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Australischer Dollar schaut für Orientierungshilfe auf Ertragsagenda

Australischer Dollar schaut für Orientierungshilfe auf Ertragsagenda

2013-04-13 02:04:00
Ilya Spivak, Senior Währungsstratege
Teile:
Forex_Australian_Dollar_Looks_to_Earnings_Docket_to_Set_Direction__body_Picture_5.png, Australischer Dollar schaut für Orientierungshilfe auf Ertragsagenda

Fundamentale Prognose für den Australischen Dollar: Neutral

  • Chinesische Handels- und Inflations-Daten drücken Australischen Dollar höher
  • Australiens März Stellenbericht weniger ominös als es scheint
  • AUD/USD: Doji Candle scheint bei kritischem Range-Widerstand zu bestehen

Der Australische Dollar befindet sich in der kommenden Woche zwischen in Konflikt stehenden Kräften. Einerseits gewinnt das Argument für eine Wende nach unten an Glauben. Der Ausblick für die RBA Geldpolitik hat sich verhalten verschlechtert. Ein Wert von Credit Suisse, der die Zinssatzerwartungen für das kommende Jahr bewertet, befindet sich nun auf dem niedrigsten Stand seit beinahe sechs Wochen und erwartet wenigstens 25 Basispunkte zusätzliche Lockerung. Vor diesem Hintergrund fiel der AUD/USD in den letzten Stunden der Handelswoche, und traf auf sein lange bestehendes Range-Top nahe der 1,06, eine Barriere, die seit August 2012 vier beachtliche Abweisungen tiefer hervorgerufen hat.

Andererseits scheint sich die wirtschaftliche Realität in Australien nicht entschieden verschlechtert zu haben. Der scheinbar enttäuschende Arbeitsmarktbericht der letzten Woche ist anscheinend weit weniger negativ als die Hauptdaten vermuten lassen. Zwischenzeitlich sehen Hinweise der chinesischen Handels- und Inflations-Zahlen direkt unterstützend aus, was sich als positiv erweist, wenn man bedenkt, dass der asiatische Gigant Australiens größter Handelspartner ist. Dies mag erklären, warum die Märkte in der nahen Zukunft nicht auf Zinskürzungen warten, obwohl sich die Wahrscheinlichkeit dafür um Mitte April 2014 erhöht. In der Tat stellen die zuvor erwähnten Daten der Credit Suisse hinsichtlich bereits einkalkulierter politischer Erwartungen eine Chance für Reduzierung der Kreditkosten bei der Sitzung der RBA im nächsten Monat mit nur 25 Prozent dar.

Die allgemeine weitere Landschaft scheint ebenso unterstützend für den Australischen Dollar. Enttäuschende US Wirtschaftsdaten haben ein zunehmend starkes Argument gegen eine baldige Reduzierung der Federal Reserve Stimulus-Maßnahmen innerhalb der nächsten zwei Wochen geliefert. Zwischenzeitlich lässt sich die Bank of Japan weiter auf ihre dramatische Lockerung der Geldpolitik ein, und die Bank of England scheint auch nicht weit davon entfernt zu sein, da die Übergabe der Führung vom gehenden Mervyn King zum aktuellen BOC-Chef Mark Carney näher rückt. Das macht den Aussie im Vergleich wesentlich attraktiver, ungeachtet weit entfernter Wetten auf Zinssatzkürzungen.

Wichtig ist hier zu beachten, dass dies darauf begründet, dass die Investoren weiterhin Renditen der Sicherheit voranstellen. Ein weiterer Breakout einer marktweiten Risikoaversion wird dafür sorgen, dass die Märkte Rendite suchende Spielchen zugunsten von bereitstehenden Safe-Havens, inklusive dem US Dollar und dem Japanischen Yen, aufgeben werden und Carry Trades abwickeln sowie Währungen wie den Aussie dabei fallen lassen werden. Anzeichen eines Rückgangs des Instabilitätsrisikos in der Eurozone in den vergangenen zwei Wochen lassen vermuten, dass der Auslöser für solch eine Wende wohl am ehesten auf der Wirtschaftswachstumsseite der Gleichung zu finden sein wird. Tatsächlich weist eine Umfrage unter Ökonomen, durchgeführt von Bloomberg, auf eine starke Verschlechterung der globalen BIP Wachstumserwartungen im letzten Monat, kürzlich verstärkt durch wieder aufkommende Sorgen um eine Verlangsamung der US Wirtschaft.

Insgesamt wird der zunehmende Fluss von Unternehmensertragsergebnissen wohl in der kommenden Woche den Ausschlag bei der Risikoneigung bieten. Zeichen von Widerstandskraft werden den neusten Nachrichtenfluss der US Wirtschaft als unterstützend für Fed QE darstellen, was das Sentiment fördert und sicherlich dem Aussie Unterstützung bieten wird. Ein schwächeres Bild könnte die Risikotrends jedoch zu vollem Rückzug zwingen, was Schwäche für die Hochzinswährung bedeuten würde.

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