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Der Japanische Yen gemäß leichtem Kalender aus dem Ausland gefährdet: EZB, NFPs

Der Japanische Yen gemäß leichtem Kalender aus dem Ausland gefährdet: EZB, NFPs

Christopher Vecchio, CFA, Senior Strategist
Light_Calendar_has_Japanese_Yen_at_Risk_from_Abroad_ECB_NFPs_body_Picture_1.png, Der Japanische Yen gemäß leichtem Kalender aus dem Ausland gefährdet: EZB, NFPs

Fundamentale Prognose für den Japanischen Yen: Neutral

  • EUR/JPY stürzt vom Wochenhoch, während der Eurokurs bei den EZB Spekulationen auf Leitzinssenkungen einbricht.
  • Der USD/JPY erzielte einen Kurszuwachs, nach Bekanntgabe der Fed, dass QE3 mindestens bis Dezember in Kraft bleibe.
  • Intraday Momentum in JPY-Crosses mithilfe der StrongWeak App beobachten

Der Japanische Yen hat sich in der letzten Oktoberwoche weitgehend seitwärts entwickelt, während die kontinuierliche Strähne der gedämpften Volatilität ein schwaches Interesse an der niedrig verzinslichen Finanzierungswährung hervorgerufen hat. Die verminderte Attraktivität des Yen kann zum Teil der Entscheidung der Fed zugeschrieben werden, das QE3 mit $85 Mrd./Monat beizubehalten: Im September stieg der Yen aufgrund des Non-Tapers nur gegenüber dem US Dollar; dennoch erlebte der Yen diese Woche keine dermaßen bullische Reaktion.

Wenn überhaupt, zeigte die Reaktion in den JPY-Crosses diese Woche, dass die eingehenden Vermutungen bezüglich der Fed Politik auf den US Dollar gerichtet sind. Die Risikobarometer in den Schlagzeilen im FX, AUD/JPY und NZD/JPY blieben zwischen der Veröffentlichung der Fed Grundsatzerklärung am Mittwoch und dem wöchentlichen Schlusskurs am Freitag relativ unverändert bei -0,12%, beziehungsweise bei +0,69%. Abgesehen vom bedeutenden Eventrisiko profitiert der Yen nur, wenn die QE3 Spekulationen noch einmal zulegen und eine Flucht in die Sicherheit im FX bewirken würden. Ohne einen solchen Auslöser wird der Yen sich kurzfristig nur schwer orientieren können.

Daher ist es wichtig zu beachten, dass sich Themen entwickeln, die einen Wandel im Yen bewirken könnten. Während der japanische Wirtschaftskalender diese Woche ziemlich ruhig ist, gibt es an anderen Stellen des DailyFX Wirtschaftskalenders mehrere "hochwichtige" Ereignisse. Und zwar gibt es drei Zentralbanktreffen (RBA am Dienstag, BoE und EZB am Donnerstag) und vier Arbeitsmarktberichte (Neuseeland am Dienstag, Australien am Mittwoch, Kanada und die Vereinigten Staaten am Freitag).

Unter diesen Ereignissen könnte die EZB Sitzung am Donnerstag das größte Risiko für den Yen - genauer EUR/JPY bedeuten. Während die Volatilitätsveröffentlichungen im gesamten FX in der Nähe der Multi-Monats- und Multi-Jahrestiefs bleiben, sollte betont werden, dass die kurzfristigen EUR/JPY Volatilitätswerte sich erholt haben (in Abwesenheit anderer JPY-Crosses, wie des USD/JPY oder GBP/JPY). Die einwöchige implizite Volatilität des EUR/JPY stieg am Freitag (1. November) auf ganze 10,78%, der größte Sprung an einem einzigen Tag seit 12. September (September FOMC Positionierung vor September).

In den letzten paar Jahren konnten wir beobachten, dass die nachhaltig höheren Volatilitätslevels für JPY-Crosses eine bärische Tendenz zeigen; eine erhöhte Volatilität treibt die Händler allgemein in sicherere, liquidere Assets. Dennoch ist die jüngere Vergangenheit für den EUR/JPY nicht so deutlich. Tatsächlich wurde die EUR/JPY Schwäche vom Anstieg der einwöchigen implizierten Volatilität vom 12. September nicht vorausgesagt; das Paar gewann innerhalb der nächsten 5 Tage +1,65%.

Wenn wir uns etwas zurück lehnen und uns den Wald statt der einzelnen Bäume anschauen, sehen wir, dass die Winde für den Yen in beide Richtungen wehen und seine Kursbewegung steuern. Kontinuierlich hohe Levels des globalen Zentralbankstimulus – die Fortsetzung desFed-QE3, die EZB wird potenziell expansiver diese Woche nach den schrecklichen Inflationsdaten der letzten Woche – erschweren es dem Yen, im Verhältnis zu den höher verzinsten Währungen an Dynamik zu gewinnen.

Dennoch profitiert der Yen angesichts der bevorstehenden Eventrisiken in isolierten Fällen, vor allem gegenüber dem Euro oder dem US Dollar. Wenn die EZB stärkere Lockerungen unternimmt (weitere LTRO, eine Leitzinssenkung usw.) oder wenn der NFP Bericht vom Oktober eine weitere Stagnierung auf dem US Arbeitsmarkt aufweist, könnten sowohl EUR/JPY als auch USD/JPY weiter nachgeben, unabhängig davon, wie der EUR/USD gehandelt wird. Da der bevorstehende japanische Wirtschaftskalender leicht sein wird und die japanischen Daten der letzten paar Wochen ausgeglichen waren, und es in den nächsten paar Tagen ein wesentliches Eventrisiko im Ausland geben wird , glauben wir, dass eine neutrale Tendenz für den Yen angemessen ist, während wir darauf warten, dass sich die fundamentalen und technischen Trends sauberer entwickeln. –CV

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