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Riesiges Eventrisiko konnte den Euro nicht brechen - Was kann?

Riesiges Eventrisiko konnte den Euro nicht brechen - Was kann?

2013-09-06 22:15:00
David Rodriguez, Head of Product
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Riesiges Eventrisiko konnte den Euro nicht brechen - Was kann?

Fundamentaler Ausblick für den Euro: Neutral

  • Schwer enttäuschende US Nonfarm Payrolls Daten hätten EUR/USD nach oben durchbrechen lassen sollen
  • EZB nimmt expansiven Tonfall an, verspricht aber keine weitere Lockerung
  • Achten Sie auf Syrien für die nächsten starken Bewegungen in den Finanzmärkten

Ein schwer enttäuschender Arbeitsbericht ex-Agrar der USA hätte eigentlich reichen sollen, um den US Dollar gegen den Euro auf neue Tiefs zu bringen, aber der EUR/USD beendete die Woche fast genau dort, wo er begonnen hatte. Was ist passiert?

Viele sagten voraus, dass die vergangene Woche zwei wichtige Antworten bringen würde und einen Ausbruch des Euros und US Dollars aus den seitwärts tradenden Ranges erzwingen würde. 1: Wird die Europäische Zentralbank tiefere Zinssätze für einen längeren Zeitraum signalisieren? 2. Wird die US Federal Reserve bei ihrer September-Sitzung mit dem sogenannten “Taper” ihrer Quantitative Easing Politik beginnen?

Zum ersten Punkt wurden die Märkte etwas enttäuscht; die EZB schlug einen expansiven Tonfall an, hielt sich jedoch hinsichtlich weiterer Lockerungsmaßnahmen oder einer direkteren Orientierungshilfe zurück. Die Debatte über die nächsten Handlungen der Fed waren wohl abgeschlossen, nachdem die schwer enttäuschenden US Nonfarm Payroll Daten die Wetten auf einen scharfen Wechsel der Geldpolitik der US Zentralbank senkten.

Der Sell-Off des US Dollars nach den NFPs genügte jedoch nicht, den Euro von den Hochs seit Monatsbeginn zu entfernen, und die Forex-Trader warten weiterhin ab, bis ein nächstes wichtiges Ereignis den US Dollar aus seiner seitwärts tradenden Range zwingt.

Ein relativ leerer Wirtschaftskalender deutet darauf hin, dass die nächste Woche ruhig sein wird. Es wäre jedoch nachlässig, das offensichtliche Tail Risk zu ignorieren, nämlich ein möglicher größerer, internationaler militärischer Konflikt in Syrien.

Auf der einen Seite stehen die Vereinigten Staaten, die für eine militärische Intervention sind, und auf der anderen steht Russland, was sich hartnäckig gegen solche Maßnahmen stellt. Die Einsätze scheinen klar zu sein: Eine einzelne Schlagzeile von Russlands Premierminister reichte aus, um den S&P 500 innerhalb von Minuten um fast 20 Punkte tiefer zu bringen.

Wir empfehlen nicht, aufgrund solcher Schlagzeilen zu traden, und tatsächlich ging dieser starke Sell-Off des S&P später zurück. Dennoch ist es nicht ratsam, das Risiko übertrieben starker Marktbewegungen zu ignorieren. Von den Kongressabgeordneten der USA wird erwartet, dass sie nächste Woche für eine militärische Intervention der USA in Syrien stimmen werden, und jegliche Überraschungen würden eine starke Marktvolatilität verursachen.

Das Traden des Euros ist frustrierend, da er in seiner unruhigen Range bleibt, und wir spüren, dass es für den Euro an der Zeit ist, uns zu sagen, in welche Richtung er gehen wird. Die Tatsache, dass er weiterhin unter seinem Hoch seit Monatsbeginn steht bringt uns zu einer leicht bärischen Einstellung, aber wir müssen eine Beschleunigung unterhalb seines 200-Tage Simple Moving Average um $1,3150 erkennen, um eine wirklich überzeugende bärische Prognose abzugeben.

In der Zwischenzeit stellen wir uns auf weitere unruhige Kursbewegungen des EUR/USD ein.

Geschrieben von David Rodriguez, Quantitativ-Stratege bei DailyFX.com

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