschaftliche Zustand des Landes als ein schwacher Arbeitsmarkt deutlich unter der Erwartung ausfiel. Erwartet wurde ein Anstieg der Arbeitslosenquote von 22.600, doch die Kennzahl der beschäftigten Australier fiel im Dezember unerwartet um 10.000. Ein schwacher Arbeitsmarkt lässt den AUD/USD unter das Dreijahrestief stürzen, die chinesischen Daten von heute früh setzen noch „einen oben drauf“. Interessant zeigt sich die Erwartungshaltung an die RBA. Signifikant stieg letzte Woche die eingepreiste Wahrscheinlichkeit anhand von Zinsterminkontrakten einer zeitnahen Zinssenkung der australischen Währungshüter. Die letzte spekulative Position, die wir in diesen Report betrachten, fängt noch nicht die Reaktion der Markteilnehmer an der CME auf diese Entwicklung ein, da der COT-Report mit einer 3 Tagen Verzögerung die Positionierung der Markteilnehmer widergibt. Dieser Report zeigt die Position von letzten Dienstag an. Für den AUD/USD wird sich die Inflation um 1:30 Uhr am Mittwoch als entscheidend für den weiteren Wochenverlauf erweisen. Sollte die Inflation über der zuletzt veröffentlichten Kennzahl von 2,2% notieren, könnte der Spielraum der RBA schrumpfen den Leitzins in den kommenden Monaten senken zu können. Gerade die signifikante Teuerungsrate am Immobilienmarkt in den australischen Großstädten wird besorgt betrachtet und bildet ein klares Gegenargument zur zunehmend expansiven Haltung australischer Währungshüter.

Distanzierter treten die Großspekulanten auch gegenüber dem EUR/USD auf. Die EUR/USD Position fällt seit 4 Wochen aufeinanderfolgenden Wochen. Hier wird wieder deutlich verstärkt auf den restriktiveren Kurs der Fed gesetzt. Die Nettoposition im EUR/USD beträgt nur 1,57 Mrd. USD, und fiel in den letzten 4 Wochen um 3,16 Mrd. USD. Die spekulative Nachfrage rudert stark zurück. Noch befindet sich die Netto-Position, die Kennzahl entspricht sämtlichen Long Positionen minus den Short-Positionen, der Non Commercials (der Großspekulanten) im Plus, d.h., noch setzen mehr auf Stärke, doch die Tendenz dieser Position deutet gen Süden und das trägt deutliche bearishe Züge.

Im Japanischen Yen fällt, die zuletzt drastisch hochgefahrene Position gegen den JPY, leicht zurück. Der übergeordnete Trend deutet weiterhin auf USD-Stärke gegen den Yen, doch der Rückzug der Positionen deutet eine Korrektur in diesem Währungs-Cross an.

Dem Britischen Pfund gelang letzte Woche innerhalb weniger Minuten ein großer Schritt. Die Einzelhandelsumsätze des Landes können die Erwartung deutlich übertreffen und beförderten das Britische Pfund an die Spitze der Performer unten den Devisenpaaren zum Ende der letzten Woche. Britische Einzelhandelsumsätze übertrumpfen Erwartungen - Weihnachtskaufrausch der Briten lässt GBP-Schwäche verblassen. Hier könnte ein bullishes Momentum losgetreten worden sein. Katalysierend auf diese Entwicklung könnten der britische Arbeitsmarkt am Mittwoch und das Sitzungsprotokoll der letzten Zinssitzung der britischen Notenbank wirken, sollten verstärkt neugeschaffenen Stellen aufgezeigt werden und die Tendenz eines restriktiven geldpolitischen Kurses sich festigen.

Zu den einzelnen heutigen COT Betrachtungen:

Veränderung der Netto-Position im Wochen und 4-Wochenvergleich in Kontrakten

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Prozentuales Verhältnis der Short- & Long-Positionierung der Großspekulanten

  • Deutlich einseitig setzen Großspekulanten übergeordnet auf JPY, CAD und AUD Schwäche gegen den USD.
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Großspekulanten-Positionierung in Mrd. USD

Die Positionierung in Mrd. USD gibt die folgende Tabelle wieder sowie die Veränderung zur Vorwoche.

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Analyse geschrieben von Niall Delventhal, Marktanalyst von DailyFX.de

Um Niall Delventhal zu kontaktieren, sende man eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

Folgen Sie Niall Delventhal auf Twitter: @NiallDelventhal

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