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Japanische Investoren geben auf, Yen fällt unter ¥100 vs. USD

Japanische Investoren geben auf, Yen fällt unter ¥100 vs. USD

2013-05-11 02:51:00
Christopher Vecchio, CFA, Senior Währungsstratege
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Japanische Investoren geben auf, Yen fällt unter ¥100 vs. USD

Fundamentale Prognose für den Japanischen Yen: Bärisch

  • Analysten Picks Log zeigt Aktivität des USD/JPY
  • Anstieg des US-Dollars geht über Nacht weiter; Yen inmitten Anleihedaten am schwächsten
  • USD/JPY bricht schwer fassbares ¥100,00 Level zum ersten Mal seit vier Jahren

In einer Woche, in der der Japanische Yen -2,66% gegenüber dem US-Dollar verlor, spricht dies für die sich verschiebende Dynamiken der Risikoneigung, dass die sich am schlechtesten entwickelnde Währung in 2013 nicht die sich am schlechtesten entwickelnde Währung in dieser Woche war! Trotz des lange erwarteten Bruchs von ¥100,00 des USD/JPY, konnte sich der Yen immer noch besser als die neuen Prügelknaben des FX entwickeln, besser als der Australische und New Zealand Dollar um -0,27% und beziehungsweise um -0,12%. Um es klar auszudrücken, kam die Schwäche des Yen bis Donnerstag nicht richtig an den Tag, als der USD/JPY eine Rallye begann, nachdem ein deutlich besserer Bericht über die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der US veröffentlicht wurde, welcher zeigte, dass die Anzahl von Antragstellern für erstmalige Arbeitslosenhilfe auf das niedrigste Level seit der Woche vom 18. Januar 2008 fiel.

Plötzlich scheint der US Arbeitsmarkt gefestigt zu sein, und es wird nun allgemein darüber gesprochen, dass die Federal Reserve ihren Plan zum Abbau des QE3 ausbreiten wird, und zwar möglicherweise an ihrem Policy Meeting, wenn die Fed ihre aktuellen Wirtschaftsprognosen veröffentlicht und der Vorsitzende Ben Bernanke eine seiner letzten Pressekonferenzen halten wird. Diese wechselnden Markterwartungen haben die Investoren von den US Staatsanleihen-Renditen vertrieben, die am Donnerstag und Freitag aufschossen und den Unterschied beim Ertrag zwischen dem US Dollar und dem Japanischen Yen vergrößerten - deswegen erlebte der USD/JPY eine Rallye.

Obwohl die US Arbeitsmarktzahlen positiv waren, reichten sie nicht aus, um den USD/JPY am Freitag Vormittag auf 101,99 zu bringen. Es gab noch zwei weitere wesentliche Entwicklungen, die sich wahrscheinlich in die kommenden Wochen hinziehen werden, und wir glauben deshalb, dass die nächste Etappe der Yen-Schwäche eben erst begonnen hat.

Zuerst zeigten die Regierungsdaten, dass die inländischen Investoren Übersee-Bonds in den vergangenen zwei Wochen bündelweise einkauften, was eine große Verhaltensänderung der Investoren bedeutet. Nach dem ständigen Verkauf ausländischer Bonds seit Januar 2010 kauften japanische Investoren nun +¥204,4 Mrd. ausländische Bonds bis zum Ende der Woche vom 26. April, und +¥309,9 Mrd. in der Woche, die am 3. Mai endete. Weshalb ist dies so wichtig, und was bedeutet das? Die japanischen Investoren schütten ihr Kapital nun außerhalb ihres Landes aus, um Renditen einzubringen. Dies ist klar das Resultat der "Abenomics" oder der Ultra-Lockerungspolitik der Bank of Japan.

Zweitens berichtete am Freitag nach Marktschluss der japanische Gesandte der G7 fröhlich, dass es keine Beschwerden über die Schwäche des Yen in letzter Zeit gegeben habe. Ein nicht genannter Offizieller des Finanzministeriums wurde zitiert, der darauf hinwies, dass die G7-Mitgliedsstaaten eine gelockerte Geldpolitik befürworten, und dass die Nebenwirkungen der Lockerung – vor allem eine potentielle Asset-Blase bei den japanischen Aktien – nicht nur negativ seien. Falls dies die vorherrschende Meinung bei dem G7-Meeting in London sein wird, kann es sogar als Billigung einer weiteren Schwäche des Yens angesehen werden.

Während sich diese Themen entwickeln, gibt es wenige Events auf dem Kalender, die bemerkenswert wären und den Yen weiter schwächen könnten. Am Mittwoch (Donnerstag in Japan) werden wir natürlich auf die aufkommenden Trends der japanischen Investoren beim Einkauf von ausländischen Anleihen achten, wofür die Daten bis zur Woche, die am 10. Mai endete, fällig sind. Ebenfalls am Mittwoch fällig ist der BIP-Bericht zum 1Q 2013, welcher eine wichtige Zunahme zeigen sollte, alles dank der finanzpolitischen und monetären Stimulus-Anstrengungen von Shinzo Abe während seines Regierungsmandats. Es wird ein annualisiertes Wachstum von +2,7% erwartet, gegenüber +0,2% im 4. Quartal 2012. Die Zahlen für das Quartal lesen sich ähnlich, +0,7% im Quartalsvergleich gegenüber einem unveränderten Wert Ende letzten Jahres.

Obschon diese Daten ein beruhigendes Zeichen darstellen, dass die "Abenomics" funktionieren könnten, werden die politischen Entscheidungsträger aus Japan kaum beeindruckt sein. Schließlich wurden die Anstrengungen erst kürzlich eingeführt und sind dazu da, einen zwei Jahrzehnte andauernden Deflationstrend und schwachem Wachstum entgegenzuwirken; ein Quartal wird nicht genügen, um den Sieg zu verkünden. Entsprechend sollte die BoJ ihren Kurs so oder so beibehalten, in dem die exogenen (US-getriebenen) Einflüsse den Yen durch die Crosse leiten; und ein Scheitern würde sicherlich dem Yen wieder einmal den Teppich unter den Füssen wegziehen. Sicher ist, dass sich eine größere Bewegung zu entwickeln scheint, und die kommende Woche könnte kritisch werden. –CV

DailyFX stellt Neuigkeiten zu Forex und technische Analysen, die sich auf Trends beziehen, die die globalen Währungsmärkte beeinflussen, zur Verfügung.