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Kürzliche Euro-Gewinne mit schwacher Wirtschaftsagenda in Frage gestellt

Kürzliche Euro-Gewinne mit schwacher Wirtschaftsagenda in Frage gestellt

2013-06-08 04:35:00
Christopher Vecchio, CFA, Senior Währungsstratege
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Euros_Recent_Gains_in_Question_amid_Soft_Economic_Docket_body_Picture_1.png, Kürzliche Euro-Gewinne mit schwacher Wirtschaftsagenda in Frage gestellt

Fundamentaler Ausblick für den Euro: Neutral

  • Euro vor Rallye da EZB keine negativen Zinssätze einführt
  • EUR/USD überschreitet $1,3100, EUR/JPY ¥130,00 bei EZB-Pressekonferenz
  • US Dollar startet im Juni tiefer, EUR/USD wird diese Woche voraussichtlich $1,3000 halten

Der Euro endete diese Woche genau in der Mitte der Währungen, die von DailyFX Research abgedeckt werden und fiel -1,26% gegenüber dem wiederbelebten Japanischen Yen (nach der Erholung seiner Verluste von ganzen -3,41%), während er gegenüber dem US Dollar +1,66% gewann (nachdem er die Gewinne von ganzen +2,36% wieder abgegeben hatte). Hauptsächlich folgten die Gewinne des Euros seit der vergangenen Woche, als der EUR/USD aus einem bullischen technischen Congestionsmuster ausbrach.

Aufgrund der kurzfristigen bullischen, technischen Struktur fand der EUR/USD in der zweiten Wochenhälfte Gewinne, nachdem die Europäische Zentralbank ihre geldpolitische Linie beibehielt und keinen Negativzinssatz einführte (wie von uns vermutet). Insgesamt lässt der Ton von Präsident Mario Draghi beim EZB-Meeting vermuten, dass eine kürzliche Verbesserung der Mai-Daten ausreichte, die Umsetzung der Negativ-Einlagezinssätze wenigstens für die nächsten Wochen beiseite zu stellen (nicht unbedingt komplett vom Tisch). Obwohl die Spreads von umliegenden Ländern und Deutschland weiter ausbrechen – ein Indikator von zunehmenden finanziellen Stress in der Euro-Zone – schaffte der Euro es auf sein höchstes Level seit dem 25. Februar gegen den US Dollar und erreichte am Donnerstag $1,3306.

Während der Euro gegen den US Dollar steigt, ist es wichtig zu erwähnen, dass seine Leistung anderswo bestenfalls mittelmäßig war, da das massive Auflösen von US Dollar Longs eine allgemeine Diversifikation in andere Safe-Havens, dem Japanischen Yen und dem Schweizer Franken, hervorrief. Es ist ernsthaft kein starkes Zeichen, dass der Euro nur die Rohstoffwährungen anderenorts übertraf – das wurde im 2Q’13 nicht als besondere Leistung angesehen. Es scheint, als wenn der Markt von der nicht so expansiven Ansicht des EZB-Chefs überzeugt ist.

Wahrhaftig ist er vielleicht zu optimistisch: Die Arbeitslosenquote der Region befindet sich auf einem Allzeithoch von 12,2%, und die Jugendarbeitslosigkeit (24 und jünger) im griechischen und spanischen Arbeitsmarkt ist höher als 55%. Die Inflation existiert nicht, weil die Konsumenten nicht über genügend Einkommen verfügen, um die Preise höher zu treiben – ein Indikator von erhöhter Gesamtnachfrage. Wie in letzter Woche angemerkt, per Daten von letztem Mittwoch von der EZB, fielen die Kredite an die Euro-Zone um -0,9% im Jahresvergleich im April, schlimmer als die -0,7% Prognose. Dies war der zwölfte Monat in Folge, der einen Zusammenzug darstellte, was das Zögern der Banken Kapital in die Peripherie zu injizieren unterstreicht. Der Kern erfährt keine solcher Probleme. Es gibt einen offensichtlichen und prävalenten Zwiespalt zwischen dem Kreditwachstum in Deutschland und dem in Spanien, zum Beispiel: Kredite waren in Deutschland um +0,3% im Jahresvergleich gestiegen, während sie sich um -8,8% im Jahresvergleich in der selben Periode in Spanien zusammenzogen.

Diese Faktoren ergeben eine magere Wachstumssituation in der Eurozone, in der die finale 1Q’13 Wachstumszahl auf -1,1% im Jahresvergleich von -1,0% im Jahresvergleich fiel, während die vierteljährliche Rate bei -0,2% blieb. Die Daten in der kommenden Woche werden auf der schwachen Seite bleiben, beginnend mit dem finalen BIP-Bericht für Italien am Montag. Angesichts der Revision nach unten für die allgemeinere Wachstumsrate der Region ist es möglich, dass Italien der Übeltäter war. Ein Wert von -2,3% im Jahresvergleich wird erwartet.

Am Mittwoch stehen die ersten Inflationsdaten für die Woche an, wenn der finale deutsche Verbraucherpreisindex veröffentlicht wird. Die Hauptzahl wird bei +1,5% im Jahresvergleich erwartet; für den Kern werden +1,7% im Jahresvergleich erwartet. Beide Zahlen verpassen das jährliche Inflationsziel der EZB von +2%, was den Glauben unterstützt, dass Deutschland schrittweise der Lockerungspolitik gegenüber offener wird. Ähnlich wird der endgültige Verbraucherpreisindex der Eurozone am Freitag bekanntgegeben, und dieser wird ebenfalls das mittelfristige Ziel der EZB verpassen, jedoch noch drastischer: Die Kennzahl wird bei +1,4% im Jahresvergleich erwartet und der Kern bei +1,2% im Jahresvergleich.

Während jüngste Daten etwas besser waren, werden diese jedoch von den negativen Implikationen der Hauptdaten, die in dieser Woche anstehen, überschattet, wie die mittelfristigen Daten zum Juni Sentix Investor Confidence Bericht der Eurozone am Montag (-11,3 erwartet von -15,6) und dem Mai Industrieproduktionsbericht für die Eurozone am Mittwoch (-1,1% erwartet von -1,7% (im Jahresvergleich). Zu diesem Zeitpunkt denken wir, dass ein eher neutraler Ausblick für den Euro anzuwenden ist, besonders wenn man die jüngste Volatilität in den CHF-, JPY- und USD-basierten Paaren bedenkt. -CV

DailyFX stellt Neuigkeiten zu Forex und technische Analysen, die sich auf Trends beziehen, die die globalen Währungsmärkte beeinflussen, zur Verfügung.