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Euro_Collapse_Versus_Dollar_as_Much_an_ECB_Factor_as_Risk_Trends_body_Picture_1.png, Sturz des Euros gegenüber Dollar ebenso ein EZB-Faktor wie Risikotrends

Der Sturz des Euros gegenüber dem Dollar ebenso EZB-Faktor wie auch Risikotrends

Fundamentaler Ausblick für den Euro: Neutral

  • Der Zinsentscheid der EZB wird ein wichtiges Ereignis für die Kursbewegung des Euros sein, sowohl für die Fortsetzung als auch für die Reaktion
  • Etwas anderes als eine Straffung der Stimulus-Maßnahmen zu einer expansiven Politik kann den Euro allgemein auf den Märkten zum Sinken bringen
  • Finden Sie Signale, die spekulative Positionierung und Webinars über den Euro bei DailyFX-Plus dieser Woche

Der Euro war die leistungsschwächste Währung unter den Hauptwährungen – und der Sturz, den er erlitt, war ziemlich spektakulär. Dieses unglaubliche Momentum könnte jedoch nicht so etabliert sein, wie viele Bullen befürchten, und es besteht Hoffnung. Derselbe fundamentale Treiber, den die Währung in der vergangenen Woche in die Höhe trieb, könnte diesen Rückfall genauso gut zu Beginn der nächsten Handelswoche wieder wettmachen. Obwohl die FX-Trader auf jegliche Unruhen im Netz der allgemeinen Risikotrends achten werden, werden ängstliche kurze Bewegungen oder starke Swings für den Euro in dieser Woche eher vom Eventrisiko der Region selber abhängen – dem Zinsentscheid der EZB.

Das Policy Meeting der Europäischen Zentralbank ist für Donnerstag um 12:45 GMT vorgesehen. Bei den letzten beiden Sitzungen war die Haltung des Markts etwas spröde. So, wie es sein sollte. Obwohl es in den Stellungnahmen und den Bemerkungen des EZB-Präsidenten Draghi bei den Pressekonferenzen Überraschendes zu hören gab, hat die EZB ihre Politik seit dem 2. Mai (25 Basispunkte für die aktuellen 0,50 Prozent) eigentlich gar nicht geändert. Dennoch haben wir in den vergangenen Monaten eine deutliche Hartnäckigkeit der schlechten Wirtschaftslage, ein sich verlangsamendes globales Wirtschaftsbild und einen besorgniserregenden Anstieg bei den regionalen Zinssätzen erlebt.

In Wahrheit ist der fundamentale Hintergrund für den Euro schon seit längerem "holprig". Die globalen Finanzmärkte haben jedoch schon seit einiger Zeit eine unfassbare Toleranz gegenüber der anhaltenden Rezession, nachlassenden Budget-Anstrengungen, erneuten Verhandlungen zu Sparmaßnahmen und sogar "Bail-ins" gezeigt. Es wurde einfach zu einem vertrauten Bestandteil des Hintergrunds der Währung und der Region, was sich irgendwann zu einer Art Apathie entwickelte. Dennoch wurde diese Ruhe in der vergangenen Woche aufgerüttelt, da zwei besonders problematische Indikatoren veröffentlicht wurden: Die Arbeitslosenquote und der VPI der Eurozone.

Ein Rekordhoch von 12,2 Prozent bei der Arbeitslosenquote ist sicherlich beunruhigend, wenn man sie gegen den permanenten Optimismus und die Versicherungen der europäischen Führer stellt. Alleine würde diese Zahl jedoch kaum am Euro gerüttelt haben. Was die Investoren tatsächlich in Sorge versetzte, war der unerwartet starke Rückgang im Verbraucher-Inflationsbericht im Jahresvergleich für Oktober – auf 0,7 Prozent. Dieser Indikator auf einem Vierjahrestief gibt der Zentralbank nicht nur Spielraum für eine weitere Lockerung ihrer Politik, um die von Sparmaßnahmen gebeutelten Wirtschaften zu stützen. Er könnte sogar bis zu einem gewissen Ausmaß nötig sein, sollten die Offiziellen die Reaktion einer Desinflation fürchten.

In Bezug auf die Lockerung, erwarten viele eine bevorstehende Zinssenkung. Dies wäre jedoch, in Anbetracht der 0,50 Prozent und mit genügend Beispielen einer gescheiterten Reaktion auf die marginalen Reduzierungen auf Zinssätze nahe bei Null, eine erfolglose und unwahrscheinliche Option. Stattdessen könnte die EZB ein weiteres Kreditprogramm – ähnlich wie das LTRO (Long-Term Refinancing Operation)-Programm von 2011 und 2012 erwägen. Tatsächlich sahen wir, dass mit den früheren Rückzahlungen dieser dreijähigen Niedrigzinskredite von den europäischen Banken, dass die Bilanz der EZB seit vergangenem Juni schrumpft, und die kurzfristigen Zinssätze steigen seit dem Jahreswechsel. Höhere Zinssätze für Wirtschaften, die immer noch Mühe haben aber voraussichtlich bald wieder auf den Markt zurückfinden, und ein kleiner Puffer für die Finanzsysteme sind eine gefährliche Mischung.

Nach dem starken Sturz des Euros in der vergangenen Woche scheint es, als ob der Markt sich dahingehend Sorgen macht, das ein politischer Wandel zunehmend wahrscheinlich wird. Es gibt jedoch auch eine Nuance zu diesem Ereignis. Falls die Zentralbank diesmal eine schwierige Entscheidung hinausschiebt, aber eine Warnung ausgibt, dass ein neuer Stimulus in naher Zukunft eingeführt werden könnte, wäre der Markt immer noch erschüttert. Es hängt davon ab, wie aggressiv sich der Markt einem solchen Szenario anpasst. Wenn wir die Korrektur dieser letzten Woche bis zum Zinsentscheid ausweiten, würde ein Halten jeglicher Art einen spekulativen Abprall bei der Deckung erleben. Falls der Euro jedoch in der ersten Wochenhälfte stagniert – eine ziemliche Wahrscheinlichkeit, da die Spekulanten sich vor anstehenden Eventrisiken abseits halten – könnte der Euro immer noch als zu hoch erachtet werden und fallen.

Obwohl der EZB-Entscheid klar das Hauptthema für Euro-Trader sein wird, gibt es noch zahlreiche weitere lokale Eventrisiken, die man berücksichtigen muss, auch wenn keine unmittelbare Volatilität damit verbunden ist. Beachtenswert sind die Wirtschaftsprognosen für die EU, die Veränderung bei den Arbeitslosenzahlen in Spanien und die Rückkehr der Troika in Athen (alle am Dienstag), die Daten zur Aktivität im Dienstleistungssektor (Mittwoch) und die Darlehenszahlen der Bank of Italy (Freitag). JK