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Gold steht vor volatilem Abstieg in 2014, und zwar aus diesen Hauptgründen

Gold steht vor volatilem Abstieg in 2014, und zwar aus diesen Hauptgründen

- Gold verzeichnete seinen ersten Jahresrückgang in 13 Jahren

- Wir sehen wichtige, fundamentale Gegenwinde, die den Goldkurs noch weiter unter Druck setzen könnten

- Technische Studien deuten an, dass der XAU/USD seine letzten Verluste fortsetzen könnte

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Wir sagten seit Anfang des Jahres, dass Gold für Schwäche positioniert sei, da die fundamentalen Treiber der Investitionsnachfrage nachließen. Der Reiz des Goldes ist der einer alternativen Vermögensanlage, die gesucht wird, wenn die Inflation damit droht, die Devisen abzuwerten oder eine größere Krise das strukturelle Vertrauen in die Finanzmärkte untergräbt.

Die verankerten Preiswachstumserwartungen vor dem aggressiven Finanzstimulus und abnehmenden Ängsten einer weiteren globalen Marktbereinigung haben Gold ohne wesentliche Unterstützung gelassen, auf beiden Fronten. Der Kurs reagierte wie erwartet und fiel in diesem Jahr bisher um mehr als 26 Prozent. Vorausschauend deutet eine im Allgemeinen unveränderte Thematik hin, dass das so weitergehen wird.

Gold_forecast_for_2014_body_Picture_10.png, Gold steht vor volatilem Abstieg in 2014, und zwar aus diesen Hauptgründen

Goldkurse folgen den Inflationserwartungen

Auf der Inflationsfront erwies sich 2013 als Jahr, als die Investoren sich von der Meinung verabschiedeten, dass die globalen Stimulusmaßnahmen dazu verdammt seien, unmittelbar eine ungebändigte Inflation auszulösen. Tatsächlich gingen die globalen Preiswachstumserwartungen (gemäß einer Umfrage von Bloomberg unter Wirtschaftsexperten) beständig zurück, trotz der Einführung der “Abenomics” in Japan und den aggressiven Anleihenkäufen der Federal Reserve von $85 Milliarden/Monat mit ihrem “QE3”-Programm.

Der Ausblick für das erste Quartal 2014 scheint weniger versöhnlich zu sein. Am bemerkenswertesten ist, dass die Fed sich auf den "Taper" der Menge Stimulus vorbereitet. Obwohl die Spekulationen über das präzise Timing der ersten Reduzierung eine bedeutende Volatilität verursachte und dies wohl auch noch weiter tun wird, scheint der allgemeine, politische Kurs des FOMC festgelegt zu sein. Die US-Wirtschaftsdaten haben seit Anfang November zunehmend besser abgeschnitten als die Erwartungen des Markts. Gleichzeitig haben die Bond-Märkte begonnen, die Desinflation nicht mehr zu berücksichtigen, und die 1-Jahres Breakeven-Rate (ein Maßstab für den Ausblick zum Preiswachstum, der in den Renditen der Staatsanleihen reflektiert wird) stieg im November auf ihren höchsten Stand seit Mitte April.

Ansonsten haben die meisten der großen Zentralbanken eine abwartende Haltung eingenommen. Die BoJ wird voraussichtlich abwarten, um die Auswirkungen der Umsatzsteuer, die im April eingeführt wird, zu beurteilen, bevor sie einen zusätzlichen Stimulus in Erwägung zieht. Die BoE liebäugelt mit dem beneidenswerten Problem, dass ihre politischen Ziele frühzeitig erreicht werden. Die SNB, BoC und die RBA stehen in Wartestellung, während die RBNZ aktiv zu straffen bereit ist. Damit bleibt nur noch die EZB auf der übertrieben expansiven Seite des Ausblicksspektrums. Unnötig zu sagen, dass dies für die Anti-Fiat Goldnachfrage nichts Gutes bedeutet.

Gold wird wohl kaum Unterstützung vom “Tail”-Risiko erhalten

Gold_forecast_for_2014_body_Picture_13.png, Gold steht vor volatilem Abstieg in 2014, und zwar aus diesen Hauptgründen

Nach der Großen Rezession schien die Schuldenkrise der Eurozone die wahrscheinlichste Quelle für eine strukturelle Marktinstabilität zu sein. Dieses Risiko hat seither abgenommen. Ein Maßstab von Bloomberg, der die Finanzbedingungen im Währungsblock beurteilt, steht nun auf seinem höchsten Stand in mehr als sechs Jahren, was darauf hindeutet, dass kaum ein Finanzierungsstress vorhanden ist.

Andernorts zeigte ein sprunghafter Anstieg des 5-Jahres US Credit-Default Swap (CDS) Spread die Unruhen um die Debatte, die sogenannte Schuldengrenze zu erhöhen, und danach der Lahmlegung der Verwaltung. Wie wir in unserem Ausblick für das vierte Quartal schrieben, war dies jedoch nicht von Dauer. Der Shutdown erwies sich als zu politischer Albatros für alle Beteiligten, und eine Einigung wurde erzielt, um dann nur zwei Wochen später das Dilemma abzuschließen. Die 5-Jahres CDS Rate sank pflichtbewusst seit ihrem Hoch im Oktober um 27 Prozent. Seither haben die US Gesetzgeber ein Zweijahresbudget ausgehandelt, das sicherzustellen scheint, dass etwas Ähnliches wohl kurzfristig nicht mehr passieren wird.

Gold-Volatilität wahrscheinlich, aber allgemein wird Schwäche erwartet

Gold_forecast_for_2014_body_Picture_16.png, Gold steht vor volatilem Abstieg in 2014, und zwar aus diesen Hauptgründen

Die Märkte reagieren weiterhin auf die nachlassende, fundamentale Unterstützung des Goldkurses. Die Daten, die von Bloomberg zusammengestellt wurden, deuten an, dass alle bekannten Goldbarren-Beteiligungen in Gold ETFs seit Jahresbeginn in 2013 um 30,9 Prozent gefallen sind, dem tiefsten Level seit November 2009 und noch tiefer als die nachlassende Investitionsnachfrage.

Die Märkte bewegen sich jedoch nicht geradlinig. Dies bedeutet, dass eine Zick-Zack-Kursbewegung fast gewiss ist, vor allem, da sich die Märkte an die Veränderungen der politischen Mischung der Fed anpassen. Dennoch, während die Angst um die Verdünnung des US Dollars zusammen mit dem Umfang des QE-Programms abnimmt und das "Tail"-Risiko schwindet, sollte der Wunsch, eine Hedge mit alternativem Wert zu halten, ebenfalls schwächer werden. Dies könnte Rallyes in Grenzen halten, und bis 2014 könnte der allgemeine, strukturelle Abwärtstrend beständig anhalten.

Gold hat Spielraum für Abprall, aber breiter Trend deutet nach unten

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Gold Wochenchart - Erstellt mit FXCM Marketscope 2.0

Von einem technischen Standpunkt aus wird Gold seinen ersten Jahresrückgang in dreizehn Jahren verzeichnen, und der allgemeine Rückgang nach dem Bruch unter eine jahrelange Dreiecksformation im April dieses Jahres bleibt im Fokus. Obwohl der allgemeine Trend eher nach unten deutet, weisen die kurzfristigen Messungen an, dass das gelbe Metall vielleicht vor einer Korrektur höher im 1Q steht, falls der Kurs die Widerstands-Range bei $1268/70 überwindet. Dieses Level repräsentiert einen Zusammenfluss verschiedener Fibonacci-Verhältnisse und diente seit 2010 als klares Pivot im Kurs.

Die vorübergehende Unterstützung liegt bei $1209, und ein Bruch darunter zielt auf die kritischere Unterstützung bei $1179/80. Dieses Level stellt die Konfluenz der 100% Fibonacci Extension ab den August-Hochs und des Jahrestiefs von Ende Juni dar. Beachten Sie, dass ein Tages-Momentum den Trendlinien-Widerstand von den August-Hochs weiterhin respektiert. Eine Überschreitung und ein anschließender Durchbruch über die 50-Schwelle würde andeuten, dass eine deutliche Korrektur höher vorbereitet wird. Es ist auch wichtig, daran zu denken, dass, zyklisch gesprochen, Gold dazu tendiert, zum Jahresende hin leistungsstark zu sein, und die Opening Range von 2014 wird wahrscheinlich weitere Klarheit verschaffen, ob zu Jahresbeginn ein Abprall in den Karten steht. Fazit: Gold bleibt unter $1268/70 gefährdet, und ein Bruch höher wendet unseren kurzfristigen Fokus auf die Oberseite, mit den Widerstandszielen auf $1286, $1305 und $1325 gerichtet. Suchen Sie einen Bruch und Schlusskurs unter dem Jahrestief, um den allgemeinen Abwärtstrend wieder in den Mittelpunkt zu stellen, und solch ein Szenario zielt auf die nächste Unterstützung bei $1151-1160, $1125 und $1091.

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Geschreiben von Ilya Spivak und Michael Boutros, Währungsstrategen für DailyFX.com

DailyFX stellt Neuigkeiten zu Forex und technische Analysen, die sich auf Trends beziehen, die die globalen Währungsmärkte beeinflussen, zur Verfügung.