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Australischer Dollar immer noch gefährdet, aber Umkehrrisiko steigt

Australischer Dollar immer noch gefährdet, aber Umkehrrisiko steigt

2013-06-08 00:21:00
Ilya Spivak, Senior Währungsstratege
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Fundamentale Prognose für den Australischen Dollar: Neutral

  • Australischer Dollar reagiert lau auf Zinssatzentscheidung der RBA
  • AUD/USD Technische Analyse: Verkaufsdruck könnte an Momentum verlieren

Nutzen Sie Verschiebungen der Marktstimmung mit dem DailyFX Speculative Sentiment Index.

Der Australische Dollar kam letzte Woche erneut unter Verkaufsdruck, da die gegensätzlichen Erwartungen der Geldpolitik die Nachfrage nach der ertragreichen Währung schwächten. Die starke Ohnmacht beim Wechselkurs des AUD/USD seit Anfang Mai wurde von einer regen Verengung der Renditespanne zwischen der US Benchmark und den australischen 10-Jahres-Bond-Renditen begleitet. Dies weist auf eine Aussie-negative Neuausrichtung der Ansichten der Investoren hinsichtlich der relativen Erträge, die vom Halten einer bevorzugten Währung abfallen. Diese Spanne endete letzte Woche bei 1,0892 Prozent, um Haaresbreite über dem Rekordtief von 1,0711 Prozent, das im November 2008 beim Höhepunkt der globalen Finanzkrise registriert wurde.

Die kommende Woche bringt eine weitere Runde wichtiger, fundamentaler Eventrisiken, die die politischen Erwartungen bilden werden. Auf der australischen Seite der Gleichung wird die Aufmerksamkeit auf den Beschäftigungsbericht gezogen. Es wird erwartet, dass die Wirtschaft im Mai netto 10.000 Arbeitsplätze verloren hat, während die Arbeitslosenquote die Verbesserung vom April wieder wettmacht und auf das 40-Monatshoch vom März bei 5,6 Prozent zurückkehrt. Das Resultat könnte die Wetten auf eine Zinssatzsenkung der RBA im Juli erhöhen, wobei die Trader ihr nun 55 Prozent Wahrscheinlichkeit zugestehen, gemäß den Daten der Credit Suisse. Dies würde eine weitere Verengung der Renditespanne fördern und den Aussie belasten.

Gleichzeitig bleibt das Hauptgesprächsthema in den USA die Wahrscheinlichkeit und der Zeitrahmen für die Reduzierung der monatlichen Asset-Purchase der Federal Reserve. Der US Dollar stieg am Freitag, nachdem ein leicht höher als erwarteter Non Farm Payroll Bericht vom Mai von einer Revision der April-Daten nach unten aufgewogen wurde, was netto zum allgemein erwarteten Resultat führte. Trader, die eine positive Überraschung befürchteten, könnten denken, die Hand der Fed habe dieses Ergebnis angespornt, und der Anstieg der Risikoneigung stieß die Staatsanleihenrenditen höher und bot dem Greenback eine Stütze.

In den kommenden Tagen stehen der Einzelhandelsumsatzbericht für Mai und die vorläufigen Zahlen des University of Michigan Verbrauchervertrauens für Juni an. Resultate, die den Erwartungen entsprechen oder diese enttäuschen, könnten die Chancen für eine Reduzierung der Fed-Unterstützung nach Meinung der Investoren verringern und somit das Sentiment stützen und die US Bondrenditen in die Höhe treiben. Dies würde weiter dazu beitragen, die Spanne wischen den relativen Erträgen des US und Australischen Dollars zugunsten des Greenbacks schrumpfen, was den AUD/USD Verkäufern helfen würde. Unnötig zu sagen, dass positive Resultate das Gegenteil bewirken würden.

Was vielleicht am kritischsten ist, ist dass der Markt äußerst datenabhängig wurde, was eine volatile Umgebung verursacht. Des weiteren ist, während eine Anstieg des Futures-Volumen andeutet, dass der kürzliche Selloff von einem starken Engagement untermauert wurde, die Netto-Short-Positionierung des Australischen Dollars nun auf einem Rekordhoch. Diese Warnung gefährdet den Markt mit einem aggressiven Profit-Taking, falls die Nachrichten auch nur einen glanzlosen auslösenden Moment bieten.

DailyFX stellt Neuigkeiten zu Forex und technische Analysen, die sich auf Trends beziehen, die die globalen Währungsmärkte beeinflussen, zur Verfügung.