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Rallye bei den europäischen Aktien und Bond geben ein falsches Gefühl der Sicherheit

Rallye bei den europäischen Aktien und Bond geben ein falsches Gefühl der Sicherheit

2014-01-11 05:41:00
John Kicklighter, Chef-Währungsstratege
Teile:
Rally_in_European_Stocks_Bonds_Give_False_Sense_of_Security_body_Picture_1.png, Rallye bei den europäischen Aktien und Bond geben ein falsches Gefühl der Sicherheit

Fundamentaler Ausblick für den Euro: Neutral

  • Die EZB entschied sich dazu, sich "festzubeißen", anstatt die Politik zu ändern, aber Draghi konzentrierte sich eher auf die Zinssenkungen als auf das QE
  • Rekord Tief, kurzfristige spanische und italienische Zinsen reflektieren eher den Überschwang von Investoren als ein wahres Risikoprofil
  • Glauben Sie, dass der Euro mittelfristig ansteigen oder fallen wird? Verwenden Sie den Euro Währungskorb, um auf langfristigere Sicht zu traden

Der Euro beendete die letzte Woche ziemlich unverändert, da es wichtiges Eventrisiko nicht schaffte, tiefere fundamentale Gewässer zu rühren. Insbesondere hat die Beibehaltung der Politik durch die Europäische Zentralbank (EZB) mit wenig Klarheit für die jüngste Spekulation über eine mögliche künftige Erhöhung des Stimulus den Druck für einen FX-Markt gedämpft, der mehr Aufmerksamkeit auf die relative Geldpolitik richtet. Währenddessen waren die europäischen Kapitalmärkte der Nutznießer von außergewöhnlichen Kapitalzuflüssen, deren Tempo weit die Prognose für den wirtschaftlichen Hintergrund übertrifft - was die Region und die Währung besonders jeglichen künftigen Änderungen im globalen Sentiment aussetzt.

Während sich der Euro mehr als seinem fairen Anteil von Problemen gegenübersehen wird, während es in die zweite volle Handelswoche von 2014 geht, wurde eine unmittelbare Bedrohung spürbar reduziert. Die relative Geldpolitik wurde eine der wichtigsten Triebkräfte des FX-Markts, da die Zentralbanken wie die Bank of Japan (BoJ) Pläne vorantreiben, ihr Stimulusprogramm bedeutend auszuweiten, während die Federal Reserve erste Schritte unternahm, ihre Lockerung mit einer Zurückschraubung zu drosseln. Auch wenn die Offiziellen es vielleicht nicht frei heraus zugeben möchten, dass zumindest ein Teilziel solcher Bemühungen die Abwertung ihrer entsprechenden Währungen ist, werden die Auswirkungen nichtsdestotrotz gespürt. Die Größe der Bilanz einer Zentralbank - und noch wichtiger die Erwartungen für deren Wachstum - kann spürbar eine Währung abwerten, entweder durch Geldmengenfaktoren oder durch Zinssatzeinflüsse.

Für die europäische Autorität erzwingt das wirtschaftliche Bild eher eine Bewegung zur Lockerung als zur Restriktion. Viele Mitglieder der Eurozone stecken immer noch in einer Rezession, die Arbeitslosenquote der Region liegt immer noch auf Rekordhochs und die Inflation fiel auf ein Tief, das seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr gesehen wurde. Diese selben Bedingungen ermutigten die EZB im November die Zinsen zu senken. Diese liegen bei 0,25 Prozent und bieten jedoch wenig Raum, mit diesen Standardmaßnahmen fortzufahren. Negative Zinssätze oder oder ein gezieltes Stimulusprogramm sind nun die effektiveren Bewegungen. Jedoch werden diese außergewöhnlichen Schritte nicht leichtherzig eingeleitet. Das Outright Monetary Transactions (OMT) Programm, welches Anleihen kaufen würde, sollte sich eine regionale Krise entwickeln, wurde mit Zinsen auf extremen Levels festgesetzt. Für den Finanzsektor wurden die Längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte (LTRO), die an Banken billige Darlehen boten, ebenso in der Agonie einer Krise eingeführt. Heute ist das Risikomaß für beide Fronten extrem niedrig.

Da die EZB lediglich nur damit droht, zu tun "was auch immer notwendig ist", ist das Risiko einer der BoJ ähnlichen Stimulusbewegung, die die Währung bedeutsam abwerten kann, eher unwahrscheinlich. Im Gegensatz dazu haben die NFPs der US für Dezember den Spekulationen über eine Bewegung zur Sparpolitik (und Zinssätzen) für den US-Dollar ein Bein gestellt. In den globalen Finanzmärkten wird der relative Nutzen vom Euro gespürt.

Jedoch sollten dieselben Maße von außergewöhnlich geringer Besorgnis im europäischen Finanzmarkt die Investoren und Trader beunruhigen. Die Zinsen auf spanische und italienische, 2-jährige Staatsanleihen erreichten vergangene Woche Rekordtiefs. Dies ist ein außergewöhnlich niedriges Besorgnislevel vom Markt, wenn man bedenkt, das Spanien eine Rekordarbeitslosenquote von 26,7 Prozent hat und Italien die höchsten Schulden Europas trägt. Weiterhin legten die Aktienmarkt-Benchmarks für die problembehafteteren Mitglieder der Region vergangene Woche die beste Entwicklung hin.

Diese Märkte reflektieren eher den Überschwang der Investoren als wahres Vertrauen. Nach der Implementierung des Hauptstimulusprogramms der EZB, als sich die Angst vor der Instabilität der Eurozone abkühlte, schütteten kluge Spekulanten - ermutigt durch einen Sinn von Vertrauen durch den Moral Hazard des globalen Stimulus - Geld in die Märkte der Region, um auf die aufgeblasenen Zinsen zuzugreifen, die die Krise erhöht hat. Zwischen 6 und 7 Prozent (auf 10-jährige Staatsanleihen) könnten dies gute Überlegungen für ein Rendite-Risiko-Verhältnis gewesen sein. Dennoch sind die niedrig hängenden Früchte fast aufgegessen, da die Zinsen nun auf Mehrjahres- und Rekordtiefs liegen. Die Sturzflut von Investorenzufluss riskiert zu tröpfeln und sich möglicherweise zu wenden.

Wie andere globale Marktextreme - wie der S&P 500 auf Rekordhochs, die Aussetzung bei hochverzinslichen Anlagen und die Neigung zu Yen-Crosses - unterliegt der Euro der Gnade des Sentiments. Jüngst fiel die Volatilität (als ein Maß von Angst) auf extreme Tiefs. Dennoch sehen die wirtschaftlichen, finanziellen und fundamentalen Hintergründe nicht so ergiebig aus. Sollten die Besorgnisse zunehmen und eine Abwertung einsetzen, könnte sich die Kapitalwende aus Europa als volatil erweisen - und ein drohendes, aber unglaubliches Risiko für die Währung darstellen. - JK

DailyFX stellt Neuigkeiten zu Forex und technische Analysen, die sich auf Trends beziehen, die die globalen Währungsmärkte beeinflussen, zur Verfügung.