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Yen könnte schwächer werden, da sich ‘Abenomics’ mit japanischen Wahlen behaupten

Yen könnte schwächer werden, da sich ‘Abenomics’ mit japanischen Wahlen behaupten

Christopher Vecchio, CFA, Senior Strategist
Yen_Could_Weaken_as_Abenomics_Affirmed_by_Japanese_Elections_body_Picture_1.png, Yen könnte schwächer werden, da sich ‘Abenomics’ mit japanischen Wahlen behaupten

Fundamentale Prognose für den Japanischen Yen: Bärisch

  • Japanischer Yen fällt wahrscheinlich auf neue Tiefs
  • Japanischer Yen tiefer nach Anstieg bei ausländischen Bond-Ankäufen letzter Woche
  • Yen im Vorfeld der Wahlen meist schwächer

Der Japanische Yen war in der vergangenen Woche die leistungsschwächste Hauptwährung und stürzte gegenüber dem wieder gestärkten New Zealand Dollar um -3,31%, gegenüber dem AUD -2,28% und sogar um -1,44% gegenüber dem zweitschwächsten Performer, den US Dollar, ab. Der Schlusskurs des USD/JPY bei ¥101,43 markiert einen soliden >+6% Rebound ab den Juni-Tiefs und ist ein Beweis für die Unverwüstlichkeit des US Dollars, wenn man berücksichtigt, dass die Bemerkungen der Federal Reserve seit dem FOMC-Meeting am 19. Juni ein unablässiger Fluss expansiver Geldpolitik befürwortender Aussagen war. Aber nachdem die US Fundamentalaspekte besser werden und die japanischen Wahlen am Sonntag stattfinden, scheint der USD/JPY bereit für einen Anstieg – und der Yen sollte allgemein schwächer werden.

Vor allem hat sich die Volatilität in den Finanzinstrumenten Japans in den vergangenen Wochen abgekühlt, und die letzten Daten zeigen, dass die japanischen Investoren Geld in ausländische Bonds schütteten, ein Zeichen, dass die funktionierenden Abenomics wieder zurück ins Rampenlicht kommen.

Da keine der kleineren Parteien die Fähigkeit hat, gegen die Abenomics zu protestieren – die LDP wird das Ober- wie das Unterhaus der Legislatur kontrollieren – wird Premierminister Abe im Wesentlichen freie Hand haben, um mit der Phase Zwei seiner stimulierenden Politik zu beginnen. Wir erwarten, dass ein Großteil des kurzfristigen Stimulus steuerlicher Art sein wird; und eine steuerliche Akkommodation würde wenig dazu beitragen, den Yen noch weiter abzuschwächen.

Aber die erneute Versicherung des Jahresinflationsziels der Bank of Japan von +2%, zusammen mit den Anzeichen, dass die Macht der LDP-Partei fest zementiert ist, könnte die Investoren aufrütteln, die die japanischen Finanzinstrumente in den vergangenen Wochen ignorierten, und sie wieder in die Gleichung aufnehmen. Wenn der Kapitalabfluss vor den Wahlen stark bleibt, wird der Japanische Yen noch weiter nachgeben.

Neben den Wahlen sind die Inflationsdaten für Juni am Donnerstag fällig, und mit den erwarteten +0,1% sollte der Bericht die erste positive Schlagzeile des Monats seit Mai 2012 sein (es gab keine zwei positiven Inflationsdaten in Folge seit April bis Mai 2012). Der letzte Inflationsbericht brachte besser als erwartete Ergebnisse (im Sinn, dass die politischen Entscheidungsträger versuchen, die Inflation zu schüren, also werden "Schläge" als Bestätigung der aktuellen Politik erachtet), was dem Yen half, sich in dieser Zeit von weiteren Verlusten zu schützen. Diesmal könnte der VPI-Bericht am Donnerstag, falls er wieder geschlagen wird, eine Pause bei jeglichen auf die Wahlen bezogenen Verkäufen bringen.

Trotz der wahrgenommenen Vorstellung, dass die Federal Reserve nun aktiv versucht, den kommunikativen Aspekt seiner Geldpolitik zu nutzen, um den US Dollar kleinzureden, unterstützen die US Wirtschaftsdaten am Rande eine straffere Politik, ein Affront gegen die kürzlichen Reden; und das ist für den USD/JPY bullisch. Auf der chinesischen Front erwies sich die Entscheidung der Chinesischen Volksbank, ihre Kredituntergrenze aufzuheben als bullisch für High-Beta-Währungen und Risiko bezogene Vermögenswerte (der Yen sank nach dieser Nachricht).

Zum Schluss, auf der europäischen Front, kühlen sich die Bedenken um Portugal ab, nachdem die Anleihen-Renditen zum Ende der Woche abstürzten, während der Euro die expansiven Implikationen abschüttelte, dass die Europäische Zentralbank eine Orientierungshilfe von nun an einschließen würde. Es ist allgemein schwierig, sich in den kommenden Wochen ein bullisches Szenario für den Yen vorzustellen, und in Anbetracht der exogenen Kräfte und der Wahlen am Sonntag, halten wir uns an unsere bärische Tendenz. –CV

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